Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv ist eröffnet
Nachdem Ruhr Museum und dem Folkwang Museum wurde nun eine dritte museale Einrichtung eröffnet. Das Haus der Essener Geschichte und das Stadtarchiv fanden eine neue Heimat in der ehemaligen Luisenschule am Bismarckplatz. Die Mitarbeiter hoffen auf großes Interesse, nicht nur der Essener Bürger. Die Historiker freuen sich schon jetzt.
Das neue Haus der Essener Geschichte /Stadtarchiv soll multifunktional genutzt werden und sieht seine Aufgabe in einer zentralen Dokumentationsstelle für alle Fragen und Informationen, die mit der Stadtgeschichte in Zusammenhang stehen. Es bewahrt die Archivalien des Stadtarchivs, (die älteste Urkunde stammt aus dem Jahr 1244 und besiegelt einen Grundstücksverkauf in Essen-Schonnebeck), die stadtgeschichtliche Abteilung der Stadtbücherei, eine Personenstandskartei (interessant auch für die Ahnenforschung), das Archiv von Dr. Ernst Schmidt zum Thema: "Widerstand und Verfolgung im dritten Reich" und die Vereinsbestände von Rot-Weiß-Essen.
Noch vor den Sommerferien, ist beabsichtigt, die Dauerausstellung „Essen im 20 Jahrhundert," mit dem Schwerpunkt „Nationalsozialismus", zu präsentieren. Auch Wechselausstellungen und eine Ausstellung über die franz. Besatzung sind in Planung. Der historische Verein der Stadt Essen wird ab März hier seine Vortragsreihe abhalten.
Die Luisenschule bekam ihren Namen von der preußischen Königin Luise und wurde 1866 als höhere Töchterschule gegründet. 1906 bezog sie ihren Platz am Bismarckplatz und steht heute unter Denkmalschutz. Ab 1942 diente die Schule als Unterkunft für 750 Zwangsarbeiter. Bei einem Luftangriff 1945 wurden einige Teile des Gebäudes durch Bombeneinschläge schwer getroffen und zerstört. Weitgehenst original erhalten ist der Luftschutzkeller. 2004 erfolgte die Schließung der Schule.
Ein neues Gebäude war notwendig geworden, weil die Kapazitäten des Stadtarchivs an der Steeler Straße erschöpft waren und die Bestände aufgrund enormer Temperaturschwankungen in den Räumen nicht mehr sachgemäß gelagert werden konnten. Die Stadt Essen plante deshalb die Errichtung eines Neubaus an der Segeroth Straße, in unmittelbarer Nähe der Uni Essen. Aus Kostengründen verweigerte die Landesregierung jedoch die Zustimmung zu dem Projekt und forderte eine preiswertere Alternative. Die Räumlichkeiten der Luisenschule boten sich an. Das Architekturbüro Ahlbrecht/Scheidt aus Essen überzeugte die Jury mit ihrem Entwurf des Magazin-Neubaus und der Planung für die Altbaurestaurierung
Im Mai 2008 erfolgte die Grundsteinlegung. LESESAAL, Seminar- und Vortragsräume wurden im Erdgeschoss des Altbaus eingerichtet. Für die Dauer Ausstellung „Essen im 20 Jahrhundert," wurden die ehemaligen Luftschutzräume im Keller des Hauses in die Planung mit einbezogen. Der Neubau des Magazins, ein monolithisch anmutender Baukörper wegen seiner Cortenstahl Fassade, fügt sich problemlos in das vorhandene Gebäudensemble ein. Ein Sinnbild unserer Zeit, betonte Dr. Klaus Wisotzky, der Leiter des Hauses, Stahl schütze das Gedächnis der Stadt wie ein Tresor. Stahl verändere sich permanent, korrosiere und setze Patina an. Letzten Endes sei dies auch ein Indiz für den Wandel der Zeit. Auch impliziere Stahl die Nahe zu Krupp, womit sich der Kreis dann wieder schließe. Denn Krupp und Essen seien eins.
Vom Bismarckplatz aus hat man einen schönen Blick auf das historische Gebäude mit dem repräsentativen Haupteingang. Beeindruckend das Entree und die Empfangshalle im neugotischen Stil. Sie wurde wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt.
Besucher, die bereits einen Ausweis für die Stadtbibliothek besitzen, können diesen auch für für das Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv benutzen. (Ha-K)
Öffnungszeiten von Montag - Freitag 10-15:3, Donnerstag bis 18:00
Tel. 0201-88-41300
Stefan Soltecz wehrt sich
Stefan Soltecz, der Intendant des Aalto Theaters in Essen hat sich in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Essen, Herrn Reinhart Paß, an Herrn Jürgen Büssow, den Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Düsseldorf und an den Kämmerer der Stadt Essen, Herrn Lars Martin Klieve gewandt. Er könne es nicht mehr hinnehmen, dass hauptsächlich der Kultur angelastet werde, für die Misere der Kommunen verantwortlich zu sein. Gerade sein Haus ginge sorgfältig mit öffentlichen Geldern um Den Vorwurrf der Verschwendung weise er in aller Entschiedenheit zurück.
Den vollständigen Brief können Sie hier lesen
Düsseldorf
Deutsche Oper am Rhein
BALLETT B01
Premiere: 15. Oktober 2009
Es ist nicht nur die erste Ballettpremiere dieser Spielzeit, sondern auch die erste für das Ensemble Ballett am Rhein unter der Leitung von Martin Schläpfer.
Das Ballett besteht aus drei Teilen, die jeweils von einer Pause unterbrochen werden. So unterschiedlich wie die Komponisten der drei Stücke sind auch die Inszenierungen selbst.
Das „Wien-Ballett“ „Marsch, Walzer, Polka“ nach Musik der Strauß-Familie wird so verspielt und ironisch dargestellt, dass es zum Schmunzeln verleitet. Faszinierend ist die Sichtweise auf die traditionellen bekannten Musikstücke. Für Martin Schläpfer hat Tanz Theater zu sein und nicht eine Pflege des Gewesenen. Nicht das dominante stakkato - hafte des Marschs wird hier dargestellt, sondern das ängstliche taktvolle Weglaufen. Den Tänzern gelingt es, „das Militaristische zu zertrocknen“ (Schläpfer). Spielerisch bilden Kostüme - Satin-Nachthemden bei den Tänzerinnen und Unterhemden bei den Tänzern – und dezentes Licht eine Einheit. Tosender Beifall.
Ernster wird es bei den Frank Bridge Variations nach der Musik von Benjamin Britten und der Choreographie von Hans van Manen. Als einer der bedeutendsten lebenden Choreographen ist er an diesem Abend anwesend und nimmt anschließend den frenetischen Beifall persönlich entgegen. Wie schillernde Geckos, die auf der Jagd sind und sich anpirschen, wirken die Tänzer in ihren schillernden Kostümen. Die Frauen in Rot, die Männer in Grün geben der spätromantischen Musik Brittens gekonnt Ausdruck. Das drei-lagige Bühnenbild unterstützt durch seinen Wechsel die Übergänge der einzelnen Abschnitte. Der Dirigent an diesem Abend, der junge Christoph Altstaedt, bezeichnet die „Frank Bridge Varitions“ als ein Paradestück für die Streicher. In der Tat, komprimiert auf 25 Minuten, geben sie, wie auch das gesamte Orchester bei dieser Premiere, bei diesem Stück alles.
Eine Premiere stellt die Uraufführung der 3. Sinfonie des polnischen Komponisten Witold Lutoslawski dar, der als Vater der polnischen Moderne bezeichnet wird. Die von 1972 und 1983 entstandene Sinfonie wird von Martin Schläpfer erstmals choreographisch umgesetzt. Sie bildet einen kraftvollen Gegenpol zu der anderen Musik. Die klassische Ballett-Technik bildet hier einen interessanten Kontrast zur nicht eingängigen Musik und dem extravaganten Bühnenbild. In drei Käfigen, die an der Decke befestigt sind, befinden sich Tänzer, von denen einer im Laufe der Inszenierung befreit wird. Ein großer Stahlträger ist über die gesamte Bühne gespannt, im Hintergrund befinden sich rote leuchtende Mohnblumen. Alles wirkt steril, zumal zu Beginn keine Musik zu hören ist. Doch diese ertönt und steigert sich, um wieder ruhig abzuschließen. Die Kostüme, kurze Wollteile und dunkles Augen-Make-Up, unterstreichen die Düsternis. Nicht allen Zuschauern gefällt diese moderne Inszenierung, vereinzelt gibt es Buh-Rufe. Doch diese können sich wenig Gehöhr verschaffen und gehen im minutenlangen Beifall nach der gesamten Aufführungen unter. Eine gelungene Premiere für Martin Schläpfer, das Ensemble Ballett am Rhein, sowie das Orchester unter der Leitung von Christoph Altstaedt.
(Anna Dettmer)
www.rheinoper.de
"Einfach Ich", Udo Jürgens auf Tournee
Dass Udo Jürgens gerade 75 Jahre geworden ist, mag man gar nicht glauben. Vital und ausgelassen wirkt er, das Alter scheint an ihm spurlos vorüberzugehen.
Die Leidenschaft für die Musik entdeckte er schon früh und schaut heute auf viele Jahre einer beispiellosen Karriere zurück. Unzählige Hits sang er, belegte Spitzenplätze mit seinen Chansons in mehr als 2o Ländern. 1966 gewann er mit "Merci Cherie" den Grand Prix Eurovision de la Chanson. Udo Jürgens Karriere stagnierte nie, denn er entwickelte sich ständig weiter und setzte mit seiner Musik immer wieder neue Maßstäbe. Seine Fans danken es ihm und halten ihm über schon viele Jahre hinweg die Treue. Ganz nah will er ihnen sein sein und gibt deshalb nach seiner überaus erfolgreichen Tournee Anfang des Jahres noch einmal im Herbst weitere 28 Konzerte in verschiedenen Städten. Die positive Resonanz auf die Ankündigung der Konzerte macht den erfolgreichen Entertainer sehr glücklich. Udo wird nicht nur seine Ohrwürmer präsentieren, sondern stellt auch neue Kompositionen vor.
Die Karten für das Konzert waren in kürzester Zeit vergriffen, es gibt nur noch Restkarten.
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Karten an allen bekannten |
Anna Netrebko in der Jahrhunderthalle
JA, sie war es wirklich. Der Weltstar war zu Gast in der Jahrhunderthalle im Rahmen der Ruhrtriennale und das Publikum lag ihr zu Füßen. Willi Decker hat mit Anna Netrebko in Salzburg gearbeitet und weiß deshalb genau, was die Sängerin leisten kann. Die Inszenierung der "LA Traviata" erregte international großes Aufsehen.
In der Jahrhunderthalle gab es keinen freien Platz mehr, alle wollten den großen Opernstar sehen. Mit mädchenhafter Ausstrahlung, Sinnlichkeit und Natürlichkeit betörte sie, wobei ihre Stimme in jeder Lage vollkommen sicher klang. Den Abend gestaltete sie mit dem Tenor Massimo Giordano, der ihr ein kongnialer Partner ist. Beide Künstler ergänzten sich hervorragend und beeindruckten mit besonders lausgesuchten Duetten.
Begleitet wurde das Paar von den erstklassigen Duisburger Philharmonikern unter der Leitung von Emanuel Villaume. (Ha-K)
MiR baut um
Umbau des Grossen Hauses des Musiktheaters im Revier
Das oberste Ziel ist die Verbesserung der Akustik, um den Anforderungen an ein Konzerthaus gerecht zu werden. Im Gegensatz zum Saalbau in Essen oder zum Konzerthaus in Dortmund dient das Große Haus
des Musiktheaters einer Mischung aus Sprechtheater und Konzert. Aus diesem Grund wird die Akustik so verbessert, dass die Nachhallzeit je nach Veranstaltung variiert werden kann. Frank Baranowski,
Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen, ist stolz darauf, dass die 5,6 Millionen Euro, die für den Umbau nötig sind, komplett aus städtischen Geldern stammen.
Das Architekturbüro Bock und Partner hat den Auftrag bekommen, das seit 1997 unter Denkmalschutz stehende Gebäude zu sanieren. Die schwierigste Aufgabe wird es sein, das Betondach abzutrennen und um
6 Meter zu erhöhen. Als weitere Verbesserungen des Umbaus sind zu nennen: Die Entfernung der Asbestbelastung, die Erneuerung der Belüftungstechnik, die Vergrößerung der Arbeitsverhältnisse im Licht-
und Technikbereich und die Errichtung von behinderten gerechten Zugängen zum Zuschauerraum. Nicht nur an Rollstuhlfahrer, auch an Personen mit Hör- und Sehproblemen wird bei dem Umbau gedacht.
Während der Umbauphase ab Ende April 2009 wird das Kleine Haus des Musiktheaters intensiv genutzt werden. Auch die nahe liegende St. Georg Kirche wird als Ort für konzertante und
szenische Inszenierungen dienen. Das Theatercafé bleibt weiterhin geöffnet, lediglich der Zuschauerraum bleibt geschlossen.
Zum 50. Geburtstag des Musiktheaters im Revier am 15.12.2009 darf mit der Wiedereröffnung und mit einer großen Feier gerechnet
werden.
(Anna Dettmer)
Fiore goes Fjords
Chefdirigent John Fiore wechselt zur Den Norske Opera and Ballett in Oslo
John Fiore, seit zehn Jahren Chefdirigent der Deutschen Oper am Rhein und bis Sommer 2008 GMD der Düsseldorfer Symphoniker, wird die Deutsche Oper am Rhein zum Ende der Spielzeit verlassen. Der
gebürtige New Yorker übernimmt zum 1. August an der DNO&B (Den Norske Opera and Ballett) die Stelle des Musikdirektors. Fiore ist in dort kein Unbekannter. Bereits im vergangenen Winter hat er
mit dem Osloer Orchester und mehreren Solisten Wagners „Götterdämmerung“ einstudiert und sehr erfolgreich zur Aufführung gebracht. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf sein Engagement in Oslo:
„Als Amerikaner mit norwegischen und italienischen Wurzeln freue mich riesig das DNO&B als Musikdirektor zu führen. Es ist eine große Ehre für mich, in diesem wunderschönen neuen Opernhaus mit
einem wirklich tollen Team zu arbeiten“, schwärmt Fiore. Generaldirektor Tom Remlov komplettiert mit Fiore sein künstlerisches Leitungsteam.
Bis August wird es in Düsseldorf und Duisburg noch mehrere Gelegenheiten geben, Fiore am Dirigentenpult zu erleben. Er hat die musikalische Leitung der Neuproduktion von Leoš Janáčeks Spätwerk „Aus
einem Totenhaus“, das am 8. Mai im Düsseldorfer Opernhaus Premiere hat. Hier wird John Fiore zudem im Juni noch einmal in einem wahren Marathon für Maestro und Orchester den gesamten Janaček-Zyklus
dirigieren.
John Fiore ist bekannt für seine leidenschaftlichen Wagner-Interpretationen sowie für seine besondere Liebe zur tschechischen Musik. Festlegen lässt er sich in seinem Spektrum jedoch keineswegs, was
sein umfangreiches Repertoire beweist. Kultcharakter erlangten die überaus unterhaltsamen John-Fiore-Shows, in denen er mit viel Scharfsinn und Humor sich selbst in allen Rollen des jeweiligen Stücks
am Flügel begleitet. Leichter und gekonnter ist man selten auch an schwierigere Stücke herangeführt worden. Ein kleines Trostpflaster: Die Fiore-Shows sind auf CD verewigt.
Zum fulminanten Abschluss der Spielzeit wird als Zwei-Städte-Projekt in Düsseldorf und Duisburg noch einmal unter der Leitung von John Fiore das Opus Magnum von Hector Berliosz, „Die Trojaner“,
aufgeführt. So werden am 28. Juni und am 5. Juli in Duisburg „Die Einnahme von Troja“ und jeweils anschließend in Düsseldorf „Die Trojaner in Karthago“ gezeigt. Eine perfekte Gelegenheit also, sich
noch einmal von Fiores unvergleichlicher Energie und Begeisterung anstecken zu lassen.( üpm) Quelle: Deutsche Oper am Rhein
Oliver Scheytt bekennt sich eindeutig zur baldigen Wahl einer neuen Intendanz für das Schauspiel Essen
In der heutigen Presserklärung zum Schauspielhaus Essen bedankte sich Oliver Scheytt bei der Essener Bürgerschaft und den Kommunalpolitikern, die sich für den Erhalt des Hauses und für die baldige Wahl eines neuen Intendanten ausgesprochen hatten. In diesem Zusammenhang erwähnte er auch, dass eine Fusion mit dem Theater Oberhausen nicht mehr zur Debatte stünde. Dem Schauspiel Essen werde eine besondere Rolle im Hinblick auf die Metropole Ruhr und der Kulturhauptstadt 2010 beigemessen. Es sei nicht nur Essenern Bürgern als Produktionsstätte hervorragender Inszenierungen bekannt, sondern erfreue sich zunehmend auch auswärtiger Gäste. Die Theaterlandschaft in NRW sei vielfältig, betonte Scheytt, deshalb sei es entscheidend, dass jedes Theater ein eigenes Profil entwickle. Trotzdem sei es notwendig über den eigenen Tellerrand zu schauen und sich an Kopoperationen zu beteiligen. In Anbetracht der finanziellen Engpässe in den Städten wird dies wohl unumgänglich sein. Von der Vielzahl der Produktionen könne die Metropole Ruhr als Gesamtkonzept nur profitieren.
Kulturhauptstadtcooperationen unterschiedlicher Träger seien begrüßenswert. Als Beispiel derartiger Konzepte führte er an: Odysee Europa oder Pottfiction.
(Ha-K)
Zeichnung und Skulptur
Das von-der-Heydt -Museum in Wuppertal zeigt vom 01.02.-10.05. die Ausstellung Zeichnung und Skulptur
Bregenzer Festspiele
Bayreuth
Mit sehr langen Wartezeiten muss man rechnen, wenn man Tickets für das Festspielhaus haben möchte.
Hier können Sie vorab einen Blick auf die Festspiel- und Universitätsstadt "Bayreuth" werfen
http://bayreuth.bayern-online.de/die-stadt/webcams/
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