Andreas Dresens „Halt auf freier Strecke“
Ein Krankenhausflur. Ein Sprechzimmer, Abteilung Neurologie. Ein Arzt im weißen Kittel, der in sachlichen Worten die Computertomografie eines Gehirns analysiert. Diagnose: Gehirntumor. Bösartig. SEHR bösartig. Nicht operierbar. Ein Ehepaar, das dem Monströsen zunächst nur Schweigen entgegen setzen kann. So beginnt Andreas Dresens großartiger Film „Halt auf freier Strecke“, der vom Sterben erzählt, aber auch vom Leben.
Frank (großartig gespielt von Milan Peschel), dem Ehemann und Familienvater, Hobby- Gitarristen und DHL-Mitarbeiter, bleiben nur wenige Monate. Der Film begleitet den Verfall dieses Mannes, wie er zunehmend die Orientierung verliert, wie er gegen die von Chemotherapie und Medikamenten erzeugte Übelkeit kämpft, wie sich seine Persönlichkeit verändert, er plötzlich aufbrausend wird gegenüber seiner Frau Simone (Steffi Kühnert) und den Kindern, der Teenager-Tochter Lili (Talisa Lilli Lemke) und dem Neunjährigen Mika (Mika Nilson Seidel). Wie er dann wieder weint wie ein Kind und der Welt verzweifelt entgegen schleudert: Ich will nicht sterben. Wie er immer schwächer und hilfloser wird, irgendwann nicht mehr Sprechen kann und sein Sterben schließlich doch akzeptiert. Wie er zu Hause, im erst vor kurzem erworbenen Reihenhaus, endlich stirbt.
Der Film erzählt auch die Geschichte von Franks Familie. Frank hat Glück, dass er diese Familie hat, meint Regisseur Andreas Dresen beim Publikumsgespräch in der Lichtburg. Wie geht eine Familie damit um, wenn sie so plötzlich mit dem Sterben konfrontiert wird? Ehefrau Simone versucht die Familie zusammen zu halten, unterstützt ihren Mann bedingungslos- und wünscht sich am Ende doch, dass es endlich, endlich vorbei ist. Die Kraft ist aufgebraucht. Und das Leben geht weiter. Zum Schluss, der Vater ist gerade entschlafen, spricht die Tochter, deren Hobby Turmspringen ist, den Satz aus, der den Weg zurück ins Leben weist: „Ich muss zum Training“.
Regisseur Dresen ist ein Film gelungen, der die Zuschauer zu Tränen rührt und dann trotz des ernsten Themas wieder herzhaftes Lachen hervorzaubert. Wenn Franks Gehirntumor zum Beispiel in Form eines Schauspielers immer wieder mit ihm spricht und sogar in der Harald-Schmidt-Show interviewt wird. Oder Frank und Simone gemeinsam überlegen, wo sie sowieso nie hinfahren wollten. Oder Sohn Mika den Vater auf dem Sterbebett unschuldig fragt, ob er denn sein I-Phone erben kann. Besondere Authenzität bekommt der Film durch die Ärzte und Krankenschwestern, die Sterbebegleiter und Psychologen, die diese Berufe auch im echten Leben ausüben und im Film nicht nach Drehbuch spielten, sondern einfach ihren Job machten – und dies auf sehr beeindruckende Weise. Ein Film, dem man sehr, sehr viele Zuschauer wünscht.
Ab Donnerstag, 17.11.2011 im Kino
Hell - Die Sonne wird Euch verbrennen
Astra, 17.09. 20.15 Uhr
mit Regisseur Tim Fehlbaum und den Hauptdarstellern Hanna Herzsprung und Stipe Erceg
Die Worte zu Beginn "Ich habe mir den Film alleine im Eulenspiegel angeschaut - Eine Kinoerfahrung, die ich nicht nochmal machen möchte" wurden anfangs vom Publikum belächelt, nach 90 Minuten allerdings mit jeder Muskelfaser kräftigst bestätigt.
2016 - auf der Erde herrscht Untergangsstimmung. Die Erdtemperatur ist um 10 Grad gestiegen. Kein Korn wächst mehr auf den Feldern, die Sonne verbrennt jede einzelne Lebenszelle, die sich traut auch nur unter ihre Augen zu kommen. Die wichtigsten Güter: Wasser und Benzin. Darwin hätte seine Freude gehabt, denn überleben schaffen nur wenige. Marie, ihre Schwester Leonie und Phillip sind unterwegs auf der Suche nach Wasser und Lebensraum. Auf dem Weg treffen sie auf Tom, der sich mit Benzinhandel am Leben hält. Zu viert im Auto mit einigen Lebensmittel- und Benzinvorräten zeigen andere Überlebende ein natürliches gesteigertes Interesse an ihnen. So wird der Zuschauer in einen Kampf um's Überleben geworfen, der den Hollywood-Thrillern alle Ehre macht. Gleißendes Licht bestimmt dabei die Atmosphäre und die Sonne lässt die Menschen nur noch vermummt in ihr wandeln.
Der Film ist von der Kolorierung eher farblos - alles ist von der Sonne ausgebleicht. Alles andere als farblos sind allerdings die Schauspieler und der Film im Gesamtpaket. Er versteht es den Kinozuschauer in seinen Bann zu ziehen, zu fesseln und erst wieder loszulassen, wenn alles vorbei ist. Nach 90 Minuten krampfhafter Muskelanspannung, die im Flug vergehen, sind Lockerungsübungen die notwendige Konsequenz. Aber auch danach lässt einen der Film nicht wirklich los und Fragen wie "Wie weit bist Du bereit für Dein Leben zu gehen?" und Aussagen wie "Wir haben den großen Luxus in einem Land zu leben, in dem wir nett zueinander sein können" werden uns mit größter Sicherheit auch noch eine zeitlang danach beschäftigen.
Als Hinweis darauf, was uns im Film erwartet, und als kleine Geste der Menschlichkeit wurden zu Beginn Feuchttücher an die Kinogänger verteilt. Zu Gast waren an diesem Abend der junge Nachwuchsregisseur Tim Fehlbaum und die Hauptdarsteller Hanna Herzsprung und Stipe Erceg. Herrlich unverbraucht erzählte Fehlbaum von den Dreharbeiten und seiner Schauspielersuche: Hanna Herzsprung wollte er schon immer in dem Zombiefilm, der Hell eigentlich werden sollte, als Hauptdarstellerin engagieren und Stipe Erceg? "Er ist doch die perfekte Besetzung für ein Endzeitdrama. Guckt ihn Euch doch an."
"Hell" - die Zweideutigkeit ist nicht zufällig - ist ein astreiner Genrefilm, der jedem aufwendig produzierten Thriller aus Hollywood allemal das Wasser reichen kann. Beim Fantasy Filmfestival gewann er den Publikumspreis, und das völlig zurecht. Bleibt nur zu sagen: Unbedingt anschauen und weiter sagen, damit wir uns auch ein weiteres Mal und noch eins, und noch eins und noch eins... von Fehlbaum im Kino fesseln lassen dürfen - und soll es der Zombiefilm sein, dann sei es so.
BeA
Kinostart am 22.09.
"DIE NORDSEE VON OBEN"
Der Dokumentarfilm zeigt „Die Nordsee von oben“
Das Watt, gesehen mit den Augen eines Vogels
Essener Premiere am 16. Juni im ASTRA-Theater
von Nina Jung
Inseln, deren Sandbänke von wechselnden Blautönen umspielt werden, von dunkelblau bis türkis. Von Wind und Wellen zerklüftete Felsen, auf denen tausende Seevögel brüten. Riesige Sandflächen, in die das sich zurückziehende Meer feine Linien gezeichnet hat. Und immer wieder das weite, tiefblaue Meer. Die Rede ist nicht etwa von der Karibik, sondern von der „Nordsee von oben“. Die Filmemacher Silke Schranz und Christian Wüstenberg zeigen die Nordsee erstmals ausschließlich aus der Vogelperspektive in atemberaubend schönen Bildern – auf einer Reise entlang der deutschen Nordseeküste von Emden in Ostfriesland über das Weltnaturerbe Wattenmeer, die Elbe stromaufwärts bis Hamburg über die Inseln und Halligen bis zum nördlichsten Punkt Deutschlands, nach Sylt.
Das Wattenmeer wurde 2009 von der UNESCO als „eine überragende Naturerscheinung von außergewöhnlicher und ästhetischer Bedeutung“ gewürdigt und zum Weltnaturerbe gekürt – angesichts dieser Aufnahmen verwundert es nicht, dass die weltweit größte zusammenhängende Wattlandschaft in einem Atemzug mit anderen Naturschönheiten wie den Galapagos-Inseln und der Serengeti erwähnt wird. Erstaunlich, was ein Perspektivwechsel bewirken kann. Die Aufnahmen verändern den Blick auf die Nordsee grundlegend. Sie zeigen die Anmut, die Würde, die atemberaubende Schönheit dieser einmaligen Naturlandschaft.
Neben den atemberaubenden Naturaufnahmen zeigt der Film, wie einschneidend der Mensch dieses einmalige Gebiet bereits verändert hat. Gigantische Ozeandampfer durchpflügen die begradigte Elbe mit ihren Schiffsschrauben, in riesigen Containerhäfen werden Güter für die ganze Welt verladen und RWE betreibt mittendrin eine Ölbohrinsel. Doch daneben gibt es auch zahlreiche Beispiele für gelungenen Naturschutz: Kormorane brüten wieder auf dem Boden einer Insel, auf die Menschen seit kurzem keinen Zutritt mehr haben und die Robben sind auf eine gesunde Population angewachsen, nachdem sie fast ausgerottet waren.
Unterhaltsam wird der Film auch durch die vielen Geschichten, die er auf der Reise entlang der Küste erzählt – dem Leben auf den Inseln und den ungewöhnlichen Berufen, die sich in der Einsamkeit mancher Orte finden lassen. Da ist der Postbote, der zwei Stunden durchs Watt watet, um einer einzigen Familie die Post zuzustellen, der alte Krabbenfischer, der geduldig seine Reusen leert und die Biologin, die ein halbes Jahr allein auf einer Vogelschutzinsel ausharrt, um die Vögel zu zählen. Aufnahmen von traditionsreichen Küstenorten wie Stade mit seiner wunderschönen Altstadt oder Hamburg mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten, machen Lust, dem Norden mal wieder einen Besuch abzustatten.
Gefilmt wurden die außergewöhnlichen Bilder mit einer speziellen Helikopterkamera, die ursprünglich für Spionage- und Beobachtungsflüge des US-Geheimdienstes CIA entwickelt wurde. Das extrem leistungsstarke Objektiv der „Cineflex“ misst fast 30 Zentimeter im Durchmesser und liefert gestochen Scharfe und ruckelfreie Bilder. Selbst wenn der Hubschrauber in 1000 Metern Höhe mit 100 Stundenkilometern unterwegs ist, kann der Kameramann das Teleobjektiv exakt auf einzelne Vögel in ihren Nestern heranzoomen - und ist so mitten im Geschehen, ohne die Tiere zu stören.
Die Idee zum Kinofilm kam den beiden Reisedokumentarfilmern auf dem heimischen Sofa – als sie einige der Luftbildaufnahmen in der Arte-Reihe "Deutschlands Küsten" sahen. Sie fragten sich, ob es noch mehr dieser spektakulären Aufnahmen gab- und setzten sich mit der Hamburger Produktionsfirma VIDICOM in Verbindung. Die hatte 40 Stunden nicht gesendetes Material auf Lager. Die eindrucksvollsten Bilder haben die Filmemacher schließlich in einjähriger Arbeit für die Kinoleinwand zusammengestellt. Eine Auswahl, die nicht immer leicht gefallen ist, wie die beiden Filmemacher einräumten. Nachvollziehbar – die Bilder machen Lust auf mehr Meer.
Deutschland 2011; 90 Min.; Regie: Silke Schranz, Christian Wüstenberg; mit Luftbildern von Peter Bardehle und Klaus Stuhl
Kinostart: 9. Juni 2011
Alle Termine und weitere Infos zum Film unter
BLACK SWAN
Für Nina gibt es nur das Ballett. Ein Leben außerhalb existiert für sie nicht. Nina (Natalie Portman) übernimmt die Hauptrolle in Tschaikowskis "Schwanensee", mit dem das New Yorker Ballett seine Saison eröffnen wird. Obwohl es für die Tänzerin der ganze große Durchbruch werden kann, wird sie von heftigen Selbstzweifeln geplagt. "Wird sie es schaffen, die Rolle des schwarzen Schwans, so umzusetzen, wie es der exzentrische Ballettmeister von ihr verlangt"?
Gnadenlos übt er beständig Kritik an ihr, nicht verführerisch genug sei ihr Tanz, ihrer Ausstrahlung fehle es an Erotik. Nina wird immer nervöser, immer mehr mutet sie ihrem Körper zu, trainiert bis zum Umfallen, bis die Zehen bluten und auch die kompliziertesten Tanzübungen perfekt sitzen. Sie sieht sich einem permanenten Druck ausgesetzt, der selbstzerstörerisch wirkt. In ihrem rosa Kinderzimmer, vor ihrer Mutter verborgen, die sie immer noch wie ein Kind behandelt und argwöhnisch überwacht, schneidet sie sich ihre Fingelnägel soweit herunter, dass sie anfangen zu bluten. Als die Tänzerin Lily auf der Bildfläche erscheint, wird alles noch schlimmer. Die Rivalin lässt keine Gelegenheit aus, ihr die Rolle streitig zu machen. Nina fühlt sich immer mehr in die Enge getrieben, die Exzesse häufen sich, Realität und Traum vermischen sich. Ihre Karriere wird zum Alptraum. Auch dem Zuschauer fällt es nicht leicht, herauszufinden, was Fantasie, was Wirklichkeit ist. Der Film erlaubt einen schonungslosen Blick hinter die Kulissen des Balletts und zeigt die Grausamkeit einer Welt, in der nur der Erfolg zählt.
Essen - Lichtburg
Film „SATTE FARBEN VOR SCHWARZ“
Eine kompromisslose Liebe bis in den Tod –
hochkarätig besetztes Drama mit Bruno Ganz und Senta Berger,
in Anwesenheit der Hauptdarsteller und der Nachwuchsregisseurin Sophie Heldman fand die Premiere in der Lichtburg in Essen statt
von Nina Jung
Alt werden will jeder, wer aber will alt sein? Plötzlich geht es um Fragen wie: Was bleibt? Was kommt noch? Wie wollen wir den Rest unseres Lebens verbringen? Was passiert, wenn wir krank werden?
Anita (SENTA BERGER) und Fred (BRUNO GANZ) sind seit mehr als 50 Jahren ein Paar und fast genauso lange glücklich verheiratet. Sie haben zwei erwachsene Kinder, das Abitur der Enkelin steht kurz bevor. Gemeinsam können sie auf ein erfülltes Leben zurückblicken- und genießen es auch im Ruhestand noch in vollen Zügen. Das Haus eine bürgerliche Oase mit malerischem Garten und Schwimmbad.
Die Entfremdung beginnt, als Fred die Diagnose Prostatakrebs bekommt und sich das Paar plötzlich mit Krankheit und Todesangst konfrontiert sieht. Existentielle Fragen dringen in die wohlgeordnete Paaridylle. Das Nichtausgesprochene, die fehlenden Antworten stellen sich zwischen sie wie eine Wand. Angesichts der bewusst gewordenen eigenen Endlichkeit fehlt den so Vertrauten zum ersten Mal der Zugang zueinander. Nach all den gemeinsamen Jahren will Fred einen Ort für sich, an dem er Zeit zum Nachdenken hat und mietet eine eigene Wohnung an. Für Anita eine derart tiefe Verletzung, dass sie erstmals die Beziehung in Frage stellt und sich selbst eine Bleibe in einer luxuriösen Seniorenresidenz sucht.
Dieser feine, zarte Film über Liebe, Leben und Tod wirft unbequeme und moralische Fragen auf: Wie gehen wir in der Gesellschaft, in unserem eigenen Leben mit dem Tod um? Wie altern und sterben wir in Würde? Anita und Fred finden am Ende doch wieder zueinander – und gemeinsam eine radikale Antwort: den gemeinsamen Suizid. Gehört ein selbst bestimmter Tod in Würde zu einem glücklichen Leben, wie der Film suggeriert, oder ist es- wie ein Zuschauer im Anschluss an den Film fragt, feige, sich mittels Suizid so aus dem Leben zu stehlen, ohne Rücksicht auf die Hinterbliebenen? Fragen, die sich letztendlich jeder selbst beantworten muss.
Es ist keine leichte Kost, die sich die junge Regisseurin Sophie Heldman für ihr Debüt ausgesucht hat. Der Film, der gleichzeitig ihr Abschlussfilm für die Deutsche Film- und Fernsehschule in Berlin ist, beruht auf einer wahren Geschichte aus ihrem eigenen Umfeld. Inszeniert hat sie ihn mit viel Fingerspitzengefühl, ohne falsches Pathos und mit genügend Raum für ihre Figuren, deren Dialoge und Entscheidungen beim Zuschauer noch lange nachhallen. Seine beeindruckende Wirkung entfaltet der Film nicht zuletzt auch durch seine beiden hochkarätigen Hauptdarsteller Senta Berger und Bruno Ganz, die in diesem Film zum ersten Mal gemeinsam vor der Kamera stehen.
Deutschland / Schweiz 2009. Regie: Sophie Heldman. Darsteller: Bruno Ganz, Senta Berger, Barnaby Metschurat, Carina Wiese, Leonie Benesch u.a. Länge: 85 Minuten
Filmstart: 13.1.2011
„Am Anfang war das Licht“
Dokumentarfilm
Premiere in Anwesenheit des Regisseurs P.A. Straubinger mit Diskussion
Lichtburg Essen, 26. Oktober 2010, 19.30 Uhr
Täglich verhungern etliche Menschen auf unserem Planeten, doch es soll auch Menschen geben, die jahrelang, manche gar jahrzehntelang weder essen noch trinken – und sich ausschließlich von Licht ernähren. In seinem Dokumentarfilm „Am Anfang war das Licht“ hat sich der österreichische Filmemacher P.A. Straubinger auf die Suche gemacht nach jenen seltenen Exemplaren der Gattung Mensch, die zur Existenz nichts weiter als „Prana“, Lichtnahrung benötigen.
Ein Phänomen, das angeblich in allen Kulturen, auf allen Kontinenten seit Jahrhunderten bekannt ist. So soll zum Beispiel der Schweizer Einsiedler Nikolaus von Flüe im 15. Jahrhundert die letzten 19 Jahre seines Lebens ohne feste oder flüssige Nahrung prächtig ausgekommen sein. Auch heute findet Straubinger rund um den Globus Menschen, die sich eigenen Angaben zufolge nur von Licht ernähren. Da ist die Australierin Jasmuheen, die vorgibt, seit 1993 ohne feste Nahrung auszukommen und nur hin und wieder ein Stück Schokolade zu genießen, weil sie den Geschmack so vermisst. Bekannt wurde Jasmuheen als Erfinderin des dreiwöchigen „Lichtnahrungsprozesses“, einer radikalen Fastenkur, bei der in den ersten sieben Tagen weder getrunken noch gegessen, in den letzten beiden Wochen nur getrunken wird. Eine Praxis, die sich nicht unbedingt zur Nachahmung empfiehlt, wird doch der Tod von bereits drei Menschen mit dem „Lichtnahrungsprozess“ in Verbindung gebracht. Auch eine übergewichtige Russin und ein Deutscher mit Doktortitel behaupten, seit mehreren Jahren „Lichtesser“ zu sein. Der indische Yogi Prahlad Jani soll sich gar mehr als 70 Jahre nur von Licht ernähren.
Esoterischer Unsinn oder ein wissenschaftlich belegbares Phänomen? Während einige interviewte „Lichtesser“ eine wissenschaftliche Untersuchung schlichtweg ablehnen – z.B. mit dem Hinweis, dies sei „eine Beleidigung der ganzheitlichen Ebene“ – sind andere sehr daran interessiert, ihre ungewöhnlichen Ernährungsgewohnheiten auf eine wissenschaftliche Basis zu stellen. So ließ sich Yogi Prahlad Jani 2003 zehn Tage von einem Ärzteteam in einer indischen Privatklinik rund um die Uhr beobachten. Angeblich, ohne zu essen oder zu trinken. Erlaubt war nach einigen Tagen nur das Gurgeln mit Wasser, die Menge des Wassers wurde vor und nach dem Gurgeln gewogen. In der Blase von Prahlad Jani bildete sich trotzdem Urin, dieser verschwand jedoch angeblich auf wundersame Weise nicht auf natürlichem Weg durch die Harnröhre, wie auch die Ärzte beteuern, sondern laut Yogi durch die Blasenwand. Wer´s glaubt. Ein weiterer vermeintlicher Lichtesser zeigte nach einigen Tagen in einer wissenschaftlichen Studie Anzeichen einer Fastenkur und verlor 2,6 kg. Die wissenschaftliche Beweisführung steht also auf noch recht wackligen Füßen. Dennoch folgt Regisseur Straubinger in seiner Dokumentation in weiten Teilen den Angaben der interviewten Lichtesser und suggeriert, das Phänomen Lichtnahrung existiere tatsächlich. Trotz mehrjähriger Recherche lässt er kaum skeptische Stimmen zu Wort kommen.
„Es gibt Menschen, die sich nur von Licht ernähren. Glauben Sie das?“ fragt das Filmplakat. Dass es hier mehr um Glauben als um Wissenschaft geht, zeigt auch die anschließende Diskussion zum Film mit Regisseur P.A. Straubinger. Mit dabei auch der Autor und Regisseur Wolfgang Kuby, der behauptet, mittels seines Bewusstseins seine Querschnittslähmung geheilt zu haben und die ebenfalls im Film porträtierte Qigong-Meisterin Tian Ying aus China. Auch sie eine Lichtesserin, die meint, Lichtenergie,, „Bigu“ genannt, auf Menschen übertragen zu können- und das sogar via Internet. Der Moderator und Kriminalbiologe Dr. Mark Bennecke versuchte zwar mit skeptischen Fragen Licht ins Dunkel des Phänomens zu bringen, doch leider erhielt er meist ausweichende Antworten. So wollte Lichtenergetin Tian Ying nicht so recht angeben, wie viel Obst sie denn nun in der Woche esse. Zu Hilfe eilte nach mehreren Nachfragen Autor Kuby, der meinte, dass dieses Phänomen quantitativ nun einmal einfach nicht zu verstehen sei. Regisseur Straubinger ergänzte, dass auch Jasmuheen bereits beim Essen eines Salats gesichtet wurde, dies jedoch noch lange kein Beweis dafür sei, dass sie sich nicht tatsächlich von Licht ernähren könne. Grundsätzlich wünscht sich Straubinger mehr wissenschaftliche Forschung zum Thema. Nach der Diskussion kommt das Publikum in den Genuss einer Lichtenergieübertragung von Tian Ying, die das Verlangen nach Speisen deutlich dämpfen soll. Mit geschlossenen Augen lauschen die Premierengäste dem Singsang und den beruhigenden Worten der Qigong-Meisterin.
Am Ende des Abends bleibt Skepsis - und der unwiderstehliche Drang, sich den in Materie gefassten Lichtteilchen eines Fast-Food-Menüs hinzugeben.
(NJ)
Film „SATTE FARBEN VOR SCHWARZ“
Essen - Lichtburg
Kleinstatthelden
Welturaufführung in der Lichtburg mit Regisseur und Hauptdarstellern
20. Oktober 2010, 20.00 Uhr
„Kleinstatthelden“ ist ein Film übers Scheitern. Janosch, Anfang 20, erfolgloser Musiker – fährt übers Wochenende widerwillig in seine Heimatstadt Lüdenscheid. Raus aus der Großstadt in Richtung Provinz und Vergangenheit. Auf dem Weg lernt er die naive und unbeschwerte Lina kennen. In Lüdenscheid versucht Janosch dort anzuknüpfen, wo er aufgehört hat. Doch es ist nicht mehr so wie es mal war. Alles hat sich verändert. Und nicht nur er gehört zu den Verlierern des Lebens…
„Kleinstatthelden“ ist der erste Film des geborenen Lüdenscheiders Marc Schaumburg. Zeitweise witzig, zeitweise kurios, zeitweise romantisch. Leider sind die Dialoge häufig etwas ab- und aus der Luft gegriffen und einige Szenen wirken wie gestellte Theaterinszenierungen. Alles in allem hätte mehr aus dem Stoff rausgeholt werden können, doch es ist ein solides Debut, das Schaumburg mit „Kleinstatthelden“ auf die Leinwand gebracht hat. Er zeigt eine interessante Herangehensweise an das Thema Scheitern, an die Berührung mit der eigenen Vergangenheit. Was bleibt, wenn wir aus unserer Heimat fortgehen? Wer sind unsere wirklichen Freunde? Schonungslos ist es geworden, das erste Leinwandbaby Schaumburgs, doch lässt es die Hoffnung nicht außen vor – und vor allen Dingen nicht die Liebe.
In der Lichtburg moderierte Katja Mitchell, bekannt aus Zimmer frei. Der Abend begann vielversprechend. Die Bands Eskimo & Soulions und Kleinstadthelden gaben jeweils ein kleines Solokonzert fürs zahlreich erschienene Publikum und performten u. a. auch die Hits aus dem „Kleinstatthelden“-Soundtrack. Nach der Filmvorführung standen Regisseur Marc Schaumburg und die gesamte Schauspielerriege dem Publikum Rede und Antwort und plauderten ein bisschen aus dem Nähkästchen, was nicht zuletzt Katja Mitchell zu verdanken war. Die „Kleinstatthelden“ sorgten so für einen netten Abend in der Lichtburg.
(Be-A)
Hochzeitspolka
Publikumsgespräch mit Regisseur Lars Jessen
Astra-Theater :: 30.09.2010, 20.15 Uhr
Polen und Deutsche, Deutsche und Polen – eine Beziehung, die auch immer noch voller Vorurteile steckt. Diese Vorurteile werden in Lars Jessens neuen Film aufgegriffen und humorvoll aufbereitet. In der polnischen Provinz treffen Deutsche und Polen bei der völkerübergreifenden Hochzeit von Frieder (Christian Ulmen) und Gosia (Katarzyna Maciag) aufeinander. Das Chaos ist vorprogrammiert als Frieders ehemalige Rockband-Kollegen der legendären Band „Heide Hurricane“ uneingeladen auf der Bildfläche erscheinen. Frieders Vergangenheit trifft auf seine Gegenwart und Zukunft als konservativer Ehemann. Es beginnt eine Tragikomödie voller Missverständnisse und aufgeladener Stimmung.
Die „Hochzeitspolka“ ist auf jeden Fall ein Garant für einen unterhaltsamen Kinoabend. Durch die zeitnah aufeinanderfolgenden Klischees wirkt „Hochzeitspolka“ mit der Zeit überladen und etwas überdreht. Sehr gut ist die Leistung aller Schauspieler, die sehr authentisch ihre Rollen verkörpern, ohne dass es angestrengt wirkt. Vor allem Christian Ulmen ist die Rolle des Frieders wie auf dem Leib geschrieben. Glaubhaft spielt er die Irrungen und Wirrungen im Leben des norddeutschen Provinzlers in der polnischen Einöde.
Auch Regisseur Lars Jessen ist überzeugt von den Leistungen Christian Ulmens, den er bereits seit elf Jahren kennt. „Er ist ein angenehmer Schauspieler“, bestätigte er am Donnerstag im Astra-Theater. Außerdem sei er sehr leidensfähig, so wurde Ulmen viermal mit leerem Tank losgeschickt und kam dennoch immer wieder fröhlich zu den Dreharbeiten. Die Beweggründe zu „Hochzeitspolka“? „Wir wollten einen Film darüber machen, was es bedeutet Deutschland in der heutigen, globalisierten Welt zu sein.“ Und tatsächlich gibt es auch heutzutage noch reichlich Klischees auf beiden Seiten – auf der polnischen und auf der deutschen – davon konnte sich das Filmteam während ihren Dreharbeiten in Polen überzeugen. Jessens Fazit: „Man muss herzhaft lachen können, das ist die Voraussetzung für wirkliche Annäherung.“
(Be-A)
Jüd Süß – Film ohne Gewissen
Premiere in der Lichtburg am 17.09.2010
Wie nähert man sich historischen Sachverhalten, die dazu noch so ernst sind? Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Auch Oskar Roehler kann sie mit seinem Film „Jud Süß – Film ohne Gewissen“ nicht beantworten. Doch hat wohl Quentin Tarantino Maßstäbe gesetzt, als er Hitler in „Inglorious Bastards“ in einem Kugelhagel sterben lässt anstatt durch Selbstmord. So lässt Roehler in seinem Film jüdische Häftlinge 1944 Löcher in Felder graben, wo ein KZ entsthehen soll – Auschwitz. Dass die Frau des Schauspielers Veit Harlan in Roehlers Film eine Vierteljüdin und nicht wie in der Realität eine Katholikin war, erklärt er bei der Premiere in der Lichtburg damit, dass er ihre Zweifel an der Rolle ihres Mannes besser verständlich machen wollte. War das nötig? Martina Gedeck spielt diese Rolle wie immer fabelhaft. Auch Tobias Moretti zeigt eine gute Leistung, vermag das promiskuitive Verhalten und die Neigung zum Alkohol bei Veit Harlan darzustellen. Er zeigt die Zerrissenheit des Schauspielers, das Schwanken zwischen Gewissen und Ruhmsucht. Doch dafür hätte der Film auch kürzer sein können. Auf gewisse Fragen geht der Regisseur nicht ein, z.B. warum Harlans Tochter nichts mehr von ihm wissen möchte. Man fragt sich, was wirklich mit seiner Frau passiert ist, wurde sie wie im Film, weil Vierteljüdin, vergast? Die anderen Frauenrollen sind alle geschmacklos, die Sexszene beim Bombenalarm mit Gudrun Landgrebe völlig daneben. Wenn der Film das mörderische Verhalten während der NS-Zeit zeigen soll, ist die Frage ob man mit solchen Bildern nicht auf sich selbst ein schlechtes Bild lenkt und das eigene Gewissen in Frage stellt.
Moritz Bleibtreu wird seiner Rolle als Goebbels nicht gerecht. Aus heutiger Sicht erscheint Goebbels lächerlich und so spielt Bleibtreu ihn auch. Das Dämonhafte des Propagandaministers kommt an zwei Stellen durch, untermalt durch laute dramatische Musik – ein einfaches filmisches Mittel. Ansonsten ist die Rolle an der Grenze zur Albernheit und Peinlichkeit. Tucholsky schrieb: Satire darf alles. Dann sollte sie aber auch durchweg Satire sein. Bei Roehler verschwimmen die Grenzen zwischen Ernsthaftigkeit und Persiflage. Schade – das hätte ein interessanter Film werden können.
THIS IS LOVE
Foto: Anna Dettmer, Corinna Hartouch und Jürgen Vogel in "This is Love"
THIS IS LOVE - Premiere mit Corinna Harfouch, Jürgen Vogel und Matthias Glasner - Lichtburg - 10.11.2009 - 20:00 Uhr.
Sechszehn Jahre ist es her, seitdem ihr Mann verschwand. Maggie (Corinna Harfouch) hat dieses niemals verkraftet und ihren Glauben an die Liebe verloren. Bis zu dem Tag an dem die Kommissarin den
introvertierten Chris (Jens Albinus) verhören muss. Dieser kauft zu-sammen mit Holger (Jürgen Vogel) in Saigon Kinder aus Bordellen frei und verkauft diese an kinderwillige Paare in Deutschland.
Für die 9-jährige Jenjira (Lisa Nguyen) ließen sich keine Eltern finden, so dass sie bei Chris bleibt. Nun ist Jenjira verschwunden und Maggie versucht herauszufinden, was mit ihr passiert ist.
Während der Verhöre entwickelt sich eine Bezie-hung zwischen Maggie und Chris.
„This is love" ist der erste Kinofilm des Regisseurs und Autors Matthias Glasner seit seinem mit dem Silbernen Bären ausgezeichneten Film „Der freie Wille" (2006). „This is love" ist ein Film
über die Liebe und über deren verschiedene Erscheinungsformen. Manchmal ruhig, manchmal ausgelassen, manchmal verstörend, aber immer nah dran erzählt Glasner, wie jeder Protagonist die Liebe auf
seine Art sucht und findet. Unterschiedliche Erzählstränge treffen sich im Verhörraum, in dem sich die beiden Hauptprotagonisten gegenseitig ihre Geschichte erzählen.
„This is love" ist nicht Schwarzweißmalerei, sondern zeigt das Leben in seinen unterschiedli-chen Grautönen. Der Film brilliert durch seine Herangehensweise an ein nicht einfaches Thema und durch
die hervorragenden Darsteller. Selbst die 11-jährige Lisa Nguyen kann sich mit ihren Leistungen neben den Profis sehen lassen. Das Premierenpublikum in der Lichtburg zeigte sich begeistert und
dankte Glasner, Harfouch und Vogel mit langanhaltendem Ap-plaus. „This is love" sollte sich niemand entgehen lassen. (Bernadette Ahmann)
"Es kommt der Tag"
Foto: Anja Schmidt
Lichtburg
Deutschlandpremiere mit Iris Berben
Um Ende der 1970er Jahre in den Untergrund gehen zu können, gab Jutta ihre Tochter zur Adoption frei. Heute lebt sie als Judith (Iris Berben) mit ihrem Mann (Jacques Frantz) und zwei Kindern auf einem Weingut im Elsass, wo niemand von ihrer kriminellen Vergangenheit weiß. Eines Tages taucht ihre mittlerweile erwachsene Tochter (Katharina Schüttler) auf dem Weingut auf. Getrieben von einer großen Wut will sie wissen, warum ihre Mutter sie damals verlassen hat. Mehr noch, sie fordert von Judith, dass sie sich stellt, doch diese hält weiter an ihren Idealen fest. So gerät das glückliche Familien Leben aus dem Gleichgewicht. Iris Berben und Katharina Schüttler liefern sich in diesem Film einen intensiven Schlagabtausch, der sich aus Wut, Verzweiflung und Trauer zusammensetzt. Die Interessen und Motive beider Seiten werden beleuchtet, sodass es dem Zuschauer nicht leicht gemacht wird, sich für eine der beiden Frauen zu entscheiden. Der Film konfrontiert die Radikalen der 68er mit der Generation ihrer Kinder und stellt die Frage nach Idealen und wie weit man für sie gehen darf.
Am Montag, den 28. September fand, in Anwesenheit der brillianten Iris Berben, die Deutschland-Premiere in der Essener Lichtburg statt. Der vielversprechende Nachwuchsschauspieler Sebastian Urzendowsky (Judiths Sohn) und Katharina Schüttler waren leider kurzfristig verhindert. Das Premierenpublikum zeigte sich begeistert, wozu sicherlich nicht zuletzt die besondere Atmosphäre der Lichtburg beitrug. Gerade für Bewunderer Iris Berbens ist dieses ergreifende Familiendrama ein Muss. (Lisa Wettlaufer)
www.lichtburg.de
"Der Vorleser"
Premiere: "Der Vorleser" in der Lichtburg am 25.02.09
NRW-Premiere von
„Der Vorleser“ in der Lichtburg in Essen am 25.02.2009
Unter Anwesenheit der Schauspieler David Kross, Burghart Klaußner, Volker Bruch und Vijessna Fercik fand am 25.02.2009 in der Essener Lichtburg die NRW-Premiere des Films „Der Vorleser“ statt. Die Hauptdarstellerin Kate Winslet, die am Wochenende für ihre schauspielerische Leistung den Oscar gewann, war nicht vor Ort. Bevor die Verfilmung des Bestsellers von Bernhard Schlink dem Publikum gezeigt wurde, erzählten die Geschäftsführer des Senator-Film-Verleihs jedoch, dass Kate Winslet von der Zusammenarbeit mit den deutschen Kollegen bei dieser deutsch-amerikanischen Ko-Produktion begeistert war. Der 18-jährige Davis Kross drehte für seine Rolle des jüngeren Michael seine ersten Sexszenen mit der Hollywood-Schauspielerin. Auf die etwas unsensiblen Fragen des Moderators bezüglich dieses Teils seiner Arbeit antwortete er souverän, dass er sich jedoch auch mit ihr unterhalten habe.
Applaus bekamen nach der Vorführung nicht nur die Schauspieler, sondern auch die anwesenden Ko-Produzenten Henning Molfenter und Claus Woebcken völlig zu Recht. Die Verfilmung des Themas NS-Verbrechen bedurfte einer intensiven Vorbereitung. Das Produktionsteam wurde dabei vom Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt unterstützt, einem der weltweit größten Archive über die Kriegsverbrechen der Nazis.
Die Wandlung von Kate Winslet in ihrer Rolle als Hannah Schmitz von einer jungen zu einer stark gealterten Frau ist nicht nur ihren wirklich überragenden Fähigkeiten als Schauspielerin zu verdanken, sondern auch der Haar- und Make Up-Expertin Ivana Primorac.
Vor dieser Romanverfilmung brauchen die Leser im Publikum keine Angst zu haben, denn sie ist sehr gut gelungen. (Anna Dettmer)
Informativ Kritisch Unabhängig
