VIEL OPTIMISMUS BEI DER RHEINOPER
RHEINOPER STELLT SPIELPLAN FÜR DIE SAISON 2010/2011 VOR
Das Leitungsteam der Rheinoper stellte auf der Jahres Pressekonferenz am 26. April 2010 den neuen Spielplan vor.
Generalintendant Christoph Meyer strahlte Zufriedenheit aus, sein Haus sei auf einem guten Weg, betonte er. Die tolle Stimmung im Haus werde auch nach aussen getragen. Dadurch seien neue Sponsoren angelockt worden, die Eintrittspeise bleiben in der kommenden Spielzeit stabil.
Die Auslastung des Hauses liegt bei 75%. Der neuen Saison sieht man deshalb sehr optimistisch entgegen. Wesentlichen Anteil am Erfolg des Hauses hat Martin Schläpfer, der Ballettdirektor der Rheinoper. Seine Inszenierungen errregten große Aufmerksamkeit. Als Open Air Veranstaltung wird am 9. Juli auf dem Burgplatz die komplette Oper "LA Boheme" zu sehen sein. Es wird neun Premieren und 22 Wiederaufnahmen geben. Und die bekannten Galas. International tätige Künstler werden in der Rheinoper gastieren.
NEUER SPIELPLAN FÜR DAS AALTO THEATER
Generalmusikdirektor Stefan Soltesz und Ballettdirektor Ben Van Cauwenbergh stellten ihre Pläne für die Spielzeit 2010/2011 im Essener Aalto Theater der Presse vor. Mit der Auslastung des Hauses
zeigten sie sich sehr zufrieden, die Tendenz sei weiter steigend. der Zenit sei noch längst nicht erreicht,
Angesichts ständig neu aufkommender Hiobsbotschaften, sei es allerdings nicht immer leicht, den Spielbetrieb in der bisherigen Form aufrecht zu erhalten, sagte Generalmusikdirektor Stefan Soltesz
vor Journalisten.
Dass Damoklesschwert der Haushaltsdeckelung hat ohne Zweifel Auswirkungen auf die Kulturangebote der Stadt. Die TUP, Theater und Philharmonie der Stadt Essen, kann davon ein Lied singen. Ihr
Geschäftsführer Berger Bergmann, zollte Stefan Soltesz höchstes Lob, da er es fertiggebracht habe, trotz enormer Schwierigkeiten einen interessanten und abwechslungsreichen Spielplan
aufzustellen. Stefan Soltesz hatte sich vor einiger Zeit in einem offenen Brief an die Stadtspitze gewandt und seinen Standpunkt im Hinblick auf die Sparmaßnahmen deutlich gemacht. Den Willen zum
Sparen habe er, bekundete er während der Pressekonferenz, auch wenn das von einigen Politikern der Stadt bezweifelt werde. Statt ursprünglich sechs geplanter Premieren gäbe es deshalb in der
neuen Spielzeit nur fünf. Trotz der schwierigen Lage sei er jedoch sehr froh, einen Spielplan vorstellen zu können, der dem hohen Niveau des Hauses entspräche. Denn darin sehe er nicht nur seinen
großen Ehrgeiz, dafür kämpfe er auch mit aller Kraft.
Derzeit liegt die Auslastung des Hauses bei 88 %, elf Mal wurde allein die „Lulu" gespielt, insgesamt sind 150 000 Besucher gekommen.
Für die neue Saison sind 5 Premieren geplant, vier szenische Aufführungen und eine Konzertante. Mit der ersten Premiere am 10. Oktober 2010 „Götterdämmerung" von Richard Wagner
wird der Ring der Nibelungen vollendet. Inszeniert wird die Oper von Barrie Kosky, dirigieren wird Stefan Soltesz. Kosky soll 2012 neuer Intendant der komischen Oper in Berlin
werden. Zurzeit erlebe der Regisseur einen Höhenflug, führte Soltesz aus. Sein „Coming out", so Soltesz, habe Kosky in Essen mit den viel beachteten Inszenierungen, „Don Giovanni", dem
„fliegenden Holländer" und „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagony" gehabt. Letztere sei allerdings von der ortsansässigen Presse überwiegend negativ kommentiert worden. Georg Friedrich Händels
szenisches Oratorium „Hercules" folgt als zweite Premiere der neuen Spielzeit. Die Inszenierung übernimmt Dietrich Hilsdorf, die Musikalische Leitung wird in den Händen von Jos
von Veldhoven und Alexander Eberle liegen. In diesem Zusammenhang wies Soltesz auf die Barockoper "Semele" hin, die einen großen Erfolg im Aalto Theater zu verzeichnen hatte. Dem Opernpublikum
etwas „Nettes" oder wie Soltesz es konkret formulierte, etwas „Liebliches" antun, will er mit der Aufführung der "Madame Butterfly". Mit den bisherigen Inszenierungen der Butterfly habe er
sich ziemlich unwohl gefühlt, bemerkte Soltesz. Der Experte für pittoreske asiatische Inszenierungen sei Tilmann Knabe," ihn habe er für die „Butterfly"verpflichten können. Dirigieren wird die
Oper: Stefan Soltesz.
Donizettis „L'elisir d'amore" („Der Liebestrank") wird erstmalig im Aalto Theater am 2. Juli 2011 aufgeführt. Andreas Baesler wird Regie führen, Guillermo García Calvo dirigiert. Die konzertante
Aufführung I Caupuleti E I Montecchi von Vincenzo Bellini wird GMD Stefan Soltesz dirigieren. Die Premiere ist am 6. März 2011.
!6 Wiederaufnahmen werden in der neuen Saison angeboten, darunter Cosi fan tutte, Don Giovanni, Luisa Miller, die Czardasfürstin und Aida. Aida wird in einem neuem Kleid präsentiert, das
Buhnenbild war stark renovierungsbedürftig.
Stolz ist Soltesz über das große Repertoire an Konzerten, die in der neuen Spielzeit angeboten werden. Sein besonderer Anspruch ist es, dem Publikum eine große Palette von Werken zu bieten,
darunter sind sowohl Klassiker als auch Raritäten.
Orchester und Solisten des Aalto seien brillant, hebt Soltecz hervor. Schon vor einigen Jahren habe er "Mahlers siebte" in Essen gespielt, Schönbergs Klavierkonzert und das Orgelkonzert von
Francis Paulenc, Richard Strauß, „Eine Alpensinfonie" und ein reines Ravel-Programm sind in dieser Saison ebenfalls mit dabei.
Sechs der zwölf Konzertprogramme werden von Stefan Soltesz dirigiert, Gastdirigenten sind Sébastien Rouland, Michael Schønwandt, Alexander Joel, Jiří Kout, Vladimir Fedoseyev sowie der Komponist
Christian Jost, der u.a. eigene Werke dirigiert. Zu den Solisten zählen Lise de la Salle, Michaela Selinger, Jérôme Pernoo, Iveta Apkalna, Viviane Hagner und Gerhard Oppitz.
Ab sofort können die Ringzyklen als Komplettangebot gebucht werden und das Neujahrskonzert mit den Philharmonikern, geleitet von Heinrich Schiff.
Ein Highlight ist außerdem der Beethoven Marathon am Ostersonntag. Der Pianist Rudolf Buchbinder und Stefan Soltesz spielen an diesem Tag alle fünf Klavierkonzerte des großen Meisters.
Ballettdirektor Ben Van Cauwenbergh zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit seiner zweiten Spielzeit im Essener Aalto Theater. Die erste Ballett-Premiere der neuen Spielzeit wird
"Udine" sein, das Aalto Ballett beteiligt sich am Henze Projekt der „Ruhr 2010. Der belgische Choreograph Stijn Celis wird die Inszenierung übernehmen, Volker Perplies wird
dirigieren. Als weitere Ballettpremieren stehen „Carmen" von Georges Bizet und der „Bolero" von Maurice Ravel auf dem Programm. Am 28. 05. gibt es im Aalto „Irish Soul" mit einer Live Band
.
Fünf Wiederaufnahmen sind im Repertoire, darunter die Publikumsmagneten Tanzhommage an Queen" und „La vier en rose", sowie die beliebten Klassiker „Coppélia" und „La Sylphide.
KANALGLÜHEN: NON STOP CITY
Kanalglühen: Non Stop City -
Premierenfahrt am 17. April 2010
Bei strahlendem Sonnenschein legt ein Schiff der Weißen Flotte Duisburg vom Anleger Duisburg-Meiderich ab. Leinen los: eine Fahrt durch das nächtliche Ruhrgebiet, durch die endlose Stadt, die NON STOP CITY.
So eine Fahrt wirft Fragen auf: In der Nähe von Bottrop: „Würden Sie gerne im Tetraeder wohnen?" und „Wohin bringen Sie Besucher Ihrer Stadt?" - „Wann waren Sie zum letzten Mal im Rhein-Herne-Kanal schwimmen?" und nicht zuletzt: „Können Sie sich eine endlose Stadt vorstellen?". Diese Fragen werden mit Scheinwerfern an das Kanalufer projiziert. Auf dem Schiff werden Filme auf einer Leinwand gezeigt, die öfter eingeklappt werden muss, aus demselben Grund, wie auch die Besucher ihre Köpfe einziehen müssen: einige Brücken sind sehr niedrig. Der Rhein-Herne-Kanal diente vor der Kulturhauptstadt eher der Beförderung von Frachtschiffen, weshalb das Schiff durch zwei Schleusen fährt.
Doch zurück zu den Filmen: Sie zeigen, was sich in den Binnenhäfen und Siedlungen abspielt, an denen das Schiff vorbeifährt: Am Gasometer vorbei, das im Sonnenuntergang ein wunderschönes Bild
bietet, durch die Stadthäfen Essen, Gelsenkirchen, Herne bis nach Recklinghausen. Das Ruhrgebiet hat eben nicht nur die Ruhr, sondern auch diesen Kanal. Diese Fahrt zeigt, dass es eine
Industrieregion war und ist. Die letzte Stunde bietet Zeit und Platz zum Tanzen. Während an Deck aktuelle House-Musik aus Südafrika gespielt wird, findet unter Deck eine Weinprobe eines neuen
Recklinghäuser Weines statt. Für die Konzeption des Projektes nahm sich das raumlabor Berlin ein Jahr Zeit, um in der Region zu recherchieren. Es schadet nicht, Leute von außen einen Blick auf
diese Metropole werfen zu lassen. Was Einheimischen schon normal erscheint, z.B. dass es zwischen den Städten des Ruhrgebietes keine Grenzen gibt, wirft für Außenstehende Fragen auf, wie z.B.:
Warum geht man im Rhein-Herne-Kanal schwimmen oder Wie kann man an der Autobahn A3 wohnen? Die Veranstalter versuchen, ihre Annäherung an diese Region auf konzeptkünstlerische Weise umzusetzen.
Antworten gibt es keine, die muss jeder selber finden. Aber vielleicht hilft dabei eine nächtliche Kanalfahrt, die zeigt, dass Kunst überall stattfinden kann. Sogar hier, auf dem
Rhein-Herne-Kanal.
Die restlichen Fahrten sind leider bereits ausverkauft. Doch auch ein anderes Ereignis hatte letzte Woche Premiere: die Weisse Flotte Baldeney fährt nun auf diesem Gewässer und bietet ihren Gästen Schiffsfahrten an. (Anna Dettmer)
Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv ist eröffnet
Nachdem Ruhr Museum und dem Folkwang Museum wurde nun eine dritte museale Einrichtung eröffnet. Das Haus der Essener Geschichte und das Stadtarchiv fanden eine neue Heimat in der ehemaligen Luisenschule am Bismarckplatz. Die Mitarbeiter hoffen auf großes Interesse, nicht nur der Essener Bürger. Die Historiker freuen sich schon jetzt.
Das neue Haus der Essener Geschichte /Stadtarchiv soll multifunktional genutzt werden und sieht seine Aufgabe in einer zentralen Dokumentationsstelle für alle Fragen und Informationen, die mit der Stadtgeschichte in Zusammenhang stehen. Es bewahrt die Archivalien des Stadtarchivs, (die älteste Urkunde stammt aus dem Jahr 1244 und besiegelt einen Grundstücksverkauf in Essen-Schonnebeck), die stadtgeschichtliche Abteilung der Stadtbücherei, eine Personenstandskartei (interessant auch für die Ahnenforschung), das Archiv von Dr. Ernst Schmidt zum Thema: "Widerstand und Verfolgung im dritten Reich" und die Vereinsbestände von Rot-Weiß-Essen.
Noch vor den Sommerferien, ist beabsichtigt, die Dauerausstellung „Essen im 20 Jahrhundert," mit dem Schwerpunkt „Nationalsozialismus", zu präsentieren. Auch Wechselausstellungen und eine Ausstellung über die franz. Besatzung sind in Planung. Der historische Verein der Stadt Essen wird ab März hier seine Vortragsreihe abhalten.
Die Luisenschule bekam ihren Namen von der preußischen Königin Luise und wurde 1866 als höhere Töchterschule gegründet. 1906 bezog sie ihren Platz am Bismarckplatz und steht heute unter Denkmalschutz. Ab 1942 diente die Schule als Unterkunft für 750 Zwangsarbeiter. Bei einem Luftangriff 1945 wurden einige Teile des Gebäudes durch Bombeneinschläge schwer getroffen und zerstört. Weitgehenst original erhalten ist der Luftschutzkeller. 2004 erfolgte die Schließung der Schule.
Ein neues Gebäude war notwendig geworden, weil die Kapazitäten des Stadtarchivs an der Steeler Straße erschöpft waren und die Bestände aufgrund enormer Temperaturschwankungen in den Räumen nicht mehr sachgemäß gelagert werden konnten. Die Stadt Essen plante deshalb die Errichtung eines Neubaus an der Segeroth Straße, in unmittelbarer Nähe der Uni Essen. Aus Kostengründen verweigerte die Landesregierung jedoch die Zustimmung zu dem Projekt und forderte eine preiswertere Alternative. Die Räumlichkeiten der Luisenschule boten sich an. Das Architekturbüro Ahlbrecht/Scheidt aus Essen überzeugte die Jury mit ihrem Entwurf des Magazin-Neubaus und der Planung für die Altbaurestaurierung
Im Mai 2008 erfolgte die Grundsteinlegung. LESESAAL, Seminar- und Vortragsräume wurden im Erdgeschoss des Altbaus eingerichtet. Für die Dauer Ausstellung „Essen im 20 Jahrhundert," wurden die ehemaligen Luftschutzräume im Keller des Hauses in die Planung mit einbezogen. Der Neubau des Magazins, ein monolithisch anmutender Baukörper wegen seiner Cortenstahl Fassade, fügt sich problemlos in das vorhandene Gebäudensemble ein. Ein Sinnbild unserer Zeit, betonte Dr. Klaus Wisotzky, der Leiter des Hauses, Stahl schütze das Gedächnis der Stadt wie ein Tresor. Stahl verändere sich permanent, korrosiere und setze Patina an. Letzten Endes sei dies auch ein Indiz für den Wandel der Zeit. Auch impliziere Stahl die Nahe zu Krupp, womit sich der Kreis dann wieder schließe. Denn Krupp und Essen seien eins.
Vom Bismarckplatz aus hat man einen schönen Blick auf das historische Gebäude mit dem repräsentativen Haupteingang. Beeindruckend das Entree und die Empfangshalle im neugotischen Stil. Sie wurde wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt.
Besucher, die bereits einen Ausweis für die Stadtbibliothek besitzen, können diesen auch für für das Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv benutzen. (Ha-K)
Öffnungszeiten von Montag - Freitag 10-15:3, Donnerstag bis 18:00
Tel. 0201-88-41300
StEFAN SOLTECZ WEHRT SICH
Stefan Soltecz, der Intendant des Aalto Theaters in Essen hat sich in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Essen, Herrn Reinhart Paß, an Herrn Jürgen Büssow, den Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Düsseldorf und an den Kämmerer der Stadt Essen, Herrn Lars Martin Klieve gewandt. Er könne es nicht mehr hinnehmen, dass hauptsächlich der Kultur angelastet werde, für die Misere der Kommunen verantwortlich zu sein. Gerade sein Haus ginge sorgfältig mit öffentlichen Geldern um Den Vorwurrf der Verschwendung weise er in aller Entschiedenheit zurück.
Den vollständigen Brief können Sie hier lesen
Düsseldorf
Deutsche Oper am Rhein
BALLETT B01
Premiere: 15. Oktober 2009
Es ist nicht nur die erste Ballettpremiere dieser Spielzeit, sondern auch die erste für das Ensemble Ballett am Rhein unter der Leitung von Martin Schläpfer.
Das Ballett besteht aus drei Teilen, die jeweils von einer Pause unterbrochen werden. So unterschiedlich wie die Komponisten der drei Stücke sind auch die Inszenierungen selbst.
Das „Wien-Ballett“ „Marsch, Walzer, Polka“ nach Musik der Strauß-Familie wird so verspielt und ironisch dargestellt, dass es zum Schmunzeln verleitet. Faszinierend ist die Sichtweise auf die traditionellen bekannten Musikstücke. Für Martin Schläpfer hat Tanz Theater zu sein und nicht eine Pflege des Gewesenen. Nicht das dominante stakkato - hafte des Marschs wird hier dargestellt, sondern das ängstliche taktvolle Weglaufen. Den Tänzern gelingt es, „das Militaristische zu zertrocknen“ (Schläpfer). Spielerisch bilden Kostüme - Satin-Nachthemden bei den Tänzerinnen und Unterhemden bei den Tänzern – und dezentes Licht eine Einheit. Tosender Beifall.
Ernster wird es bei den Frank Bridge Variations nach der Musik von Benjamin Britten und der Choreographie von Hans van Manen. Als einer der bedeutendsten lebenden Choreographen ist er an diesem Abend anwesend und nimmt anschließend den frenetischen Beifall persönlich entgegen. Wie schillernde Geckos, die auf der Jagd sind und sich anpirschen, wirken die Tänzer in ihren schillernden Kostümen. Die Frauen in Rot, die Männer in Grün geben der spätromantischen Musik Brittens gekonnt Ausdruck. Das drei-lagige Bühnenbild unterstützt durch seinen Wechsel die Übergänge der einzelnen Abschnitte. Der Dirigent an diesem Abend, der junge Christoph Altstaedt, bezeichnet die „Frank Bridge Varitions“ als ein Paradestück für die Streicher. In der Tat, komprimiert auf 25 Minuten, geben sie, wie auch das gesamte Orchester bei dieser Premiere, bei diesem Stück alles.
Eine Premiere stellt die Uraufführung der 3. Sinfonie des polnischen Komponisten Witold Lutoslawski dar, der als Vater der polnischen Moderne bezeichnet wird. Die von 1972 und 1983 entstandene Sinfonie wird von Martin Schläpfer erstmals choreographisch umgesetzt. Sie bildet einen kraftvollen Gegenpol zu der anderen Musik. Die klassische Ballett-Technik bildet hier einen interessanten Kontrast zur nicht eingängigen Musik und dem extravaganten Bühnenbild. In drei Käfigen, die an der Decke befestigt sind, befinden sich Tänzer, von denen einer im Laufe der Inszenierung befreit wird. Ein großer Stahlträger ist über die gesamte Bühne gespannt, im Hintergrund befinden sich rote leuchtende Mohnblumen. Alles wirkt steril, zumal zu Beginn keine Musik zu hören ist. Doch diese ertönt und steigert sich, um wieder ruhig abzuschließen. Die Kostüme, kurze Wollteile und dunkles Augen-Make-Up, unterstreichen die Düsternis. Nicht allen Zuschauern gefällt diese moderne Inszenierung, vereinzelt gibt es Buh-Rufe. Doch diese können sich wenig Gehöhr verschaffen und gehen im minutenlangen Beifall nach der gesamten Aufführungen unter. Eine gelungene Premiere für Martin Schläpfer, das Ensemble Ballett am Rhein, sowie das Orchester unter der Leitung von Christoph Altstaedt.
(Anna Dettmer)
www.rheinoper.de
"Einfach Ich", Udo Jürgens auf Tournee
Dass Udo Jürgens gerade 75 Jahre geworden ist, mag man gar nicht glauben. Vital und ausgelassen wirkt er, das Alter scheint an ihm spurlos vorüberzugehen.
Die Leidenschaft für die Musik entdeckte er schon früh und schaut heute auf viele Jahre einer beispiellosen Karriere zurück. Unzählige Hits sang er, belegte Spitzenplätze mit seinen Chansons in mehr als 2o Ländern. 1966 gewann er mit "Merci Cherie" den Grand Prix Eurovision de la Chanson. Udo Jürgens Karriere stagnierte nie, denn er entwickelte sich ständig weiter und setzte mit seiner Musik immer wieder neue Maßstäbe. Seine Fans danken es ihm und halten ihm über schon viele Jahre hinweg die Treue. Ganz nah will er ihnen sein sein und gibt deshalb nach seiner überaus erfolgreichen Tournee Anfang des Jahres noch einmal im Herbst weitere 28 Konzerte in verschiedenen Städten. Die positive Resonanz auf die Ankündigung der Konzerte macht den erfolgreichen Entertainer sehr glücklich. Udo wird nicht nur seine Ohrwürmer präsentieren, sondern stellt auch neue Kompositionen vor.
Die Karten für das Konzert waren in kürzester Zeit vergriffen, es gibt nur noch Restkarten.
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Karten an allen bekannten |
Anna Netrebko in der Jahrhunderthalle
JA, sie war es wirklich. Der Weltstar war zu Gast in der Jahrhunderthalle im Rahmen der Ruhrtriennale und das Publikum lag ihr zu Füßen. Willi Decker hat mit Anna Netrebko in Salzburg gearbeitet und weiß deshalb genau, was die Sängerin leisten kann. Die Inszenierung der "LA Traviata" erregte international großes Aufsehen.
In der Jahrhunderthalle gab es keinen freien Platz mehr, alle wollten den großen Opernstar sehen. Mit mädchenhafter Ausstrahlung, Sinnlichkeit und Natürlichkeit betörte sie, wobei ihre Stimme in jeder Lage vollkommen sicher klang. Den Abend gestaltete sie mit dem Tenor Massimo Giordano, der ihr ein kongnialer Partner ist. Beide Künstler ergänzten sich hervorragend und beeindruckten mit besonders lausgesuchten Duetten.
Begleitet wurde das Paar von den erstklassigen Duisburger Philharmonikern unter der Leitung von Emanuel Villaume. (Ha-K)
MiR baut um
Umbau des Grossen Hauses des Musiktheaters im Revier
Das oberste Ziel ist die Verbesserung der Akustik, um den Anforderungen an ein Konzerthaus gerecht zu werden. Im Gegensatz zum Saalbau in Essen oder zum Konzerthaus in Dortmund dient das Große Haus
des Musiktheaters einer Mischung aus Sprechtheater und Konzert. Aus diesem Grund wird die Akustik so verbessert, dass die Nachhallzeit je nach Veranstaltung variiert werden kann. Frank Baranowski,
Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen, ist stolz darauf, dass die 5,6 Millionen Euro, die für den Umbau nötig sind, komplett aus städtischen Geldern stammen.
Das Architekturbüro Bock und Partner hat den Auftrag bekommen, das seit 1997 unter Denkmalschutz stehende Gebäude zu sanieren. Die schwierigste Aufgabe wird es sein, das Betondach abzutrennen und um
6 Meter zu erhöhen. Als weitere Verbesserungen des Umbaus sind zu nennen: Die Entfernung der Asbestbelastung, die Erneuerung der Belüftungstechnik, die Vergrößerung der Arbeitsverhältnisse im Licht-
und Technikbereich und die Errichtung von behinderten gerechten Zugängen zum Zuschauerraum. Nicht nur an Rollstuhlfahrer, auch an Personen mit Hör- und Sehproblemen wird bei dem Umbau gedacht.
Während der Umbauphase ab Ende April 2009 wird das Kleine Haus des Musiktheaters intensiv genutzt werden. Auch die nahe liegende St. Georg Kirche wird als Ort für konzertante und
szenische Inszenierungen dienen. Das Theatercafé bleibt weiterhin geöffnet, lediglich der Zuschauerraum bleibt geschlossen.
Zum 50. Geburtstag des Musiktheaters im Revier am 15.12.2009 darf mit der Wiedereröffnung und mit einer großen Feier gerechnet
werden.
(Anna Dettmer)
Bregenzer Festspiele
Bayreuth
Mit sehr langen Wartezeiten muss man rechnen, wenn man Tickets für das Festspielhaus haben möchte.
Hier können Sie vorab einen Blick auf die Festspiel- und Universitätsstadt "Bayreuth" werfen
http://bayreuth.bayern-online.de/die-stadt/webcams/