"Ruhratoll" - Kunstinseln auf dem Baldeneysee
Unter dem Motto „Kunst ist Energie – Energie ist Bewegung“ beteiligt sich das Kunstprojekt Ruhr-Atoll im Kulturhauptstadt Europas 2010. Die vier Kunstinseln auf dem Essener Baldeneysee sind : ein U-Boot, ein Eisberg, ein Teegarten, ein Rettungsring und zwei Windräder. So unterschiedlich die einzelnen Kunstprojekte auch darstellen, allesamt greifen sie die Themenfelder „Kunst-Wissenschaft/Energie-Ökologie“ auf
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Kunstsommer im von der Heydt-Museum in Wuppertal
Für den Sommer 2010 hat sich das von der Heydt- Museum in Wuppertal etwas ganz besonderes einfallen lassen. Unter dem Motto "Kunstsommer" bietet das Atelier des Museums vom 15. 07 bis 15.08 Intensivkurse in verschiedenen Techniken an. Egal, ob Malerei mit Öl, Acryl oder Kohle, ob Aktzeichnen oder Bildhauerei, es darf experimentiert werden. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Die vielen Exponate im Museum bieten jede Menge Inspirationen für die eigene Kreativität. Ein selbstgeschaffenes Kunstwerk sein eigen nennen, wer möchte das nicht? Es müssen ja nicht gleich der "Blaue Fuchs" von Marc oder die Bilder Beckmanns als Vorlage gewählt werden.
Geeignet sind die Kurse sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene.
Kinder können u.a. bei dem Angebot "Mein Museum" an kreativen Atelieraktionen und Museumsbesuchen teilnehmen.
Prorammanforderung: Tel 0202-478 4105 oder vdh.museumspaedagogik@stadt.wuppertal.de
Anmeldungen werden ab sofort entgegen genommen!
"DAS GROSSE SPIEL - Archäologie und Politik zur Zeit des Kolonialismus (1860 - 1940)"
Fotos: Anja Schmidt, Anna Dettmer
Veranstaltungsort:
Ruhr Museum
Zollverein A 14
(Schacht XII, Kohlenwäsche)
Gelsenkirchener Straße 181
12. Februar - 13. Juni 2010
Öffnungszeiten: 10-19 Uhr
Das Ruhr Museum auf Zollverein zeigt nur einen Monat nach der Eröffnung die erste große Ausstellung „Das große Spiel" - Archäologie und Politik zur Zeit des Kolonialismus (1830-1940)." Die Idee zu der Ausstellung stammt von Frau Dr. Charlotte Trümpler, Leiterin der archäologischen Sammlung des Ruhr Museums. Die Kosten von 1.2 Millionen Euro wurden von Sponsoren aufgebracht.
Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Motive von Personen, die sich Ende des 19/Anfang des 20 Jahrhunderts unter großen Strapazen und unter Einsatz ihres Lebens auf Expeditionsreise begaben. Darunter sind bekannte Namen: Carl Humann, ein Essener, der den Pergamonaltar entdeckte, Lawrence von Arabien, Gertrude Bell, die Irakgründerin, Sven Hedin, der Asienforscher oder Graf Làslò Almàsy, der als Vorbild für den Film „Der englische Patient" bekannt wurde. Sie führten als erste Ausgrabungen im großen Stil durch und dokumentierten diese. Unterstützung für ihre ehrgeizigen Projekte fanden sie bei reichen Geldgebern, darunter waren Könige und Kaiser. Die Hilfe erfolgte nicht aus Uneigennützigkeit, imperiale Machtinteressen steckten dahinter. Das große Spiel um Geld, Macht und Prestige beherrschte zu diesem Zeitpunkt viele Nationen. England und Russland wetteiferten um territoriale Gebiete in Zentralasien. Aber auch andere europäische Staaten wollten teilhaben an dem großen Kuchen der lukrativsten Ausgrabungsplätze.
Die Ausstellung zeigt, wie sehr Politik und Archäologie miteinander verflochten waren und welche religiösen, politischen oder militärischen Motive ausschlaggebend waren für die Lebenswege der Entdecker. Errstaunlicherweise waren diese meistens keine Archäologen, sondern Ingenieure, Geologen, Architekten, Offiziere oder Priester. Ihre Expeditionen führten sie nach Nordafrika, den nahen Osten und Zentralasien
Archäologie ist heute ein extrem politisches Geschäft, betonte Prof. Gehrke, der Leiter des Archäolgischen Forschungsinstitut in Berlin, auf der Pressekonferenz vor der Ausstellungseröffnung. Er spielte damit auf die immer wieder aufflammenden Rückgabeforderungen archäologischer Fundstücke an. Sein Institut sei ein Forschungsinstitut, es arbeite in engster Kooperation mit 36 Ländern auf 4 Kontinenten. Absolut notwendig sei die Liebe zu dem Land, die Mitarbeiter müssen die Sprache können, die Kultur kennen und die kulturellen Codes beherrschen. Die Kollegen im Institut seien Experten für die einzelnen Länder. Archäologie sei nicht nur arbeiten an der Tradition, Archäologie gehöre zur nationalen Identität. Für eine gute Zusammenarbeit mit den verschiedenen Ländern habe sein Institut die besten Voraussetzungen, die Exponate bleiben im Herkunftsland. Der interdisziplinäre Gedankenaustausch zwischen den Kollegen funktioniere bestens.
Die Ausstellung thematisiert die Rückgabeforderungen, doch mehr noch fokussiert sie die rechtliche Seite, die sich mit der Ausgrabung archäologischer Stücke ergeben.
Die Biographien von 25 Personen, allesamt außergewöhnliche Personen, Entdecker und Pioniere, unterschiedlicher Nationen, stehen im Vordergrund der Präsentation. Bei der Dokumentation ihres Lebensweges wurden strenge wissenschaftliche Kriterien angewandt. Die Archäologie wird damit zur Wissenschaftsgeschichte.
In den Ausstellungräumen werden über 800 Objekte von insgesamt 65 Leihgebern, darunter große europäische Museen, wie der Louvre, die Bibliothèque Nationale de France, das British Museum oder das Pergamonmuseum gezeigt. Dank der guten Verbindungen von Frau Dr. Trümpler zu international bekannten Museen ist es gelungen, Objekte als Leihgaben zu bekommen, die noch nie in der Öffentlichkeit gezeigt wurden. Von dem Schweizerischen Institut für Bauforschung in Kairo bekam sie die komplette Grabungsausrüstung Ludwig Borchardts zur Verfügung gestellt. Eine Rarität ist auch der Expeditionsfilm von Graf Almàsy.
Die Gliederung der Ausstellung erfolgt in 12 Bereichen mit 32 Rauminszenierungen Die Bereiche haben den Charakter kleiner Theater mit eigenen Schauplätzen.
Präsentiert werden neben historischen Dokumenten, Karten und Filmen, darunter sind Dokumente, die die Orient Reise Kaiser Wilhelms II.1898 dokumentieren, Fotos, die einen der Bagdad Bahnhöfe zeigen und Luftaufnahmen von Libyen aus dem Jahr 1911/12, auch Fotoapparate, Aquarelle von französischer Generälen in Algerien um 1830, kostbare Seidenmalereien aus der Buddhistischen Zeit des 9. Jahrhunderts n.Chr., einzigartige Gefäße aus dem 3. Jahrtausend v.Chr. und Objekte, die in Zusammenhang mit der Vermessung Palästinas stehen und auf den größten Fälscherskandal verweisen.
Der erste Schauplatz ist eine Bibliothek. Hier starten die Besuche den Rundgang durch die Ausstellungsräume, er endet bei der Büste Nofretetes, der Schönen aus Äggpten und dem Star der Ausstellung. Es handelt sich um eine Kopie, die Kaiser Wilhelm II. anfertigen ließ. Er nahm die Kopie der Nofretete mit ins Exil, in die Niederlande. Das Original ist im Pergamonmuseum zu sehen. (Ha-K)
Öffnungszeiten:
Ruhr Museum
Zeche Zollverein
Ab 12. Februar 2010 wird die Sonderausstellung „Das Große Spiel Archäologie und Politik zur Zeit des Kolonialismus" gezeigt
Wer hat nicht schon von der "Schönen" aus Ägypten gehört.
Nofretete war die Gemahlin des ägyptischen Pharaos Echnaton. In Armana fand der Archäologe Ludwig Borchardt 1912 bei Ausgrabungen ihre Büste aus bemaltem Kalkstein. Schon in den 30er Jahren zweifelte Ägypten die Rechtmäßigkeit des Erwerbs durch den preußischen Staates an. An der Kontroverse um ihre Rückgabe hat sich bis heute nichts geändert, eher hat die Debatte an Schärfe noch zugenommen. Nofretete jetziges Domnizil ist im Neuen Museum in Berlin auf der Museumsinse.
Die Ausstellung im Ruhr Museum " Das Große Spiel - Archäologie und Politik zur Zeit des Kolonialismus“ ist von großer Brisanz, denn sie thematisiert die Entdeckung der Nofretete und ihre Ausgrabung und diskutiert die damit verbundenen rechtlichen Fragen. Warum die Forscher antike Kulturen kennenlernen wollten, deren Schätze ausgegraben haben und sich dabei großer Gefahr aussetzten, wird auch Gegenstand der Betrachtung werden.
Info: www.ruhrmuseum.de
Living Stones- Die Natur als Künstlerin
Gefalteter Glimmerschiefer (Foto: Thomas Wolf)
16.03.- 28.06.2009
Ruhr Museum
Zollverein A 14, (Schacht XII, Kohenwäsche) , Gelsenkirchener Str. 181
Die Ausstellung Living Stone zeigt Steine und Kristalle aus über 2 Milliarden Jahre , sowie Fotografien von Albert Renger-Patzsch, Alfred Ehrhardt, Karl Blossfeld und Thomas Wolf. Die ausgestellten Exponate und die Fotografien machen deutlich, dass Natur und Kunst ihre Form durch schöpferische Kräfte erhhalten. Die wunderbaren Steine werden in der Ausstellung wie kostbare Kunstwerke präsentiert.
In Vitrinen platziert oder auch auf Spiegeln positioniert kann der Betrachter sich mit all seinen Sinnen auf ihre einzigartige Schönheit einlassen. Denn jeder Stein hat seine eigene Biographie und spricht mit eigener Sprache. Vor 4,7 Milliarden Jahren wurde gleichzeitig mit unserem Sonnensystem der große Eisen-Nickel-Meteorit geboren, der aus dem Asteoroidengürtel zwischen Mars Und Jupiter stammt. Vor 30 000 Jahren stürzte er auf die Erde.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen. Begleitet wird sie von einem umfangreichen Rahmenprogramm, Führungen, Workshops, Lesungen und Vorträgen.
Eintritt 5 €uro, ermäßigt 3 €uro, Arbeitslose 1 €uro.
Bergkristallgruppe (Foto: Thomas Wolf)
Foto: Thomas Wolf
Kristallsteinkern eines Ammoniten in Eisenoolith
Foto: Anja Schmidt
Langenberg
Fotorealismus
In der Galerie Larose in Langenberg sprach der künstler "Bernd Over" im Rahmen eines Events über den Fotorealismus. Einem interessiertem Publikum demonstrierte er diese Technik, die erst in den späten 60er und in den frühen 70er Jahren bekannt wurde. Der Fotorealismus. basiert auf einer extrem realistischen Malweise, wobei die POP Art in den USA für diesen Stil richtungsweisend war. Bernd Over hat ein Kunststudium absolviert, ist Auftragsmaler und gelernter Plakatmaler. Mitgebracht hatte er sein Erstlingswerk "Jacqueline Kennedy", welches die anwesenden Gäste, unter ihnen waren viele Hobbymaler, bewundern konnten.
www.galerielarose.de