Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung
bietet über das Internet 1200 Plätze für ein freiwilliges soziale Jahr im Bereich Kultur an. Nähere Infos hier
E-Mail s.prautzsch@bkj.de | Web www.fsjkultur.de | www.bkj.de

Das neue Programm des "GOP"
Bilder einer Ausstellung
vom 8. Januar 2009 - 28. Februar 2009
"KULTUR VERBINDET ESSEN" so lautete der Slogan mit dem Internetbesucher aufgerufen wurden, ihre Stimme für das interessanteste Foto mit dem "Blauen Band" abzugeben.
Die Resonanz war riesengroß. Fast 100000 Besucher gaben ihr Votum ab. Gewinnerin wurde Frau Karin Bergfeld, die mit ihren Bildern, "Wo Arbeit war, fördert man jetzt Kultur," und Hai NRW- Blau verbindet uns," Platz 1. und 2. belegte. Die Fotos spiegeln in eindrucksvoller Art und Weise, wie sich Kunst und Industrie-Kultur zu einer Symbiose spielerisch leicht vereinigen lassen. "Der Kultursommer wird heiß," lautet der Titel des Fotos von Frau Blumensaat, das den 3. Platz im Kreativwettbewerb errang. Iniatoren des Projektes waren die Essener Marketing Gesellschaft und das Kulturhauptstadtbüro der Stadt Essen. Die Gewinnerinnen wurden in den Räumen des EMG geehrt.
Infos zum Kreativwettbewerb und zur Kulturhauptstadt 2010
GALA NACHT
Gemeinsam mit dem Freundeskreis der Deutschen Oper am Rhein veranstaltet die Deutsche Oper am Rhein am 16. Juli 2010 die zweite Gala „Oper und Ballett am Rhein für alle". Vesselina Kasarova, eine der weltweit gefragtesten Mezzosopranistinnen, führt die Riege hervorragender Solisten an, die neben dem Chor der Deutschen Oper am Rhein und dem von Martin Schläpfer geleiteten Ballett am Rhein im Opernhaus Düsseldorf zu erleben sind - zusammen mit den Düsseldorfer Symphonikern unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober. In Kooperation mit der DMT (Düsseldorf Marketing und Tourismus GmbH) wird auch diese Gala als Public Viewing auf den Düsseldorfer Burgplatz übertragen.
www.deutsche-oper-am-rhein.de
Premiere der DREIGROSCHENOPER im Musiktheater im Revier
am 3. Oktober 2009
Das „Stück mit Musik“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill wird im Kleinen Haus des Musiktheaters aufgeführt. Seine Wahl, mit der Dreigroschenoper die Spielzeit zu eröffnen, begründet Regisseur Michael Schulz damit, das es Musiktheater sei, das Lust am Spiel erzeuge, Verwandlungen zeige und Möglichkeiten für die Entstehung von Welten böte. Damit sei es exemplarisch für das 20. Jahrhundert. Dramaturg Wolfgang Willaschek weist auf die Verbindung von Schauspiel und Oper hin: der Untertitel der Brechtausgabe von 1989 war „Die Dreigroschenoper - Ein Versuch über das epische Theater“. Die Inszenierung lässt den Darstellern und Vorgängen sehr viel Freiheit, die teilweise sogar weit entfernt vom Buch ist, aber trotzdem so, als ob Brecht es sich so gedacht hat. Die Tiefe der Musik ist so groß, dass sie die Sicht auf den Text erneuert, bemerkt Johannes Klumpp, erster Kapellmeister am MIR. Das elfköpfige Orchester wird mit 14 Instrumenten - darunter Saxophon, Flöte, Piccoloflöte, Banjo und Akkordeon - jede Note spielen, die für die Uraufführung vorgesehen war, also die ungekürzte Originalpartitur. Alle Vorstellungen sind für den Freiverkauf vorgesehen, fünf bereits ausverkauft. (Anna Dettmer)
Deutsche Oper am Rhein präsentiert die 2. Galanacht "Oper und Ballett für alle"
Franziska Dannheim singt in den Kammerspielen
Die Sängerin Franziska Dannheim ist am Mittwoch, 29. April, um 19.30 Uhr mit ihrem Abend „Oper légère“ in den Kammerspielen zu Gast. Franziska Dannheim ist dem Bochumer Publikum
bereits als Sängerin aus „Der Kaufmann von Venedig“ bekannt.
In „Oper légère“ entwickelt sie eine vereinfachte Form der Oper, im wahrsten Sinne abgespeckt - eben légère. Franziska Dannheim hat eine persönliche Auswahl der musikalischen Elemente getroffen, die
sie immer wieder durch Anekdoten ergänzt und damit in ihre eigene Sicht- und Erzählweise einbettet. Im Vordergrund steht die Musik. Doch gilt es, die bekannten Melodien immer wieder neu und
unterhaltsam zu entdecken. Begleitet wird sie von der Pianistin Jeong-Min Kim. (üpm)
Karten zum Preis von 15,40 / erm. 11 Euro für „Oper légère“ gibt an der Theaterkasse unter 0234 / 3333 - 5555 oder tickets@schauspielhausbochum.de
Spartakus
„Theater und Medien“ Thema der Zukunft
Frühjahrstagung der Deutschsprachigen Opernkonferenz fand vom 7. bis 9. Mai 2009 in Düsseldorf statt.
Die diesjährige Opernkonferenz der deutschsprachigen Häuser fand vom 7. bis 9. Mai in Düsseldorf statt. Mitglieder dieses wichtigsten Gremiums der Opernbühnen sind die Deutsche Oper Berlin, die
Staatsoper Unter den Linden, die Komische Oper Berlin, die Oper Leipzig, die Sächsische Staatsoper Dresden, die Deutsche Oper am Rhein, die Hamburgische Staatsoper, das Staatstheater Stuttgart, die
Bühnen der Stadt Köln, die Bayerische Staatsoper, die Oper Frankfurt, das Opernhaus Zürich und die Wiener Staatsoper; außerdem sind die Opéra National de Paris und das Royal Opera House Covent Garden
London assoziierte Mitglieder. Zur Tagung im Düsseldorfer Opernhaus tauschten sich die Intendanten, geschäftsführenden Direktoren und künstlerischen Betriebsdirektoren dieser Häuser zu aktuellen
Themen aus.
Ein Schwerpunkt der Deutschsprachigen Opernkonferenz war das Thema „Theater und Medien“. Das Wichtigste ist für die Oper natürlich das Live-Ereignis jeder einzelnen Aufführung auf der Bühne. Hier
erhält der Zuschauer einen direkten Kontakt mit den Künstlern, wird mit dem Werk und seiner Inszenierung konfrontiert. Dennoch ist auch für die Oper, wie für jede andere Institution, Medienpräsenz
unverzichtbar.
Im Rahmen der Konferenz fand daher auch ein Gespräch mit Vertretern der Medienindustrie statt, bei dem es im Wesentlichen um die Konditionen für Aufzeichnungen von Opernproduktionen ging. Diese
können einer breiten Öffentlichkeit die Leistungen der Oper zugänglich machen und damit ihren Stellenwert weiter stärken. In einer Zeit, in der wegen der globalen Finanzkrise eine erneute Verknappung
der öffentlichen Mittel droht, wird dies immer wichtiger, um die öffentliche Finanzierung von Kunst zu sichern.
Die Deutschsprachige Opernkonferenz erinnert in diesem Zusammenhang auch an die vielseitigen Angebote der Theater zur ästhetischen Bildung und an die Bedeutung des Theaters als Arbeitgeber für junge
Künstler. Die Fortsetzung des Arbeitsplatzabbaus an den Theatern, durch den in den letzten 15 Jahren fast 7.000 von 45.000 Arbeitsplätzen verloren gegangen sind, muss unbedingt beendet werden.
(üpm)
Spartakus
Spartakus
Düsseldorf
Deutsche Oper am Rhein
Premiere: 14.02.2009
Nach 13 Jahren an der Deutschen Oper am Rhein ist diese Adaption von „Spartakus“ die letzte Neuproduktion von Ballettdirektor und Choreograph Youri Vàmos. Er selbst tanzte 1969 in der Fassung von Lászlo Seregi an der Budapester Staatsoper. Vor fast ausverkauftem Haus fand am Samstag, den 14. Februar 2009 die Premiere in Düsseldorf statt.
Auseinandersetzungen und Kämpfe zwischen siegreicher Legion und besiegten Sklaven stehen in der Fassung von Vàmos im Vordergrund, deren Struktur sich aus gegenwärtigen Szenen sowie Rückblenden zusammensetzt. Als zentrale Motive fungieren Trauer, Verlust und Verzweiflung.
Mit Ausnahme der ersten und der letzten Szene ist „Spartakus“ von eindrucksvoller Schnelligkeit und energiegeladener Dynamik geprägt, die dem Zuschauer seine ganze Konzentration abverlangt. Den Einstieg in den ersten Akt machen trauernde Ehefrauen und Mütter, deren in rot und schwarz gehaltene Kostüme farblich mit dem puristischen Bühnenbild harmonieren und fließend in den Tanz eingearbeitet sind. Die leise angeschlagenen Töne werden von den gekonnt eingesetzten Lichteffekten untermalt. Die sich abrupt anschließenden kämpferischen, aufständischen Szenen zwischen Legionären und Sklaven stehen in krassem Gegensatz zu dem ruhigen Auftakt und sind von großem tänzerischen und musikalischem Elan durchzogen. Hervorzuheben ist an dieser Stelle der Aufstand der Unterdrückten, der die spannungsgeladene Atmosphäre betont. Weiterhin gelingt es insbesondere Filip Veverka (Spartakus), Suzanna Kaic (Varynia) und Chidozie Nzerem (Afrikaner), Leid und Verzweiflung auf der Bühne zum Ausdruck zu bringen. Trotz kurzer Momente der Freude und des Übermuts liegt eine bedrohliche bisweilen gar bedrückende Melancholie über dem Stück, was nicht zuletzt durch die monumentale Musik des Komponisten Aram Iljitsch Chatschaturjan erreicht wird. Am Ende des Stücks schließt sich der Kreis mit dem erneuten Auftritt der trauernden Frauen. Durch das Zusammenspiel von Tanz, Musik und Bühnenbild bekommt der Zuschauer mehr als ein Mal eine Gänsehaut. „Spartakus“ von Youri Vàmos ist eine lebendige und temperamentvolle Adaption, die überzeugt, was durch den minutenlangen Applaus des Premierenpublikums bestätigte wurde. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.
Lisa Wettlaufer
Aktuell Kritisch Unabhängig



