GELSENKIRCHEN
Jahrespressekonferenz der Stiftung Musiktheater im Revier
Der Vorsitzende der Stiftung Musiktheater im Revier, Dr. Klaus Bussfeld, zeichnete anlässlich der Jahrespressekonferenz ein positives Bild der Arbeit der MIR Stiftung. Das Stiftungskapital beträgt derzeit rund 1, 4 Millionen €. Mit den Erträgen werden aktuell drei Projekte gefördert. Die Zielgruppe sind Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren.
Foto: Pedro Malinowsky
„KiTa macht Theater“ - die Gelsenkirchener Kindertageseinrichtung Königstraße ist mit einem Migrationsanteil von 90 % prädestiniert für den Versuch, die psychosoziale und emotionale Entwicklung von Kindern aus bildungsfernen Bevölkerungsschichten zu fördern und schon in einer frühen Lebensphase die Wertschätzung von Kultur zu vermitteln. Ensemblemitglieder des MIR besuchen die Kita, tanzen und singen mit den Kindern und proben ein kleines Spiel. Ein Besuch des MIR gehört dazu.
Foto: Pedro Malinowsky
„Interesse wecken - Kultur entdecken“, Generalintendant Michael Schulz weist darauf hin, dass die „Kulturbotschafter“ eine genuine Idee des MIR sind. Das Musiktheater hat siebzehn (geplant sind weitere 20) engagierte TheaterbesucherInnen zu Kulturbotschaftern qualifiziert. Diese besuchen, jeweils zu zweit, eine Klasse der Sterngrundschule und bilden mit ihren ganz persönlichen kulturellen Erfahrungen eine Brücke vom MIR in die Schule. Dieser intergenerative Dialog wird von der Schule im Rahmen eines fächerübergreifenden Unterrichts pädagogisch begleitet.
Bernhard Lukas, Dr. Klaus Bussfeld, Sandra Wildgrube
Die Theaterpädagogin Sandra Wildgrube berichtet von der positiven Resonanz der Grundschulinder. Sie hören den älteren Menschen gerne zu und freuen sich auf den gemeinsamen Besuch im MIR. Das sehr erfolgreiche Projekt soll auf weitere Schulen ausgeweitet werden.
„Mission; possible“ - Kinder machen Theater, sie sind Autoren und Darsteller. Das dritte geförderte Projekt richtete sich auch an 7- bis 10-jährige Kinder und deren Eltern. Die Kids erfanden selbstständig eine Geschichte und erarbeiteten mit den Künstlern des MIR in vier Workshopeinheiten ein Stück welches im Kleinen Haus aufgeführt wurde. Alle Beteiligten waren einhellig begeistert.
Foto: Pedro Malinowsky
Für Klaus Bussfeld ist es wichtig, Kindern und ihren Eltern über eigene, spielerische Erfahrungen einen Zugang zur Musik zu ermöglichen. Die erfolgreichen Projekte werden in den kommenden Jahren mit deutlich höheren Teilnehmerzahlen fortgeführt und unter Berücksichtigung der gewonnen Erfahrungen evaluiert.
Foto: Pedro Malinowsky
Rainer Schwitzek
Informativ Kritisch Unabhängig