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ESSEN - FOLKWANG - MUSEUM

 

„A Star Is Born.“ Fotografie und Rock seit Elvis

 Folkwang Museum.

 2. Juli - 10. Oktober 2010

 

Ein „Knaller“ soll die neue Ausstellung im Folkwang Museum in Essen laut Stephan Muschik werden und ein „Knaller“ kann diese Ausstellung werden. „A star is born“ zeigt ab dem 2. Juli bis zum 10. Oktober Fotografien rund um den Rock. Elvis, die Beatles, Bob Dylan, The White Stripes, Franz Ferdinand – nicht unbedingt Musiker, die sich im wirklichen Leben getroffe

n haben. Das Folkwang bringt sie nun alle an einem Ort zusammen.

 

Die zweite große Ausstellung im Jahr 2010 ist ein offizieller Part des Kulturhauptstadt-Projekts und setzt ihren Fokus ganz auf die Rolle der Fotografie für die Rockwelt. Seit Elvis nimmt die verstärkende Wirkung der Fotografie immer mehr zu: Rockmusiker werden durch sie gemacht, Rockmusik wird durch sie verbreitert. Dies verdeutlichen die Bilder im Folkwang nur zu gut: auf Plattencovern, T-Shirts und Postern, in Zeitschriften und Magazinen finden sich die Konterfeis der Rockstars. Die von der RWE AG-geförderte Ausstellung zeigt dieses anhand einer visuellen Geschichte von den 50er Jahren bis heute.

 

Der Ausstellung vorausgegangen ist eine ungewöhnliche Recherche. Viele der Fotografien stammen aus den Sammlungen von Musikfans und – der größte Teil – direkt vom Fotografen. Dieses stellt die Basis für eine außergewöhnliche und interessante Ausstellung. Ein echtes Muss für jeden Musikfan!

 

Ein weiterer Leckerbissen – allerdings für Jugendliche – wird das Projekt Rockbüro sein. Dieses läuft parallel zur Ausstellung vom und bietet jungendlichen Musikbegeisterten eine Plattform, um ihrer Kreativität, die musikalische aber auch die fotografische, freien Lauf zu lassen und in Workshops von den Großen zu lernen. Mit von der Partie sind dabei: Oliver Schulze, Oliver Sieber, Christine Brunel und slowboy.

 

Durch die Zusammenarbeit mit dem Essener Filmkunsttheater kann man die Musiklegenden außerdem auf der Leinwand bewundern. Im Filmstudio Glückauf, im Eulenspiegel und im Museum Folkwang werden unter anderem Bob Dylan, Prince und Metallica in Filmen zu sehen sein. Weitere Infos gibt’s unter www.essener-filmkunsttheater.de.

(Be-A)

 

 

 

ESSEN


20. März - 25. Juli 2010 mehr ...

Das Folkwang-Museum hat eine lange Geschichte. Umso schöner ist es, dass es nun gelungen ist, einen Teil dieser Geschichte zurückzuholen und ihr in dem zukunftsfähigen Neubau der David Chipperfield Architects die angemessen Räume zu geben. In Licht durchfluteten Räumen, deren beeindruckende Architektur den Namen ihrer Meister alle Ehre macht, werden Kunstwerke der größten Künstler Europas gezeigt. Zu den Hauptwerken gehören Gaugins `Barbarische Erzählungen´, Marcs `Die roten Pferde´, Kandinskys `Improvisation´ und Kirchners ´Fünf Frauen auf der Straße´. Bis 1937 gehörten diese Bilder in den Besitz des Folkwang-Museums. Die Nazis beschlagnahmten mehr als 1.400 Werke so genannter „entarteter" Kunst, die fortan in alle Welt verstreut waren. Auf einer Tafel im letzten Raum sollen die Namen all der Künstler, deren Werke 1937 beschlagnahmt worden sind, aufgelistet werden.
Diese erste große Sonderausstellung im Neubau soll an die beeindruckende Sammlung auch der außereuropäischen Kunst des Folkwang bis 1933 erinnern. Der Mitbegründer des Museum of Modern Art in New York Paul J Sachs, der das Museum 1932 besuchte, bezeichnete es als „das schönste Museum der Welt". Wenn man die Leihgaben aus Ägypten, dem muslimischen Spanien, dem Vorderen Orient Mesopotamien, Java, Korea, China, Japan und Papua-Neuguinea betrachtet, kann man ihn verstehen. Es ist absolut erfreulich, dass sich nahezu alle Leihgeber dazu bereit erklärten, die einstigen Sammlungsstücke des Folkwang für vier Monate nach Essen zu geben. „Alle Leihgeber haben die Bedeutung begriffen und nicht gezögert", so Museumsdirektor Dr. Hartwig Fischer bei der Pressekonferenz. Zu ihnen gehören neben Privatsammlern beispielsweise die Hamburger Kunsthalle, das Philadelphia Museum of Art, die Staatsgalerie Stuttgart und die National Gallery of Art in Washington. Ein Beweis dafür, wie groß das Interesse an dieser Ausstellung ist, liegt in der Zahl der bereits vor der Ausstellungseröffnung gebuchten Führungen: 2.500. Die Besucher werden mit Sicherheit nicht enttäuscht werden, die Ausstellung zeigt nicht nur „das schönste Museum der Welt", sondern auch die Schönheit der Welt. (A-D)

"DAS SCHÖNSTE MUSEUM DER WELT"

ESSEN - RUHRMUSEUM

ESSEN

RUHR MUSEUM

 

AB 12. Februar 2010 wird die Sonderausstellung „Das Große Spiel – Archäologie und Politik zur Zeit des Kolonialismus“gezeigt

 

Im neuen Ruhr Museum auf Zollverein ist hoher Besuch aus den Niederlanden eingetroffen. Charlotte Trümpler, Ausstellungsleiterin, konnte die Kopie der Büste der Nofretete in Empfang nehmen.

Sie wurde 1913 nach der Auffindung des Originals für Kaiser Wilhelm II. angefertigt. Als der Kaiser 1918 abdankte und sich ins Exil in die Niederlande begab, zog Nofretete mit um. mehr ...

 

Wer hat nicht schon von der "Schönen" aus Ägypten gehört.

Nofretete war die Gemahlin des ägyptischen Pharaos Echnaton. In Armana fand der Archäologe Ludwig Borchardt 1912 bei Ausgrabungen ihre Büste aus bemaltem Kalkstein. Schon in den 30er Jahren zweifelte Ägypten die Rechtmäßigkeit des Erwerbs durch den preußischen Staates an. Heute ist Nofretete im Neuen Museum in Berlin auf der Museumsinsel zu bestaunen. An der Kontroverse um ihre Rückgabe hat sich nicht geändert, eher hat die Debatte an Schärfe zugenommen. Die Ausstellung im Ruhr Museum " Das Große Spiel - Archäologie und Politik zur Zeit des Kolonialismus ist von großer Brisanz, denn sie thematisiert die Entdeckung der Nofretete und ihre Ausgrabung und den damit verbundenen rechtlichen Fragen. Warum die Forscher sich auf ihren Expeditionen größten Strapazen aussetzten, um antike Kulturen kennenzulernen und deren Schätze auszugraben, darauf versucht die Ausstellung ebenso eine Antwort zu finden.

 

ZWEI WELTEN Fotoausstellung von Annet van der Voort

Volkshochschule Essen

Foyer, 4. Etage

 

Die Wanderausstellung „Zwei Welten“ von Annet van der Voort wird in der Zeit vom 18. Februar bis zum 13. März in der Essener Volkshochschule präsentiert. Die niederländische Künstlerin fotografierte über einen Zeitraum von zwei Jahren Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte aus Nordrhein-Westfalen. Hierbei durften die jungen Menschen, die beispielsweise aus Afghanistan, Kasachstan, Korea und Somalia stammen, selbst entscheiden, ob ihr Porträt schwarz-weiß oder farbig sein sollte. Sie bekamen die Anweisung, nicht zu lächeln, sondern ihre wirkliches, „normales“ Gesicht zu zeigen. Überdies erarbeitete Annet van der Voort mit den Jugendlichen zusammen kurze Texte und Statements, die deren Lebenssituationen widerspiegeln. Sie beschreiben ihren Alltag, ihre Sorgen und Ängste und sprechen über ihre Zukunftspläne. Auf diese Weise wird jedem Porträt eine ganz besondere Individualität verliehen.

Die Fotografin macht bevorzugt Aufnahmen von Menschen in existenziellen Lebenssituationen. So sind in der Vergangenheit bereits Bilder von sehr jungen Müttern mit ihren Babies oder auch von sehr alten Menschen entstanden, wobei ihre Vorliebe der Porträtfotografie gilt. Annet van der Voort ist selbst Ausländerin und obwohl sie „gefühlsmäßig“ in Deutschland zu Hause ist, bleiben die Niederlande ihre wirkliche Heimat. Wie leben andere Menschen mit ihren zwei Welten? Diese Frage markiert den Ausgangspunkt dieser Ausstellung. Die Künstlerin wollte wissen, was die Jugendlichen denken und fühlen, denn für die Niederländerin bedeutet Integration, dass Menschen die Gesellschaft mit ihrem Anderssein bereichern.

Annet van der Voort, die mit analoger Kamera und ohne Kunstlicht arbeitet, möchte jedem Menschen ein individuelles Gesicht geben und dabei Raum für Fantasie und Interpretation des Betrachters lassen. Dies gelingt ihr mit ihren einfühlsamen sowie ausdrucksstarken Porträtaufnahmen und den entsprechenden Texten, die vielleicht nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Zugehen auf andere Menschen anregen können. (Lisa Wettlaufer)

Annett van der Voort Annett van der Voort
Annett van der Voort mit Thomas Kufen (Integrationsbeauftragter NRW) und Peter Renzel (Jugend, Bildung u. Soziales, Stadt Essen) bei  der Ausstellungseröffnung Annett van der Voort mit Thomas Kufen (Integrationsbeauftragter NRW) und Peter Renzel (Jugend, Bildung u. Soziales, Stadt Essen) bei der Ausstellungseröffnung
alle Fotos: Bernadette Ahmann alle Fotos: Bernadette Ahmann