17.Juni 2010
Der neue Supersportwagen MP4-12C hatte Premiere
Christian Marti (Direktor für die Region Europa), Timm Moll (Moll Gruppe), Anthony Sheriff (Geschäftsführer McLaren) während der Pressekonferenz in Düsseldorf
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Der Supersportwagen MP4-12C von McLaren hatte in Düsseldorf Premiere. Die Moll Gruppe wurde in das internationale Händlernetz von MCLaren aufgenommen. Dass der Superwagen in Düsseldorf vermarktet wird, passe hervorragend zum kraftvollen Wirtschaftsstandort NRW, betonte Firmenchef Timm Moll. Schon jetzt gäbe es Reservierungen für das innovative Fahrzeug.
Der Supersportwagen von McLaren ist alltagstauglich, möglich wird dies durch modernste Technik, damit kann sich das Fahrzeug jeder Situation im Straßenverkehr anpassen.
Die Moll Gruppe unterhält 13 Standorte rund um Düsseldorf und zeichnet sich durch eine besondere Erfolgsgeschichte von einer kleinen Autowerkstatt zur High Tech Präsentation internationaler Marken aus. In Deutschland sind es neben Düsseldorf, nur Frankfurt, München und Hamburg, in denen das Superauto bei speziell ausgesuchten Vertriebspartnern präsentiert wird. Derzeit wird noch Stuttgart als neuer Standort in Erwägung gezogen.
McLaren als eines der erfolgreichsen Teams der Formel1 setzt mit dem neuen Sportwagen auf 100% Hightech. Der Hochleistungssportwagen erinnert optisch an ein Formel 1 Fahrzeug und steht in Konkurrenz zu Ferrari, Porsche und Lamborghini. Der MP4-12C ist ein Zweisitzer, der mit einem Twin-Turbo-V8-Mittelmotor angetrieben wird. Das Chassis wird aus einem Stück gefertigt und besteht aus Carbon. Mit einer Leistung von 441 kw, bringt es der Wagen auf stolze 600 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 330 km/H. Die Beschleunigung auf 200 km/h soll in weniger als 10 Sekunden möglich sein. Markenzeichen des Sportwagens sind die beiderseitig angeschlagenen Schmetterlingstüren. Die Farbpalette ist umfangreich. 17 brilliante Farben stehen zur Auswahl.
2011 will McLaren 1000 Exemplare des MP4-12C bauen; 400 davon sind für Europa vorgesehen.
Die High Perfomance für den MP4-12C soll neben Europa auch in New York, Singapur, Tokio und anderen Metropolen der Welt stattfinden.
Anthony Sheriff, Geschäftsführer der McLaren Automotive, betonte vehement, Quality, Quality, Quality zeichne das Superauto in allen Bereichen der Herstellung aus. Kosten soll es zwischen 180 000
und 200 000 Euro. Genau festgelegt habe man sich noch nicht, formulierte Christian Marti. Entscheidend für die Preisgestaltung sei auch der Wettbewerb. Mit welchem Preis man sich auf dem Markt positioniere, müsse noch entschieden werden. (Ha-K)
5. Juni 2010
! Sing Day of Song in der Arena auf Schalke
5. Juni 2010
Das absolute Highlight der Kulturhauptstadt 2010 in der Arena auf Schalke
Die Organisatoren haben nicht zu viel versprochen: Es war ein Abend der Superlative. 8000 Chorsänger haben auf dem Spielfeld der Veltins-Arena Lieder von den Beatles bis zu Beethoven gesungen. Die Chöre wurden von den Bochumer Symphonikern begleitet und von Steven Sloane geleitet
Er konnte im Vorfeld der Veranstaltung nicht verleugnen, dass er aufgeregt war. „Einen Chor von 60.000 Sängern leitet man nicht jeden Tag“, sagte er bei der Pressekonferenz vor Beginn der Veranstaltung. Bei „Hejo, spann den Wagen an“ ist es ihm gelungen, einen dreistimmigen Kanon gemeinsam mit dem Publikum in der Arena anzustimmen. Dabei ging er natürlich auf den Umstand ein, dass normalerweise auf dem Spielfeld der Ball rollt. Denn erst wurden die Schalke-Fans, dann die BVB-Fans und anschließend die VfL-Fans aufgefordert, den Kanon anzustimmen. Doch nicht nur bei diesem Lied waren die Zuschauer animiert, mitzusingen. Wie die Organisatorin des Abends Benedikte Baumann versprochen hatte, war für jeden musikalischen Geschmack etwas dabei. Höhepunkte stellten „Glück auf“, „Let it be“, „Halleluja“, „Beethovens 9. Sinfonie“ (Ode an die Freude) und Grönemeyers „Komm zur Ruhr“ dar, bei denen die gesamte Arena mitgesungen hat. Dieses Konzert, bei denen Stars wie Bobby McFerrin, die Wise Guys und die Scala & Kolacny Brothers die Menge zum Brodeln brachten, war ursprünglich die einzige geplante Veranstaltung für den Day of Song. Insgesamt war die Begeisterung in der Bevölkerung und die Bereitschaft zum Mitwirken so groß, dass vom 3. bis zum 6. Juni 600 Chor-Konzerte in der gesamten Kulturhauptstadt stattfanden, u.a. in U-Bahnen und auf Schiffen auf dem Rhein-Herne-Kanal. Die Veltins-Arena erwies sich als perfekter Ort für den Höhepunkt dieses Mammut-Projektes. Auf einem großen Video-Würfel konnte man das Bühnengeschehen aus der Nähe betrachten. Die Atmosphäre war so aufregend wie bei einem Fußballspiel, nur friedlicher. Das gemeinsame Singen steht für Verständigung, schließlich ist das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt Europas. Im Rahmen des Day of Song waren 31 Chöre aus 15 Ländern Europas zu Gast. Diesen Aspekt erwähnte Prof. Dr. Oliver Scheytt bei der Pressekonferenz. Dies sei die längste Zeit des Friedens in Europa und die Lieder ständen für den Frieden. Das lässt an den Grand Prix de la Eurovision denken, der eventuell nächstes Jahr in der Arena stattfinden soll. Dieser Vorschlag wird von den Ruhr 2010-Veranstaltern unterstützt, die mit der Vorbereitung durchweg zufrieden waren. Denn die Arena war dem „Andrang wie bei einem Champions-League-Spiel“ (Ruhr 2010-Geschäftsfüher Fritz Pleitgen) wieder einmal gewachsen. Pleitgen gingen im Laufe dieses Kulturhauptstadtjahres die Superlative aus, sagte er bei der Pressekonferenz. Aber der Day of Song stehe mit Sicherheit an der Spitze der Hitliste der Mammutprojekte. Dieser Meinung sind bestimmt alle Gäste an diesem grandiosen Abend. (A-D)
DATENKLAU - KONTO LEER - KUNDEN VERUNSICHERT
Man hört es immer wieder, aber will es nicht glauben. Bis es einen selber kalt erwischt. Betrüger haben das Konto abgeräumt. Der Schock ist groß, Tausende von Euro weg. Was tun? Wird der Betrug
Wochentags bemerkt, wird man frustriert unverzüglich zum Kundenberater eilen. Dieser weiß was zu tun ist und sofort alle notwendigen Schritte einleiten. Wird man abends oder am Wochenende
mit der bösen Überraschung konfrontiert, heißt es, sofort zum Telefon greifen und die Hotline der Bank anrufen. Die EC Karte muss gesperrt werden. Auch eine Anzeige bei der Polizei muss
umgehend erfolgen .
Wie gehen die Betrüger vor?
Die Täter spionieren Daten und Geheimzahl aus. Dazu manipulieren sie die Geldautomaten. Das Skimming (engl. abschöpfen), hat in den letzten Jahren drastisch zugenommen. Fast immer schlagen die
Betrüger am Wochenende zu, weil dann die Manipulationen am Bankautomat nicht so schnell entdeckt werden. In der Woche werden die Geldautomaten von den Bankangestellten kontrolliert, am Wochenende
in der Regel nicht.
Bis die Manipulationen bekannt werden, haben die Täter schon ihre kriminelle Maschinerie in Gang gesetzt. Eine Datenleitung übermittelt Bankdaten und Geheimzahl. Die Täter erstellen Duplikate der
Ec Karten. Damit heben sie im Ausland Geld ab. Das geschieht in Windeseile, meistens noch am gleichen Tag. Die Betrüger agieren aus dem Ausland heraus, da in Deutschland die Geldautomaten vor
Fälschern geschützt sind.
Mittlerweile sind viele Bankkunden verunsichert und fragen, wie sie sich vor dem Datenklau schützen können. Sprecher der Banken raten ihren Kunden, sich beim Geldabheben immer davon zu
überzeugen, dass am Kartenschlitz keine Veränderungen vorgenommen wurden. denn gerade dort werden oft zusätzliche Lesegeräte angebracht. Auch auf die Tastatur soll man achten, denn die Betrüger
legen Attrapen über die eigentliche Tastatur, um die Daten auzuspionieren. Ein weiteres Indiz für eine Betrugsabsicht könnte eine beschädigte Abdeckung eines Tatenfeldes sein. Der Kunde
merkt nicht, dass Minikameras die Geheimzahl ausspähen.
Bei einem Verdacht sollte der Kunde sich sofort an die Filiale wenden oder an die Polizei.
Bei betrügerischen Kontenabhebungen haftet die Bank. Allerdings muss der Kunde nachweisen, dass er nicht fahrlässig gehandelt hat. EC Karte und Geheimzahl müssen immer getrennt aufbewahrt werden.
Neue EC Karten mit Sicherheitschip sollen dem Datenklau und den betrügerischen Geldabhebungen aus dem Ausland einen Riegel vorschieben.
Den Bankkunden kann nur geraten werden, vorsichtig zu sein und regelmäßig das Konto zu überprüfen. Denn eines ist sicher, die Betrüger werden Mittel und Wege finden, um sich auch zukünftig,
Zugang zu dem Geld, welches nicht ihres ist, zu verschaffen (H-Kr)
MILLIONENSCHWERE CD - WENN DER STEUERFAHNDER 2 x KLINGELT
Der heiß umstrittene Ankauf einer CD mit mutmaßlichen Daten von 1500 Steuersündern wird möglicherweise von Bund und Ländern genehmigt werden. Bei den Steuersündern handelt es sich um
deutsche Staatsbürger, die bei Schweizer Banken ihr Vermögen angelegt haben. Die Rechtslage sei von den zuständigen Gremien geprüft worden, es gäbe keinerlei Einwände. Geradezu verpflichtet sei
man, so lautet die offizielle Meldung, jedem Verdacht auf Steuerhinterziehung nachzugehen, denn bei der Steuerhinterziehung handele es sich um eine Straftat und nicht um einen Kavaliersdelikt.
Zuletzt hatte sich Angela Merkel dafür ausgesprochen, die brisanten Daten zu kaufen. 2,5 Millionen sind für die CD mit den gespeicherten Datensätzen gefordert worden. Werden die Steuerbetrüger
entlarvt, dann rechnet die Finanzbehörde mit bis zu 400 Millionen Euro, die in die Staatskasse fließen sollen. Auch andere Länder, insbesondere Österreich und Lichtenstein, bekunden ihr Interesse
an der Liste der mutmaßlichen Steuersünder.
Dass Bewegung in die Angelegenheit kommen würde, war vorherzusehen. Denn die 1500 gespeicherten Steuerflüchtigen, da waren sich die Experten einig, seien erst die Spitze des Eisbergs. Ihre
Prognose scheint zuzutreffen, denn mittlerweile sind auch den Behörden anderer Bundesländer, Daten potentieller Steuersünder zugespielt worden. Die Finanzbehörde in Baden Württemberg spricht
aktuell von einer Liste mit 2000 Bankkunden, darunter Kunden der USB Bank, sowie einiger anderer Schweizer Banken und Versicherungsgruppen.
Bereits 2009 erhielt die badenwürtenbergische Behörde Kenntnis von mutmaßlichen Steuersündern. Damals sollen nur vereinzelt Daten übermittelt worden sein, jetzt vervollständigte der Informant seine Angaben. Nach eingehender Prüfung der Sachlage stünden einem Datenkauf nun nichts mehr entgegen, äußerten sich gut informierte Kreise.
Dass der Handel mit gestohlenen Daten Nachahmer finden würde, überrascht keinesfalls. Die Anbieter der viel Zündstoff enthaltenden Daten Cd erhoffen sich ein lukratives Geschäft. Derweil hält die
Diskussionen um den Kauf gestohlener Daten die Öffentlichkeit in Atem. Viele Büger lehnen den Kauf kategorisch ab, Rechtsstaatlich sei es nicht vertretbar mit Kriminellen ein Geschäft zu
machen, argumentieren sie. Der Staat dürfe weder Diebesgut an sich bringen, noch sich als Hehler betätigen. Befürworter der Datenkäufe vertreten die Meinung, Daten seien nun mal keine Sachen, nur
Sachen besäßen Körperlichkeit. Daten nicht, können deshalb auch nicht gestohlen werden. Paragraph 17, Absatz 1 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb besagt, dass es sich allenfalls um eine
„unbefugte Verwertung oder Mitteilung eines unbefugt verschafften Geheimnisses" handelt. Auch der Vorwurf der Hehlerei greife nicht, da der Begriff der "Hehlerei" wiederum nur auf Sachen
anzuwenden sei, also auf körperliche Gegenstände. Wie schon zuvor gilt deshalb auch hier, Daten sind nicht wie Sachen zu behandeln.
Die breite Öffentlichkeit spricht sich für den Deal mit illegal erworbenen Daten aus. Um Steuersündern auf die Spur zu kommen und sie letztendlich dingfest zu machen, gehe kein Weg daran vorbei.
Der Zweck heiligt hier wohl die Mittel.
Bisher war die Schweiz eine Oase für Steuerflüchtige. Jetzt geht es den Steuerhinterziehern mächtig an den Kragen. Ihnen weht ein eisiger Wind entgegen und so manch einem Steuerflüchtigen soll
bereits der kalte Schweiß auf der Stirn stehen. Denn mit der Steuerfahndung ist nicht zu spaßen, dass haben spektakuläre Fälle in der Vergangenheit gezeigt. Nur die Selbstanzeige kann vor der
Strafverfolgung retten. Wer mehr als 100 000 Euro an Steuergeldern hinterzogen hat und sich nicht selber stellt, dem drohen bereits eine Gefängnisstrafe von bis zu sechs Monaten. Diese kann noch
wesentlich höher ausfallen, je nachdem, wie hoch der Anteil der Steuerschuld tatsächlich ist. Die Selbstanzeige muss rechtzeitig bei der Finanzbehörde eingehen, noch bevor die Identität des
Steuerflüchtigen aufgedeckt worden ist.
Einige Steuerbetrüger sollen schon mit den Behörden kooperiert haben und die Staatskasse gefüllt haben. Nach nicht gesicherten Aussagen habe ein Bankkunde in Berlin eine Steuerschuld von 4,5
Millionen beim Fiskus eingezahlt. Damit hätte sich der Erwerb der CDs schon ausgezahlt.
Ob die Schweiz ihre Attraktivität für die Anleger behalten wird, ist fraglich. Momentan scheint das Vertrauen potentieller Kunden stark erschüttert zu sein. Die Regierungen in der Schweiz, in
Lichtenstein und in Österreich sehen sich zunehmenden Druck ausgesetzt. Schon seit Jahren bemühen sich die großen EU Staaten um eine einheitliche Regelung, danach sollen die Behörden verpflichtet
werden, bei Verdacht auf Steuerhinterziehung, die Konten der mutmaßlichen Steuerhinterzieher offenzulegen. Österreich und Lichtenstein blockierten bisher hartnäckig jeden Vorstoß in diese
Richtung. Die beiden Länder stehen selber in Verdacht Steueroasen zu sein.
Experten vermuten, dass deutsche Staatsbürger rund 500 Milliarden Schwarzgeld ins Ausland geschafft haben. Von diesen 500 Milliarden sollen ca. 200-300 Milliarden Euro in die Schweiz transferiert
worden sein. Insgesamt wird geschätzt, sollen in der Schweiz 3 Billionen aus aller Welt liegen. davon sollen 50 % Schwarzgeld sein.
Das Verhältnis zur Schweiz sei weiterhin gut, betonte Bundesfinanzminister Schäuble. Nach wie vor gäbe es konstruktive Gespräche zwischen den Regierungen. Für das Bankgeheimnis sähe er aber keine
Zukunft, sagte der Finanzminister. Auch Insider sehen das so. Den Steuerbetrügern müsse endlich der Garaus gemacht werden. Langfristig könne die Schweiz das Bankgeheimnis nicht mehr aufrecht
erhalten. (Ha-K)
Steig doch mal aufs Fahrrad!
Bundesweiter Fahrradwettbewerb unter den Kommunen entschieden
Tiefensee: Mehr Leihfahrräder in den Städten
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat heute in Berlin die Gewinner des Wettbewerbs „Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme“ ausgezeichnet. Die Jury hat insgesamt 15 Vorschläge prämiert. Acht Modellregionen erhalten vom Verkehrsministerium insgesamt 12,7 Millionen Euro für die Umsetzung ihrer Konzepte.
Tiefensee: „Fahrräder sind das umweltfreundlichste Verkehrsmittel überhaupt. Wir verbessern Klima und Lebensqualität in den Städten, wenn mehr mit dem Fahrrad statt dem Auto gefahren wird. Um das Radfahren noch attraktiver zu machen, werden wir das Fahrrad noch besser in das öffentlichen Nahverkehrssystem integrieren. Die Wettbewerbsbeiträge zeigen, was alles möglich ist – von der Anbindung von Gewerbegebieten bis hin zur Verleihung von Pedelecs in bergigen Städten“.
Augsburg, Bentheim, Halle, Karlsruhe, Leipzig, Garmisch-Partenkirchen und Potsdam erhalten eine Auszeichnung. Mainz, Nürnberg, Saarbrücken, Dresden, Kassel, der Landkreis Ostvorpommern, die Metropolregion Ruhr und Stuttgart erhalten neben der Auszeichnung eine Förderung für die Umsetzung ihrer Strategien.
Das Verkehrsministerium hatte den Wettbewerb im April ausgelobt. Bewerbungsschluss für die Kommunen war der 17. Juni. 44 Kommunen haben Konzepte eingereicht, wie die Mobilität in ihrer Stadt mit einem öffentlichen Fahrradverleihsystem verbessert werden kann.
Tiefensee: „Der Verbund von Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr schafft ein attraktives Verkehrsangebot in den Städten. Damit das in der Praxis funktioniert, müssen viele Partner zusammenarbeiten. Die prämierten Konzepte sind dafür vorbildlich und können auch auf andere Städte und Gemeinden übertragen werden.“
Der Wettbewerb ist Teil der Initiative zur Förderung des Fahrradverkehrs in Deutschland. Damit soll an Erfahrungen aus dem Ausland angeknüpft werden: Paris, Barcelona, Lyon, Stockholm und Wien haben in jüngster Zeit erfolgreich öffentliche Fahrradverleihsysteme eingeführt. Das Bundesverkehrsministerium investiert im Jahr rund 110 Millionen Euro in den Fahrradverkehr. 80 Prozent aller Haushalte in Deutschland haben Fahrräder. Die neueste Studie über das Mobilitätsverhalten der Deutschen zeigt, dass das Fahrrad weiter auf dem Vormarsch ist: Die Anzahl der Wege, die mit dem Fahrrad zurück gelegt werden, stieg 2008 gegenüber 2002 um 17 Prozent – das ist der höchste Zuwachs unter den Verkehrsarten. Der ÖPNV verzeichnet ein Plus von 14 Prozent.
(üpm) Quelle: Bundesverkehrsministerium
Mehr zur Fahrradförderung auf dem Fahrradportal des Bundes: www.nrvp.de
Neue Recherchen zum Kölner Archiveinsturz – Stadt Köln trug Verantwortung für Bauüberwachung
„die story“
Entgegen bisherigen Informationen soll die Stadt Köln zum Zeitpunkt des Einsturz-Unglücks des Kölner Stadtarchivs doch die rechtliche Verantwortung für die Bauüberwachung und Planung beim
Kölner U-Bahn-Bau gehabt haben. Die Baumaßnahme gilt als Ursache für den Einsturz des Historischen Stadtarchivs Anfang März, bei dem zwei junge Männer ums Leben kamen. Die Stadt Köln hatte bislang
vehement jegliche Verantwortung für den U-Bahn-Bau und das Unglück von sich gewiesen. Offiziell hieß es bislang, die Kölner-Verkehrs-Betriebe-AG (KVB) habe die Verantwortung für die Bauüberwachung
und Planung von der Stadt Köln vertraglich übernommen. An der Richtigkeit dieser Darstellung bestehen nach WDR-Recherchen erhebliche Zweifel. Darüber berichtet die WDR-Sendung „die story“ in der
Dokumentation „Von Trümmern und Täuschungen“ (WDR-Fernsehen, Montag, den 4.5.2009, 22:00 – 22:45 Uhr).
In einem dem WDR vorliegenden internen Vertrag aus dem Jahr 2002 wurde vereinbart, dass Bauüberwachung und Planung übergangsweise weiter von der Stadt Köln wahrgenommen werden. Nach Kenntnis des WDR
wurde der Vertrag nie formell ordnungsgemäß geändert. Die Stadt teilte hierzu auf WDR-Anfrage lediglich mit, die KVB habe diese Aufgaben mit eigenem Personal wahrgenommen.
Inzwischen hat die Bezirksregierung Düsseldorf als zuständige technische Aufsichtsbehörde, die Bauüberwachung auf eine private Ingenieurgesellschaft aus Düsseldorf übertragen. Der entstandene
Gesamtschaden wird von der Behörde derzeit auf 1,2 Milliarden Euro geschätzt. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung und Baugefährdung gegen
Unbekannt.
(üpm) Quelle: wdr
Pendlerpauschale wieder absetzbar
Millionen berufstätiger Menschen dürfen aufatmen. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes wird die alte Regelung wieder eingeführt. Die Pendlerpauschale darf vom 1 Kilometer an eingesetzt werden. Die Finanzämter werden angewiesen, die Rückzahlungen von 2007 zügig in Angriff zu nehmen. (09.12.09)
In mehreren Städten Griechenlands ist es zu gewaltätigen Ausschreitungen gekommen. Auslöser ist der Tod eines fünzehnjährigen,
der von Polizeikugeln getroffen wurde. (08.12.08)
Terror in Indien. Die vorläufig traurige Bilanz des Terroranschlages in der 25 Millionen Stadt Bombay lautet mindestens 125 Tote und über 300 Verletzte. Noch immer befinden sich Geiseln in den Händen der Terroristen. Nach wie vor sind die Drahtzieher des Anschlages nicht bekannt. Spekulationen gehen in verschiedene Richtungen. Es wird vermutetet, der Anschlag gälte der aufstrebenden Wirtschaftsmacht Indien, aber auch der Kaschmir Konflikt, Auslöser für die Auseinandersetzungen zwischen Indien und Pakistan, wird ins Spiel gebracht. Die Indische Regierung beschuldigt islamische Gruppen in Pakistan. Islamische Gruppierungen sind aber auch in Indien etabliert. Daüberhinaus gibt es schon seit einiger Zeit enorme Spannungen zwischen Arm und Reich.
In Kalifornien wüten verheerende Waldbrände. Über 10 000 Menschen mussten evakuiert werden. Gouverneur Schwarzenegger hat den Ausnahmezustand ausgerufen.
Keine Spur einer Finanzkrise
Dubai ignoriert die internationale Finanzkrise