Theater der Welt,
das europäisch-lateinamerikanische Ensemble
Die Bildergalerie benötigt mindestens Flash Version 9.0.28!
Bitte installieren Sie den aktuellen FlashPlayer.
Foto: deianira
durch Anklicken vergrößern
Theater der Welt startet am 30. Juni mi der Barockoper "Montezuma"
Opera seria in drei Akten von Carl Heinrich Graun
Montezuma wurde 1755 an der Berliner Staatsoper "Unter den Linden" uraufgeführt. Das Libretto schrieb Friedrich II., die Musik komponierte Carl Heinrich Graun, Hofkapellmeister und Freund Friedrich des Großen. Sie spielt in der Zeit vor den großen Revolutionen in Europa und vor der Zeit der Unabhängigkeit vieler Staaten in Südamerika. Thematisch geht es um die Eroberung Mexikos im 16. Jahrhundert durch die spanischen Conquistatores unter Hernán Cortés und dessen Komplott gegen Montezuma, dem Atztekenkönig.
Die Uraufführung fand in französischer Sprache statt. Später übersetzte man die Oper auch ins Italienische. Diese Tatsache zeigt die Weltläufigkeit der Zeit des Barock. Musikalisch ist "Montezuma" im Spätbarock angesiedelt. Die Universalität wird auch in der Sprache der Musik deutlich. Sie ist repräsentativ für die aufgeklärte Monarchie.
Frie Leysen, Leiterin bei "Theater der Welt" sieht in der Oper ein Gesamtkunstwerk, da sie Musik, Gesang, Bild, Wort, Architektur und Schauspiel miteinander vereine. Sie dürfe keine Eintagsfliege sein, vielmehr müsse sie ein langes Leben haben, denn das Budget für die Inszenierung ist nicht sehr groß.
Die Ambivalenz der Figur Montezumas bietet eine gute Gelegenheit die Barockoper zeitgenössisch zu interpretieren. Die Produktion schlägt deshalb den Bogen von der Eroberung Mexikos über das Zeitalter des Barocks bis hin zu unserer globalisierten Welt. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Frage, wie junge Mexikaner heute mit ihrer Geschichte umgehen.
Im europäisch-lateinamerikanischen Ensemble treten keine Stars auf. Trotzdem konnte man sehr gute Leute verpflichten. Nach der Weltpremiere wird die Oper u.a. in Mexiko, in Genf und in Edinburgh aufgeführt.
Premiere: 30. Juni 2010 um 19 Uhr in der Stadthalle in Mülheim
Tickets: www.theaterderwelt.de
NATHAN DER WEISE
Regie Lisa
Nielebock
Bühne Kathrin
Schlecht
Kostüme Julia
Ströder
Grillo
Premiere 15.05.2010
Lessings „Nathan" gilt als Meisterstück über Toleranz: Der weise Jude Nathan wird zum Vermittler zwischen den Weltkulturen und führt die Menschen als eine verstreute, sich schlussendlich wieder
erkennende Familie aus Juden, Christen und Muslimen zusammen. Aber geht es tatsächlich um religiöse Überzeugungen oder sind diese nur Vorwand für politische Strategien, Geld- und Machtgier? Ist
Nathans Weisheit selbstlos oder ist sie kluger Pragmatismus?
Als der hoch verschuldete Sultan den reichen Juden in eine Zwickmühle bringen will, rettet sich Nathan strategisch geschickt mit einer Geschichte. Denn: „Nicht die Kinder bloß speist man mit
Märchen ab." Und tatsächlich hilft ihm die Ringparabel aus der Bedrängnis. „Toleranz als Verkaufsstrategie", meint der Islamwissenschaftler Navid Kermani.
(üpm) Quelle: Grillo Theater Essen
"EIN VOLSFEIND" Ibsen
18.03.09
von Henrik Ibsen aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel
Essen
Grillo Theater 18.03.09
Die Vermutung des Kurarzts Tomas Stockmann hat sich bestätigt. Das Wasser des Kurbades ist verunreinigt und somit die Ursache für unterschiedlichste Krankheiten. Der Arzt ist froh, diese
Verschmutzung entdeckt zu haben, so dass der Schaden bald behoben werden kann. Sein Bruder Peter Stockmann, der Bürgermeister der Stadt, ist da ganz anderer Meinung. Er sieht hohe Kosten und Verluste
auf die Stadt zukommen, da Wasserleitungen repariert und das Bad vorübergehend geschlossen werden müsste. Es liegt nun an den Bürgern, sich für einen der Brüder zu entscheiden. Zu Beginn erfährt
Tomas Stockmann die volle Unterstützung der Bürger, im weiteren Verlauf jedoch lassen sie sich von ihrem Bürgermeister überzeugen, so dass am Ende alle gegen den idealistischen Arzt sind…
Dieses Stück thematisiert, wie oftmals bei Ibsen, die Verlogenheit und Heuchelei der bürgerlichen Gesellschaft. Eine Thematik, die über 100 Jahre nach Erscheinen des Dramas, immer noch aktuell zu
sein scheint. Fragen nach dem richtigen Handeln werden hervorgerufen, wobei der einfachste Weg eben nicht immer der richtige ist.
Raiko Küster verkörpert den Kurarzt Tomas Stockmann derart leidenschaftlich und inbrünstig, dass manch ein Akteur ein wenig „blass“ neben ihm wirkt. Es scheint fast so, als wäre ihm diese Rolle auf
den Leib geschrieben worden. Mit der schauspielerischen Leistung Küsters können Holger Kunkel (Peter Stockmann) und Roland Riebeling (Hovstad) durchaus mithalten. Die Energie der Streitgespräche, die
von den ungleichen Brüdern geführt werden, wirkt sich unmittelbar auf den Zuschauer aus, so dass man das Theater in einer nachdenklichen Stimmung verlässt. Das mit Liebe zum Detail gestaltete
Bühnenbild (Franziska Bornkamm), das sich im ersten Teil unter anderem aus kunstvoll hergestellten Häuschen und kleinen Tannenbäumen zusammensetzt, sowie die gekonnte Einbindung der Theaterbesucher
in die Volksversammlung runden die gekonnte Inszenierung von „Ein Volksfeind“ ab. Das Publikum war von der Leistung des Ensembles sehr beeindruckt. Auch an diesem Mittwoch war das Grillo Theater so
gut wie ausverkauft. Aber das ist ja nicht Besonderes mehr, daran hat man sich dank der exzellenten Aufführungen schon gewöhnt.
(Lisa Wettlaufer)
Info/Karten: www.schauspiel-essen.de
la folie"
Das GOP Programm vom 9. Januar bis 1. März 2009
Mit „la folie" erwartet das Publikum im GOP Varieté-Theater Essen ein Mosaik aus Emotionen, Staunen und Lachen, aber auch Verrücktheit und Tollheit: Das alles ist „la folie". Verrücktheit als Lebensgefühl, ausgedrückt in überschäumender Kraft, Freude und Spaß, aber auch stille Augenblicke sind die Komponenten dieser beeindruckenden Show. Dargestellt in einer Komposition aus ungewöhnlichen Bildern, artistischen Höhepunkten und tänzerischen Momenten. Ein junges Ensemble von Ausnahmeartisten und Künstlern aus Kanada, Amerika und Europa nimmt die Gäste mit auf eine Reise in eine andere Welt!
„la folie" spielt mit verschiedenen Dimensionen, Räumen und Perspektiven: Das Bühnenbild, innovative Lichtprojektionen und Live-Musik verwandeln das GOP Varieté-Theater immer wieder und schaffen in Verbindung mit den Künstlern ein ganz besonderes Erlebnis.
Eine moderne, fulminante Show - „la folie"! Regie: Anthony Venisse
Anthony Venisse ist in Frankreich aufgewachsen und wurde im kanadischen Montreal, einem Mekka der besten Artisten weltweit, für das GOP Varieté-Theater entdeckt. Er ist ein Genie des (fast) nonverbalen Ausdrucks, eine Perle unter den internationalen Comedians und ein Bewegungswunder. Ein moderner Clown, der das Publikum mit einer riesigen Portion Charme und Können und mit Musik durch diese außergewöhnliche Show begleitet und auch noch Regie führt!
Sarah Lett ist eine von ganz wenigen Frauen weltweit, die eine außergewöhnliche Kunst beherrschen: Die junge Künstlerin tanzt in einem „Cyr" - einer Art überdimensionalem Hula-Hoop-Reifen! Sie zeigt eine rasante Choreografie, die stets perfekt auf die mitreißende Musik abgestimmt ist. Ein absolutes Highlight! Außerdem begeistert sie mit einer kraftvollen und ausdrucksstarken Luftnummer am Vertikaltuch.
Fleeky ist ein Handstand-Equilibrist und Kontorsionist der neuen Generation: Der Kalifornier kombiniert traditionelle Zirkusfähigkeiten mit Innovation, unglaublichem Charisma und einem nie gesehenen Bewegungsstil. Das Ergebnis ist ein neues und aufregendes Erlebnis. Man hat das Gefühl, ein Wesen aus einer anderen Welt zu sehen!
Mit ihrem Rüschenkleid und ihren langen Beinen ist Amélie Venisse davon überzeugt, eine elegante Erscheinung abzugeben. Wenn man jedoch sieht, wie sie mit charmanter Begriffsstutzigkeit bedächtig über die Bühne stakst, könnte man meinen, sie passt nicht wirklich in diese Welt. Die Schwester von Clown Anthony Vernisse präsentiert eine schrille und überaus liebenswerte Figur, die mit ganz außergewöhnlicher Komik überrascht.üpm
Info/Karten: www.variete.de
"Voices" die neue Konzertreihe im Essener Grillo Theater
Die erfolgreichen Unternehmer, Andreas Luketa und Markus Tüpker starten mit "Voices" eine neue Konzertreihe im Grillo Theater in Essen.
Das Team hat sich mit der Veranstaltungsreihe "Musical in Concert" bereits einen Namen gemacht und ist bestens am Markt positioniert. Viele Musicalfans verbinden mit der Konzertreihe ein hochwertiges Programm und erstklassige Künstler. Ständig auf der Suche nach neuen Ideen haben die Veranstalter von Musical in Concert nun "Voices" aus der Taufe gehoben. Das Konzept basiert auf Vielseitigkeit, gepaart mit hohem künstlerischem Niveau. Lieder und Chansons werden geauso präsentiert wie Musicals, Jazz, Pop, Klassik, Texte in gesungener oder gesprochenener Form. Bei der Auswahl der Künstler legen Luketa/Tüpker strenge Maßstäbe an. Sie engagieren nur solche Künstler, die das Konzept mittragen. Engagement, Begeisterung und Leidenschaft fordert das Team, müssen für das Publikum spürbar sein.
Dabei sollen durchaus auch bisher unbekannte Künstler, die aber schon durch ausgezeichnete Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben, zum Zuge kommen. Der richtige Rahmen sei hier das "Casa,"
weil dort der Kontakt zwischen Publikum und Künstler unmittelbar hergestellt werden könne. Den Auftakt bei "Voices" macht Pia Dowes im Dezember im Grillo Theater mit ihrem Soloprogramm "Ein Abend im
Dezember". Das Konzert ist bereits restlos ausverkauft.
Am 11. März kommt Judy Winter mit "Wenn ich mir was wünschen darf" nach Essen, es folgt ihr im Juni 2009 Angelika Milster mit "Ich bin, wie ich bin".
Info/Karten: www.schauspiel-essen.de
Tel: 0201 8122-200