DAS PHANTOM DER OPER
Grugahalle, Essen
Donnerstag, 04.03.2010
Am 04. März gastierte „Das Phantom der Oper" in der gut gefüllten Essener Grugahalle. Unter dem Titel „Das Phantom der Oper kehrt zurück" präsentierte die Central Musical Company eine gesanglich
und musikalisch einwandfreie Show. Auch das schauspielerische Talent der Darsteller überzeugte die Zuschauer. Das interessante Bühnenbild und die raffinierten Kostüme rundeten diesen spannenden
Abend ab. Die neu komponierte Musik von Arndt Gerber kam gut an beim Publikum, ließ allerdings die bekannstesten Lieder des Originals bzw. dessen berührende Elemente etwas vermissen. Die
Geschichte, in der ein Phantom die Pariser Oper in Angst und Schrecken versetzt, spielt vor etwa 100 Jahren. Paul Wilhelm schrieb den deutschen Text für die Schauerstory, die den Zuschauern eine
Gänsehaut nach der anderen einjagte. Begeisterte Musicalfans kamen an diesem Abend wieder voll auf ihre Kosten. Am Ende gab es freundlichen Applaus in der für eine derartige Veranstaltung ein
wenig zu rustikalen Grugahalle.
(L-We)
MY FAIR LADY
MY FAIR LADY MiR - Gelsenkirchen - 13. Februar 2010
Regie: Peter Hailer
Musikalische Leitung: Johannes Klumpp
My fair Lady ist eines der schönsten und erfolgreichsten Musicals überhaupt. Die Handlung basiert auf dem Theaterstück „Pygmalion" von George Bernard Shaw und beschreibt, wie ein Mädchen aus der Unterschicht, so dressiert wird, dass sie für eine Lady der Oberschicht gehalten wird. Das Musical wurde 1954 am Broadway uraufgeführt und brach mit über 2717 Aufführungen in nur fünf Jahren alle Rekorde. Die Verfilmung 1964 mit Audrey Hepburn und Rex Harrrison in den Hauptrollen wurde ebenfalls ein grandioser Erfolg.
Was macht nun die Faszination dieses Musicals aus? Es ist die Mischung von Unterhaltung und Satire in Verbindung mit den hinreißenden Songs, die fast jeder kennt, weil er sie schon einmal gehört
oder mitgesungen hat. Das Musical hat aber nicht nur Unterhaltungswert, es ist auch gesellschaftskritisch höchst interessant und eine hervorragende Milieustudie.
„Die Sprache formt den Menschen, die Herkunft macht es nicht", so lautet die These von Prof. Higgins, dem eingefleischten, frauenfeindlichen Junggesellen, der sich mit Phonetik beschäftigt. Mit
Eliza, einem einfachen Blumenmädchen mit vulgärer Sprache, stellt er ein Experiment an. In nur 6 Monaten will er sie zu einer Lady ausbilden, die akzentfrei spricht und sich in der
aristokratischen Gesellschaft sicher bewegen kann. Unerbittlich paukt er mit ihr die Lektionen. Und das Experiment gelingt. Higgins und Oberst Picking beglückwünschen sich gegenseitig. Eliza
beachten sie nicht.
In der Gelsenkirchener Inszenierung sind es die stimmungsvollen Bühnenbilder von Etienne Pluss, die schmucke Ausstattung mit Kostümen im Stil der 50er Jahre von Ute Meenen, die hinreißend
getanzte Choreographie Kati Farkas und das hervorragende Spiel der Darsteller, die 3 Stunden Musicalerlebnis zu einem großartigen Vergnügen werden lassen. Judith Jakob spielt die sich in jeder
Lebenslage behauptende, durch eine harte Schule gegangene Eliza Dolittle. Sie verkörpert das arme, schnoddrig sprechende Blumenmädchen aus der Gosse genauso authentisch, wie die bezaubernde,
gebildete Lady der Upper Class. Im kühlen Ambiente seines Arbeitszimmers, es wirkt wie ein Tonstudio, drillt Joachim C. Maß als Dr. Higgins, sehr überzeugend, Eliza, sein Forschungsobjekt mit
Sprechübüngen bis in den Morgengrauen. Die egoistische, zur Selbstüberschätzung neigende, emotional kalte Seite des Dr. Higgins, vermag Maß mit seinem Spiel genauso großartig darzustellen, wie
die andere Seite seines Charakters, die hilflos nach Mutter und Pantoffel verlangt.
Mit Inbrunst spielt die Neue Philharmonie Westfalen unter der Leitung von Johannes Klumpp, die bekannten Ohrwürmer von Frederick Loewes.
Ausverkauftes Haus und große Begeisterung beim Publikum für die gelungene Inszenierung.
DENIS GÄBEL FEAT. JASPER BLOM
Denis Gäbel feat. Jasper Blom - Kulturspeicher Dörenthe -
05. Februar 2010 - 20:00 Uhr
Unter dem Zeichen des Jazz stand am Freitag, 05. Februar das 1400 Seelen-Örtchen Dörenthe im Münsterland. Mit seinem Programm „Impressions of Ellington" stationierte das Denis Gäbel Trio feat. Jasper Blom im Kulturspeicher, einem alten Getreidespeicher am Hafen, der mit seiner Atmosphäre den Jazzkellnern von New Orleans in nichts nachstand.
Das Konzert stand ganz im Zeichen des amerikanischen Komponisten und Bandleaders Duke Ellingtons. Saxophonist Gäbel ließ das Werk der Jazz-Größe im Kulturspeicher aufleben. Zum Trio gehören außerdem Henning Gailing am Kontrabass und der Schlagzeuger Hendrick Smock. Unterstützt wurden die drei vom Niederländer Jasper Blom, der zu den führenden Tenor- und Sopransaxophonisten Europas zählt.
An diesem Abend waren die goldenen Zeiten des Jazz spürbar, vereinzelte der zahlreich erschienen Jazzliebhaber ließen sich zu „Yeah"-Rufen hinreißen. Die Begeisterung reichte soweit, dass für die Zugabe Titel aus dem Programm wiederholt werden mussten.
Ein weiteres Konzert des Trios feat. Jasper Blom wird am 19. Februar indüren sein. ( (B-A)
ANDREAS BIEBER- "Auf dem Rummelplatz der Liebe"
Ebertbad Oberhausen - 31.10.2009 - 20:00 Uhr.
Im Rahmen der Reihe „Musicalstars in Concert“ trat am 31.10. Andreas Bieber mit seinem Soloprogramm „Auf dem Rummelplatz der Liebe“ im Ebertbad in Oberhausen auf. Unter Begleitung des Pianisten Christian Frank erzählte Bieber charmant witzig Geschichten vom Rummelplatz der Liebe. Sein Repertoire umfasste Lieder und Chansons der letzten hundert Jahre – mal witzig, mal melancholisch, mal fröhlich, aber immer geprägt von der Stimme des einstigen „Joseph“-Sängers. Sehr gut war die Interaktion zwischen Bieber und dem hervorragenden Pianisten Frank, der Bieber auch stimmlich begleitete. Höchstvergnüglich anzusehen auch, wie Christian Frank während des Klavierspielens seine Kleider tauschte.
Zwar überzeugte die erste Hälfte des Abends mehr als die zweite, aber alles in allem überraschten Bieber und Frank selbst diejenigen sogar noch, die sowieso schon mit positiven Erwartungen in das Ebertbad gekommen waren. Das Publikum feierte die Künstler mit Standing Ovations.(Bernadette Ahmann)
"Das Phantom der Oper" - Die Jubiläumstournee!
am 04. März 2010
in der Grugahalle
in Essen
"Die Nacht der Musicals" - Die erfolgreichste Musicalgala!
am 28. Februar 2010
in der Philharmonie
in Essen
TICKETS: örtlich bekannte Vorverkaufsstellen
BUDDY- Die Buddy Holly Story
BUDDY- Die Buddy Holly Story
Seine „Peggy Sue" hat Musikgeschichte geschrieben. Buddy Hollys mitreißende Songs sind bis heute unvergessen. Die Lebensgeschichte des Rock-n- Roll Stars ist jetzt im Colosseum Theater zu sehen. Bei der Premiere gab es Standing Ovations für das gesamte Ensemble.
Buddy Holly war ein begnadeter Musiker. Er experimentierte ständig, begeisterte sich für den Rock -n- Roll und suchte nach immer neuen Techniken um verschiedenartige Klänge in seinen Songs zu verarbeiten. Daneben schrieb er phantastische Hits, mit denen er zu Weltruhm gelang. Aus einfachen Verhältnissen kommend wusste er schon früh, was er wollte. Rock-n- Roll Musik machen. Er gründete eine Band, die Crickets, und stellte mit seinem Sound schon bald die Musikwelt auf den Kopf. Seine Musik war nicht nur unterhaltsam, sie war auch anspruchsvoll. Selbst das schwarze Publikum im Apollo Theater in Harlem tobte und lag ihm zu Füßen, als er dort auftrat. Im März 1958 ging er mit den Crickets auf Englandtournee. Mit im Publikum saßen zwei junge Leute, John Lennon und Paul McCartney, die sich später von seiner Musik inspirieren ließen. Die Trennung von den Crickets erfolgte, nachdem es künstlerisch keine Perspektive mehr für ihn gab. Er begab sich auf Solotournee. Dass er ein Schnellstarter war, bewies Buddy Holly mit seiner Entscheidung seine große Liebe, „Maria Elena", zur Frau zu nehmen. Ganze 5 Stunden benötigte er, um sich darüber im Klaren zu werden. Mit 22 Jahren starb er bei einem Flugzugunglück.
Das Musical „Buddy" erzählt sein kurzes Leben. Es wurde zum absoluten Kassenschlager mit weltweit mehr als 20 Millionen Zuschauern. Das Colosseum zeigt die Story im Stil der 50er Jahre als einen Augenschmaus mit Glitzer und Glamour, Petticoats, Haartollen, Hornbrillen und Cowboystiefeln. Die Bühne ziert eine Jukebox mit einem riesigen Schallplattenteller. Matthias Bollwerk, bis zu seinem 13. Lebensjahr in Essen aufgewachsen und schon als Kind im Aalto Opern Chor aufgetreten, brilliert als Buddy Holly. Äußerlich eher farblos, schmächtig und alles andere als ein Adonis, ist er auf der Bühne nicht wiederzuerkennen. Mit purer Leidenschaft singt, spielt und wirbelt er über die Bühne. Als er die bekannten Hits Hollys anstimmt, „Peggy Sue", „That'll be the day", „Rave on" und „Not fade away"reißt es das Publikum geradezu von den Stühlen. Mit schwarzer Hornbrille, das Markenzeichen von Buddy Holly, bereitet der Musicalstar dem Publikum unvergessliche Stunden. Richtig in Fahrt kommen die Musicalgäste auch durch die farbigen Apollo Sängerinnen, Anastasia Bain, Sidonie Smith und Myrthes Monteiro. Mit frivolen Sprüchen heizen sie nicht nur Buddy ordentlich ein, auch das Publikum begeistern sie mit ihrem überschäumenden Temperament. Im Colosseum endet das Leben des Rockstars dann auch längst nicht so traurig, wie einst in der Realität. Die Regie schickt Buddy nach dem Flugzeugabsturz noch einmal auf die Bühne und lässt ihn ein letztes Mal spielen, was das Zeug her gibt. Das Idol ganzer Generationen von Musikbegeisterten stirbt zwar auch in dieser Inszenierung, aber seine Songs leben hoffentlich noch lange weiter. (HA-K)
Tanzhommage an Queen
von Bernd Van Cauwenbergh
Musik von Queen
Essen
Aalto Ballett Theater Essen
Um es gleich vorweg zu nehmen, diese atemberaubende Inszenierung von Ballettdirektor und Choreograph Bernd Van Cauwenbergh ist großartig! Die Grundlage bilden, wie sollte es auch anders sein, die mitreißenden Songs der Band Queen. Vor diesem Hintergrund wird dem Zuschauer eine äußerst unterhaltsame Show geboten, die fast schon an ein Musical erinnert. Abwechslungsreiche Kostüme im extravaganten Stil Freddie Mercurys, kunstvolle (Schwarz-) Lichteffekte sowie eine abgestimmte Bühnengestaltung machen diesen Abend zu einem besonderen Erlebnis.
Während der Aufführung werden immer wieder Szenen aus Konzerten und Musikvideos von Queen auf eine große Videoleinwand projiziert, wodurch die strahlende Atmosphäre unterstrichen wird. Da bei Klassikern wie I want to break free oder Killer Queen auf die inhaltliche Eben eingegangen wird, dürfen die Tänzerinnen und Tänzer auch ihr schauspielerisches Können unter Beweis stellen.
Die Auswahl der facettenreichen Songs spiegelt sich in der Choreographie wider, die sich aus frechen und lustigen sowie zarten Elementen zusammensetzt. Bernd Van Cauwenberghs Ausgangspunkt sind klassische Soli, Pas de deux und Auftritte des gesamten Ensembles, die durch moderne Komponenten ergänzt werden. Vor allem Ivan Korneev und Marat Outaev gelingt es feinfühlige Pas de deux umzusetzen, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen. Überdies bekommen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Essen-Werden aus dem Fachbereich Tanz im zweiten Teil die besondere Gelegenheit, vor einem großen Publikum praktische Erfahrungen zu sammeln. Man merkt diesen jungen Künstlern den großen Spaß am Tanzen an, was sich deutlich in ihrer überzeugenden Leistung zeigt.
Die Tanzhommage an Queen ist eine wunderbare Ballettinszenierung, deren (denkbar mehrfacher) Besuch sich nicht zuletzt in jedem Fall auch für Menschen lohnt, die nicht zur Gruppe der „klassischen“ Theater- und Ballettgänger gehören. Dieser Meinung war auch das Publikum am Dienstag, den 10. März 2009, das die Künstler mit minutenlangem Applaus und standing ovations belohnte.
(Lisa Wettlaufer)
Zu Gast in Essen in der Lichtburg
Rafael Cortés y grupo
"Einer der größten Hoffnungsträger der internationalen Flamenco-Szene"
Datum: Montag, 09.02.2009
Beginn: 20.00 Uhr
Ort: Lichtburg Essen
Kartenvorverkauf: An der Kasse der Lichtburg (tägl. ab 15.00 Uhr),
Tel. 0201 / 23 10 23
Rafael Cortés

Oberhausen
Tanz der Vampire
Premiere: Metronom Theater
7. November 2008
Die unstillbare Gier nach frischem Menschenblut treibt Graf von Krolock durch die Jahrhunderte. Er flieht vor dem Tag und streift durch die Nächte, immer auf der Suche nach geeigneter Beute. Jetzt ist er im Metronom Theater in Ober hausen angekommen. Das Böse ist dort nun allgegenwärtig, sogar im Zuschauerraum
!967 hatte Roman Polanskis Film Satire „Tanz der Vampire“ Premiere. Der einzigartige Erfolg des Filmes setzt sich bis in die heutige Zeit fort. Der Film besitzt schon lange Kultstatus. 1997 schuf Polanski und sein hauseigenes Kreativteam eine Musicalfassung, die sich zwar an dem Filmklassiker orientiert, aber auch neue Wege geht. Die Uraufführung des Musicals „Tanz der Vampire“ war 1997 in Wien zu sehen. Es war ein grandioser Erfolg.
Von Wien aus gastierte das Musical dann in vielen Städten. Ein Erfolg reihte sich an den anderen. Auch in Oberhausen hatte es jetzt eine viel umjubelte Premiere. Die Musicalfans hatten schon lange sehnsüchtig auf die Parodie der Vampirstory gewartet. Oscarpreisträger Polanski war bei der Premiere persönlich anwesend, ebenso viele Prominente, die mit den Fans bis in die Nacht hinein feierten.
Die Inszenierung des international erfolgreichen Kreativteams beinhaltet bekannte Elemente aus dem Film, zeigt aber auch neues. Trotzdem kann man der Handlung jederzeit mühelos folgen. Die Story ist von den Songs her leicht verständlich. Der überaus erfolgreiche Komponist „Jim Steinmann“, schrieb die Musik zum Musical und orientierte sich dabei an bereits erfolgreichen Songs von Bonny Tylor und Meadloaf. Er produzierte schon viele Welterfolge für so bekannte Stars wie z.B. Celine Dion und Barbara Streisand. Typisch für seine Produktionen sind die Mischung aus ekstatischem Rock und Theatralik, die man oft bei Operninszenierungen vorfindet. Dr. Michael Kunze, vielseitiger Schriftsteller und Dramatiker, aus dessen Feder so bekannte Musicalerfolge wie „Elisabeth“, „Mozart“ und „Rebecca“ stammen, schrieb die anspruchsvollen Texte für Tanz der Vampire.
Für die unglaublich präzise und temporeich ausgeführte Choreographie von Dennis Callahan gibt es immer wieder spontanen Applaus. Das Ensemble ist überragend in seiner Darbietung. Komik wechselt ab mit Temperament, dazu furiose Tanzszenen und Songs, die mal dramatisch, mal einfühlsam das Genre der geheimnisvollen Vampirwelt widerspiegeln. Gernot Kranner in der Rolle des schrulligen Professors Abronsius rezitiert pausenlos. Er war schon in Wien dabei und ähnelt sehr seinem Vorgänger im Film. Krisha Dalke verkörpert die Rolle des verliebten „Alfred“ hervorragend und ist auch als redlich bemühter „Assistent von Professor Abronsius“ überzeugend,
Nele-Liis Vaiksool beeindruckt als schöne Wirtstochter „Sarah“ und Linda Konràd fällt auf durch ihre glutvolle Stimme. Florian Fetterle parodiert gekonnt den schwulen Vampirsohn „Herbert“. Umwerfend ist jedoch Jan Ammann als Graf von Krolock. Welche Frau möchte ihm nicht gerne auf sein Schloss folgen, um bereitwillig den Hals zum Kuss hinzuhalten. Er besitzt eine magische Anziehungskraft und singt dazu noch wunderbar mit einem mal leidenschaftlichen, mal lyrisch klingenden Bariton. Da überrascht es dann auch nich tmehr, dass der "betagte Graf" in jeder Hinsicht zeitgemäß ist und über den Zustand der Welt bestens Bescheid weiß. Wenn er singt:" Doch die wahre Macht, die uns regiert ist die schändliche, unendliche, verzehrende, zerstörende und ewig unstillbare Gier“.
Karten/Infos www.musicals.de
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