"PINA" mit Oscar Chancen

 Die ZDF/ARTE-Produktion "Pina" hat Oscar Chancen

 

Oscar-Chancen für "Pina" und Wim Wenders: Die 3-D-Hommage an die verstorbene Choreographin Pina Bausch ist als einer von fünf Filmen in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" für den diesjährigen Oscar nominiert. Der Film ist eine  Koproduktion von Neue Roadmovies mit dem ZDF, dem ZDF-Theaterkanal und ARTE, gefördert wurde "Pina" von der NRW-Filmstiftung.

 

Wim Wenders begann seinen außergewöhnlichen 3-D-Film "Pina", noch zu Lebzeiten von  Pina Bausch. Der plötzliche Tod der Künstlerin kam für alle vollkommen überraschend. Wim Wenders entschied sich dennoch den Film fertigzustellen und wurde dabei tatkräftig von den Ensemblemitgliedern unterstützt. Es entstand ein einzigartiger Film, der die Arbeitsweise von Pina Bausch in faszinierenden Bildern dokumentiert. 

Quasthoff sagt Adieu

Der deutsche Bassbariton Thomas Quasthoff verabschiedet sich von der Konzertbühne. Gesundheitliche Gründen haben den bekannten Sänger dazu bewogen. Er könne den Ansprüchen, die er an die Kunst und an sich selber gestellt habe nicht mehr gerecht werden, erklärte er. Er habe seinem Beruf sehr viel zu verdanken, doch gehe er ohne Bitterkeit. Quasthoff zählte zu den international profiliertesten Lied- und Konzertsängern. Er erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen. 2010 war Quasthoff anläßlich seines 50. Geburtstages in der Philharmonie in Essen zu Gast. Dr. Johannes Bultmann, Intendant der Essenr Philharmonie, reagierte äusserst betroffen auf die Nachricht vom Rücktritt des großartigen Sängers. Für ihn war Quasthoff einer der  bedeutensten Sänger weltweit. Im Mai 2012 sollte ein Liederabend mit ihm in der Philharmonie stattfinden.

 

http://www.thomas-quasthoff.com/

Späte Genugtuung für Heimkinder

Ein Fond mit 120 Millionen (Kirchen und Bund) soll ehemaligen Heimkindern bei der Bewältigung ihrer psychischen Probleme helfen. Noch heute leiden viele von ihnen unter den Folgeschäden, die ihnen in staatlichen oder kirchlichen Heimen in der Zeit von 1949 - 1974 zugefügt wurde. Misshandlungen, Zwangsarbeit  und Diskriminierungen waren an der Tagesordnung. Mit den Millionen sollen Therapieangebote für die Betroffenen realisiert werden. Darüberhinaus soll auch ein Ausgleich für fehlende Beitragszeiten bei der Rentenversicherung erfolgen. Um das Hilfepaket in Anspruch nehmen zu können, müssen Betroffene bis spätestens 2014 einen Antrag bei den entsprechenden Behörden stellen.

Fachleute hatten 2010 am sogenannten "Runden Tisch Heimerziehung" den Beschluss über die Hilfsmaßnahmen gefaßt.

Opernhaus Düsseldorf-Stadt investiert 2,3 Millionnen in neuen Orchestergraben

Opernhaus Düsseldorf

Orchestergraben: Mehr Platz und eine bessere Akustik

Die Stadt Düsseldorf investierte 2,3 Millionen Euro in die Erweiterung des Orchestergrabens und für weitere notwendige bauliche Maßnahmen. Da die Platzverhältnisse im Orchestergraben für die Musiker sehr beengt und die akustischen Verhältnisse unzureichend waren, waren die Maßnahmen unumgänglich. Mit auf dem Programm standen  die Verbesserung der Belüftung und die Optimierung des Brandschutzes . Die Arbeiten konnten termingerecht fertiggestellt werden, so dass die neue Saison am 19. November mit einem festlichen Wagner-Strauss eröffnet werden kann

Staatspräsident Nicolas Sarkozy lobt Kulturinvestments in der Metropole Ruhr

Das hochrangig besetzte Forum d’Avignon (17./18.November 2011) ist dem Thema „Investments in die Kultur“ gewidmet. In einer Rede vor mehr als 400i nternationalen Kulturexperten aus 40 Nationen bezeichnete der Französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy heute die Investments in die Kultur in der Metropole Ruhr als gelungenes Beispiel. Die Kultur sei zum Motor des Wandels geworden. Ebenso wie in Bilbao, Berlin oder Liverpool bilde die Kultur den entscheidenden Faktor für die Attraktivität und eine positiveWirtschaftsentwicklung.

Zuvor hatten der Stadtforscher Charles Landry und der Konzeptkünstler Jochen Gerz Initiativen der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 im Papstpalast von Avignon präsentiert, so etwa das Still-Leben A 40 und die Kunstaktion 2-3 Straßen.

An der internationalen Konferenz zum Austausch zwischen Kultur, Politik und Wirtschaft nimmt eine Delegation der RUHR.2010 teil. Die RUHR.2010 hat die künftige längerfristig angelegte Kooperation mit dem Forum d’Avignon besiegelt, die ihren sichtbaren Ausdruck in einer mehrtägigen Veranstaltung zur „Rolle der Kultur im Wandel von Metropolen“ im kommenden März auf dem Welterbe Zollverein in Essen finden wird.

Der Delegationsleiter und Geschäftsführer der RUHR.2010 Prof. Dr. Oliver Scheytt stellt als Zwischenergebnis der derzeit noch laufenden Konferenzdebatten und -gespräche fest: „Die nachhaltige Wirkung der Kulturhauptstadt ist beim Forum d‘Avigon erstaunlich deutlich geworden. Die Kulturmetropole Ruhr wird auf dereuropäischen Bühne als kreativ und attraktiv wahrgenommen. Andere Städte und Regionen wollen von uns lernen, wie Strukturwandel mit den Mitteln der Kultur vorangetrieben werden kann.“

Dies habe auch die Rede des Französischen Staatspräsidenten gezeigt, derausdrücklich das Kulturengagement von Essen, Duisburg und Dortmund sowie der Metropole Ruhr als exemplarisch bezeichnet habe. (ÜPM)

Auf den Spuren erfolgreicher Stadtgeschichte

Denkmalpfad bekommt zwei neue Tafeln

Essen. Seit September 2005 verfügt Essen über einen Denkmalpfad. Auf 33 Tafeln wird Essens Stadtgeschichte erlebnisnah präsentiert. Nun wurden zwei weitere Tafeln aus der Taufe gehoben, eine erläutert das Wohn- und Geschäftshaus der Familie Krupp am Flachsmarkt, die andere Tafel informiert über die Geschichte der Essener Warenhäuser an der Limbecker Straße. Initiator dieses Projektes ist der vor 130 Jahren gegründete Historische Verein. Oberbürgermeister Paß bedankte sich beim Vorstand und bei den Sponsoren für dessen Engagement und ließ sich als 500 Mitglied in den Verein aufnehmen.

Ruhrtriennale - Intendant Willy Decker zieht postive Resonanz

6.10.2011

Ursula Harms-Krupp

 

Auf der heutigen Pressekonferenz in der Jahrhunderthalle in Bochum zog der Intendant der Ruhrtriennale, Willy Decker, in Anwesenheit von Kultusministerin Ute Schäfer ein positives Resümee. Es sei gelungen, die Ruhrtriennale weit über die Grenzen hinaus bekannt zu machen. Sowohl national als auch international sei sie ein Begriff geworden. Das Festival liefere Hochkultur und sende positive Signale in die Welt. Das einmalige Konzept: In leeren Industriehallen Kunst zu produzieren und das Publikum dafür zu begeistern, ist damit voll aufgegangen, betonte Decker. Er selber habe eine neue spirituelle Erfahrung gemacht, die Kunst sei in Bewegung geraten. Jenseits des konventionellen Raumes gehe es in den leeren Hallen um einen gänzlich neuen Schaffensprozess, da alles zunächst offen sei und die Kunst sich entfalten müsse. „Kunst hat immer einen spirituellen Kern“, führte Decker weiter aus. Jeder Künstler sei auf der Suche nach Spiritualität.

Die Landesregierung habe von Anfang an das Projekt finanziell unterstützt, dafür bedankte sich der Intendant ausdrücklich bei der Ministerin. Die gesamte Region habe durch die Kulturhauptstadt einen ungeheuren Aufschwung genommen. Auch die Ruhrtriennale hat ihren Anteil am positiven Image des Ruhrgebietes. zum positiven ImagDiesen Trend gelte es weiter fortzusetzen, bekräftigte Ute Schäfer. Ein erklärtes Ziel sei es, möglichst viele Menschen für die Kultur zu begeistern. Vieles sei schon erreicht worden, doch gäbe des durchaus noch Potiential für Verbesserungen. Das Land werde die Ruhrtriennale auch weiter großzügig unterstützen. Die Summe von 30 Millionen steht zurzeit im Raum. Die steigenden Besucherzahlen machen deutlich, dass die Ruhrtriennale in der Region angekommen sei, betonten Decker und der kaumännische Leiter der Ruhrtriennale, Michael Helbold, übereinstimmend. Mit dem Ticketverkauf und dem Erlös aus Gastspiel- und TV- Tantiemen kamen Einnahmen von sechs Millionen Euro in den drei Jahren zusammen.

In der Spielzeit 2011 zeigte die Ruhrtriennale insgesamt 34 Produktionen mit über 140 Vorstellungen, darunter drei Uraufführungen, drei Eigenproduktionen und fünf. Auftragsproduktionen. Über 600 Künstler waren in diesem Jahr zu Gast, rund 44.000 Zuschauer wurden gezählt, die Auslastung betrug insgesamt 87 Prozent. Künstler mit Weltruhm habe das Festival angelockt, darunter einige, die man sich sonst nicht so ohne Weiteres leisten könne, sagte Decker stolz. Beispielsweise sei "Anna Netrebko" schon für 100 Euro - oberste Kategorie - zu haben gewesen. Um die berühmte Künstlerin zu sehen, müsse man in Salzburg bis zu 400 Euro hinblättern.

Decker habe während seiner dreijährigen Zeit in Bochum immer wieder über die Offenheit, Neugierde und das Interesse der "Ruhrgebietler" gestaunt. Das hätte er anfangs so nicht für möglich gehalten. Auch die Künstler hätten sich im Ruhrgebiet sehr wohl gefühlt und ihre Vorurteile gegenüber dem Ruhrpott revidiert. Besonderes Lob erteilte Decker neben den Künstlern allen Mitarbeitern des Festivals für das unglaubliche Engagement. Alles sei perfekt gelaufen, die Organisation hervorragend gewesen.

 

Am 9. Oktober endet die diesjährige Ruhrtriennale mit der Zerstörung eines großen Sandmandalas, das in der Jahrhunderthalle Bochum gestreut wird. Dann endet auch der dreijährige Ruhrtriennale-Zyklus unter Willy Deckers künstlerischer Leitung.

 

Am letzten Festivalwochenende stehen noch die Produktionen Hanjo in Duisburg, Now This When Not That in Bochum und The Sonic Life of a Giant Tortoise mit offen wie der Himmel auf dem Programm.

 

Einige Produktionen sind noch über die Spielzeit der Ruhrtriennale hinaus außerhalb des Ruhrgebiets zu sehen.

Ruhrtriennale 2011 noch bis 9. OKTOBER

Karten über die Ticket-Hotline 0700.20 02 34 56

 


Fulminanter Erfolg für das Ballett des Aalto Theaters in Verona

AALTO BALLETT GASTIERT IN VERONA

 

Während Ende August im Aalto-Theater noch Spielzeitpause war, hat das Aalto Ballett Theater seine Saison bereits mit einem Gastspiel im italienischen Verona begonnen. Im Rahmen des Festivals „Estate Teatrale Veronese“ präsentierte die Essener Compagnie vom 25. bis 28. August Ben Van Cauwenberghs „La vie en rose“. Die drei Vorstellungen im mehr als 2000 Plätze bietenden, antiken Amphitheater „Teatro Romano“ waren restlos ausverkauft, wurden vom Publikum bejubelt und von der italienischen Presse gelobt:

 

„Das Aalto Ballett Theater Essen hat Paris an die Etsch gebracht und […] zehn Minuten verdienten Applaus erhalten. Diese deutsche Compagnie, geführt vom Belgier Ben Van Cauwenbergh, ist fabelhaft, hat optimale Technik und eine bewegende Interpretation gezeigt.“ (L’Arena, 27. August 2011)

 

„Zu verdanken haben wir diesen gelungenen Abend nicht zuletzt Ben Van Cauwenbergh […], der diese Compagnie zu einer der populärsten in Deutschland gemacht hat.“ (www.lago-di-garda.net

 

Auf der Essener Bühne ist die Aalto-Compagnie wieder ab dem 24. September zu sehen, dann mit Ben Van Cauwenberghs „Carmen/Boléro“. ÜPM) Quelle: Aalto

 

 

Gelsenkirchen

Das Musiktheater im Revier und die Neue Philharmonie Westfalen stellen erstmalig gemeinsam die Spielpläne für 2011/12 vor.

 

 

Für die kommende Spielzeit ziehen sie an einem Strang: das Musiktheater-im-Revier und die Neue Philharmonie

Generalintendant Michael Schulz und Generalmusikdirektor Heiko Mathias Förster versprachen eine spannende Spielzeit mit neuen, aufregenden Produktionen.

 

Zum ersten Mal wird in Deutschland die Oper Merlin des spanischen Komponisten Isaac Albéniz zu hören und zu sehen sein. Das Anfang des 20. Jahrhunderts entstandene und dann vergessene Werk um den Zauberer Merlin, König Artus und das Schwert Excalibur wird in englischer Sprache gesungen.

 

Der in Düsseldorf lebende Hans Trojahn hat sich kompositorisch ebenfalls mit Merlin auseinandergesetzt. Das MIR wird unter der musikalischen Leitung von Lutz Rademacher aber „La grande magia“ (Der große Zauber), eine auf einem neapolitanischen Schauspiel basierende Oper in fünf Bildern zeigen. Nach der Dresdner Uraufführung im Jahre 2008 wird das rund eineinhalb stündige Werk erst zum zweiten Mal aufgeführt.

 

Ralph Benatzkys Singspiel „Im weißen Rössl“ wird in der Inszenierung von Peter Hailer nicht in dem verkitschten 50er Jahre Arrangement, sondern in der jazzigeren Version der 30er Jahre gezeigt.

 

Sichtbar Stolz zeigte sich Schulz darüber, dass es dem Haus gelungen ist, den Kampf um die Erstaufführung von „Die Hexen von Eastwick“ an einem deutschen Stadttheater zu gewinnen.

 

Das Musical „Die Comedian Harmonists“ hat am 13. Januar 2012 im Kleinen Haus Premiere. Das Musical beschreibt den Aufstieg des weltweit erfolgreichen Vokal-Ensembles bis zu seinem erzwungenen Ende im Jahre 1935 durch die Nationalsozialisten.

 

Die verschobene Uraufführung von Sidney Corbetts „Ubu“ findet jetzt am 14. April 2012 als Projekt des MIR Jugendorchesters statt.

 

Nach dem grandiosen Premierenerfolg von Wagners „Das Rheingold“ in dieser Spielzeit wird ab dem 25. Mai 2012 „Salome“ von Richard Strauss konzertant aufgeführt. Am Pult steht wieder Rasmus Baumann.

 

Eröffnet wird die kommende Spielzeit mit Verdis „La Traviata“ am 17. Dezember - auch Puccinis „La Bohème und Dvořáks „Rusalka“ werden wohl wieder für ein volles Haus sorgen.

 

Einen Nachfolger für den scheidenden Ballettdirektor Bernd Schindowski wird das MIR erst in der übernächsten Spielzeit präsentieren. Ballett findet aber trotzdem mit „Copyleft - Spiel mit dem Original “, „Großstadt - Triptychon“ und „Heavy Music - Cool Love 2012“ statt.

 

 

GMD Förster hat die Sinfonie- und Sonderkonzerte (Beginn jeweils bereits um 19:30 Uhr!) wieder abwechslungsreich zusammengestellt.

 

Mit Rachmaninow (Klavierkonzert Nr. 3) und der 4. Sinfonie von Tschaikowsky beginnt die Konzertsaison im September.

Schwerpunkte im Programm bilden Beethoven (Konzert für Violine und Orchester, Sinfonie Nr. 3 und die „Neunte“), Bruckner (Sinfonien Nr. 3 und 9 und das „Te Deum“) und Mahler mit den Sinfonien Nr. 4 und 6.

 

Fritz Langs Stummfilmklassiker „Metropolis“ wurde mit erheblichen finanziellen Mitteln der Murnau Stiftung aufwändig restauriert und geht ab September in NRW auf Tournee. Die Neue Philharmonie Westfalen wird die elf Aufführungen mit der Original-Filmmusik begleiten. Unbedingt zu empfehlen!!

 

Alle Termine und viele weitere Informationen sind den Links zu entnehmen.

 

Rainer Schwirtzek

 

www.musiktheater-im-revier.de

www.neue-philharmonie-westfalen.de

 

 

Die neue Spielzeit im Aalto-Theater 2011/2012

Die Saison beginnt am 14. September

 

Auf einer Pressekonferenz im Aalto-Theater Essen stellten Intendant und GMD Stefan Soltesz, sowie Ballettdirektor Ben Van Cauwenbergh die Spielzeit 2011/2012 am Aalto-Theater und die Konzerte der Essener Philharmoniker vor. 

 

Premieren: Opern

 

„Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach, Premiere 22. Oktober 2011,

Musikalische Leitung Stefan Soltesz

Inszenierung Dietrich W. Hilsdorf

 

„Die Fledermaus“ von Johann Strauß, Premiere 10. Dezember 2011

Musikalische Leitung Stefan Soltesz

Inszenierung Gil Mehmert

 

„Eugen Onegin“ von Peter I. Tschaikowsky, Premiere 25. Februar 2012

Musikalische Leitung Stefan Soltesz

Inszenierung Michael Sturminger

 

„La Traviata“ von Giuseppe Verdi, Premiere 5. Mai 2012

Musikalische Leitung Stefan Soltesz

Inszenierung Josef Ernst Köpplinger

 

„Die Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart, Premiere 10. Juni 2012

Musikalische Leitung N. N.

Inszenierung Jetske Mijnssen

 

Wiederaufnahmen in der Saison 2011/2012: Richard Wagners kompletter „Ring des Nibelungen“ in zyklischer Form, „Der fliegende Holländer“ sowie „Tristan und Isolde“, beides inszeniert von Barrie Kosky, und „Tannhäuser“ in der Regie von Hans Neuenfels. Im Wagner-Jahr 2013 hat Stefan Soltesz Großes vor, die Aufführung sämtlicher zehn Werke Wagners im Aalto-Theater.

 

Premieren: Ballett


Zeitblicke“, Premiere 21. Januar 2012

 „Petite Mort“, ohne titel, „Rooster“

 Choreographien von Jiří Kylián, Patrick Delcroix und Christopher Bruce

 Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und Rolling Stones

 

„Max und Moritz“, Premiere 31. März 2012

 

Ballettkomödie nach Wilhelm Busch von Edmund Gleede

 Choreographie von Michael Kropf

 Musikalische Leitung Volker Perplies

 Bühne Manfred Waba

 Kostüme Friederike Singer

 

Mit der Auslastung des Hauses zeigte sich GMD Stefan Soltesz zufrieden, in der Oper liegt sie bei 80%. Das Aalto-Theater posionierte sich mit 35% Einspielergebnis weit vorn in der Spitzengruppe der bundesdeutschen Häuser.

 

Von den zwölf jeweils doppelt aufgeführten Programmen der Abonnementskonzerte der Essener Philharmoniker im Alfried Krupp Saal der Philharmonie Essen dirigiert GMD Stefan Soltesz die Hälfte; Gastdirigenten sind Andrea Marcon für ein Konzert mit vor- und frühklassischer Musik, Jesus Lopez-Cobos, Tomas Netopil, Andres Orozco-Estrada, Ariel Zuckermann und Dima Slobodeniouk, der u.a. die Erstaufführung des Klarinettenkonzerts von Kaija Saariaho „D’om le vrai sens“ mit Kari Kriikku als Solisten leitet. Die Auslastung der philharmonischen Konzerte liegt bei 82 Prozent. (H-K)

(Quelle: Aalto-Theater)

 

Tel.: 02 01 / 81 22 213 / 214
Fax: 02 01 / 81 22 211

 

DIE BESTEN SIND GERADE GUT GENUG

Die neue Spielzeit 2011/2012 in der Philharmonie Essen

„Unser Haus präsentiert nur die Besten“

 

Sehr zufrieden äußerte sich Intendant Dr. Johannes Bultmann über die zurückliegende Spielzeit in der Philharmonie Essen auf einer Pressekonferenz. Das Konzerthaus sei auf einem guten Weg, die gesteckten Ziele erreicht worden. Zum jetzigen Zeitpunkt zähle man 5000 Gäste mehr als in der vergangenen Saison. Bestätigt sich die günstige Prognose auch weiterhin, könne man zum Ende der Spielzeit sogar eine Auslastung von 72 % vorweisen. Insgesamt werden rund 200 000 Besucher erwartet, darin eingeschlossen sind allerdings Konzertbesucher anderer Veranstalter und unterschiedliche Spielorte: Alfrid Krupp Saal, RWE Pavillon und der Essener Dom.

 

Bultmann betonte, die Philharmonie Essen gehöre zu den führenden Konzerthäusern in Europa. Sie habe sich hervorragend positioniert. Qualität sei das Wichtigste, deshalb präsentiere sein Haus nur die Besten. In der neuen Spielzeit glänzt das Haus wieder mit einem abwechslungsreichen Programm. Es enthält über 100 Konzerte, interessante Projekte und Festivals.

Den Schwerpunkt bilden sechs Themenreihen, in denen Bewährtes zum Teil wieder aufgegriffen wird. Fortgeführt werden: „die alte Musik bei Kerzenschein“, die beim Publikum sehr gut ankomme, „Lied und Lyrik“ mit Ensemble-Mitgliedern des Schauspiels Essen und der Mahler International II Zyklus, bei dem Enoch zu Guttenberg, Ricardo Chailly und Daniele Gatti zu Gast sein werden.

 

Doch überrascht die Philharmonie auch mit ganz neuen Ideen, so Bultmann. Das Festival "Now" mit zeitgenössischer Musik hat es in der Form, wie es die Philharmonie präsentieren wird, noch nicht gegeben. Das neue Festival „NOW“ trägt in der kommenden Saison den Titel „America“. Vorgestellt werden vier Protagonisten der E-Musik: John Cage, Steve Reich, John Adams und Frank Zappa. Jeder für sich entwickelte eine eigene Musiksprache und nahm Einfluss auf den amerikanischen Musikmarkt. Auch die europäische Szene wurde von ihnen maßgeblich beeinflusst.

 

Dem Komponisten Franz Schubert wird unter dem Motto „Sehnsucht“ eine spezielle Themenreihe gewidmet. In seinen Werken spiegelt sich seine Gefühlswelt mit Seelenzuständen, die die innere Zerrissenheit offenbaren. Musiker und Sänger versuchen in dem Themenzyklus, dem Wanderer und rastlosen Sucher nach Glück auf die Spur zu kommen. Thomas Quasthoff (Bariton), die Geigerin Isabelle Faust, sowie der Pianist Tzimon Bariton interpretieren Schuberts Werke.

 

Bestens etabliert hat sich das Thema „Essener Jugendstil". Junge Stars der Klassik stellen sich dem Publikum vor und treten in einen Dialog ein.

 

Ganz besonders stolz ist Bultmann über die Verpflichtung der international bekannten Cellistin Sol Gabetta. Sie ist fünf Mal in der Philharmonie zu erleben.

 

Das Gastspiel von Christian Thielmann, dem künftigen Chefedirgenten der sächsischen Staatskapelle, ist ein weiterer Höhepunkt der kommenden Spielzeit.

 

Fantastisch angekommen beim Publikum ist die Jazz Reihe der Philharmonie. Um den musikalischen Genuss noch zu erhöhen, soll im RWE-Pavillon ein neues Raumkonzept installiert werden.

 

Für die die neue Saison konnten auch wieder weltberühmte Gesangsstars verpflichtet werden: Editha Gruberova, Jonas Kaufmann, Angela Gheorgiu oder auch der gefeierte französische Countertenor Philippe Jaroussky sind mit von der Partie.

 

Dialoge und Kommunikation mit dem Publikum sind immens wichtig, betonte Bultmann wiederholt. Den Begriff der Interpretation stellt er ins Zentrum seiner Ausführungen. Ein Kunstwerk müsse immer wieder neu erfasst und interpretiert werden. Die Motivation für Kreativität und Format muss aus der Kunst herauskommen. Und das Publikum in den Dialog miteinbezogen werden, so der Intendant. Deshalb werden nach einigen Konzerten Gespräche mit den Künstlern im Foyer angeboten. Auch bei den offenen Begegnungen im Park „Park-Sound“ ist ein solcher Dialog möglich und wird gewünscht. (H-K)

 

Infos:

www.philharmonie-Essen.de

Tel. 0201-8122-2ß0

 

 

Kulturhauptstadt 2010 ein Riesenerfolg für das Ruhrgebiet

Kulturhauptstadt 2010 ein Riesenerfolg für das Ruhrgebiet


Am 16. Februar 2011 fand auf Zeche Zollverein in Essen eine Pressekonferenz zum Abschluss der Kulturhauptstadt 2010 statt. Andreas Bomheuer, Beigeordneter für Kultur, Integration und Sport der Stadt Essen, Michael Quadt, ehemaliger Leiter des Kulturhauptstadtbüros und Eva Sunderbrink, Geschäftsführerin der Essen Marketing GmbH, EMG, standen als Gesprächspartner den Journalisten Rede und Antwort.

Übereinsimmend betonten alle drei Verantwortlichen den Riesenerfolg der Kulturhauptstadt 2010. Eine ganze Region habe von der Kulturhauptstadt 2010 profitiert. Die deutsche Öffentlichkeit habe das Ruhrgebiet wahrgenommen. Gleichzeitig sei auch das Ausland durch die medialen Bilder über die kulturelle Vielfalt der Region informiert worden. Dem Internet als Kommunikationsplattform falle dabei eine wichtige Rolle zu. Rund 18 Millionen mal sind die Web-Seiten www.essen.de und www.essen-marketing.de im Netz angeklickt worden.

 

Gezielte Marketingaktionen der EMG (Essener Marketing Gesellschaft) hätten wie Multiplikatoren gewirkt. Beispielsweise habe man an den Info-Ständen auf Festen, Messen und Märkten, Postkarten mit 23 verschiedenen Motiven kostenlos an die Besucher verteilt. Von den Inhabern sind sie dann in die ganze Welt verschickt worden. Auf den Deckblättern fast aller deutscher Reisekataloge habe es Hinweise auf die Zeche Zollverein gegeben und das Stadtmagazin „Essen erleben“ informierte in 6 Ausgaben und einer Auflage von 700 000 über die Kulturhauptstadt 2010. Medial sei in den Köpfen der Menschen sehr viel passiert. Die neuen Bilder gelte es auch über das Kulturhauptstadtjahr 2010 hinweg nachhaltig zu festigen.

 

Kulturdezernent Andreas Bomheuer hat klar definierte Ziele für die Zukunft vor Augen. Mit Unterstützung der EMG (Essener Marketing Gesellschaft) und seinen Kooperationspartnern hofft er sie schnell umsetzen zu können. Eine Aufgabe lautet: den Wert der eigenen Kulturstätten stärker ins Bewusstsein der Bürger zu implantieren.

Wünschenswert sei ferner eine bessere Zusammenarbeit aller Kulturschaffenden, damit eine Ausstrahlung über die Region hinaus erreicht werde. Überhaupt gelte es, die Kommunikation aller Beteiligten nachhaltig zu verbessern. Bereits bestehende Kooperationen sollen weiter ausgebaut werden. Mit seinen Kollegen sei er im Gespräch, um gemeinsame Strategien zu entwickeln, sagte Bomheuer. Angestrebt werde eine stärkere Vernetzung von Museen, Theatern und Konzerthäusern, damit überregionale Projekte initiiert werden können. Um die Popularität der Stadt Essen zu steigern, könne er sich auch internationale Festivals vorstellen, die ein interessiertes Publikum anlocken sollen. Veranstaltungen, die vom Bürger in der Vergangenheit positiv angenommen wurden und mittlerweile fest etabliert sind, z. B. das Kulturstadtfest, sollen auf den Prüfstand. Die Attraktivität derartiger Events könne durch ein neues Marketingkonzept noch gesteigert werden.

 

Die Kulturhauptstadt 2010 kann auf 227 Projekte und 1000 Veranstaltungen zurückblicken. Besonders die Großveranstaltungen hinterliessen einen nachhaltigen Eindruck in der Bevölkerung. „Still-Leben A40“,„!Sing- Day of Song“ und „Schachtzeichen“ waren absolute Highlights der Kulturhauptstadt 2010. Die medialen Bilder wurden in viele Länder der Welt gesendet, dadurch ergab sich ein veränderter Blick auf die Region.

 

Der große Erfolg der Kulturhauptstadt manifestierte sich auch in den Erfolgszahlen der Touristikbranche, die dem Ansturm der Massen kaum Heer werden konnte. Eine Steigerung von 28,1 % bei den Übernachtungen und 30,9% mehr bei den Ankünften wurden dokumentiert. Auch die EMG-Touristikzentrale verbuchte einen starken Zulauf. 23 % mehr Besucher suchten hier direkt nach Beratung.

Besondere erfreulich war die hohe Zahl der auswärtigen Besucher. Hier konnte das Ruhrgebiet deutlich zulegen. Bemerkenswert viele Besucher kamen aus dem Nachbarland, den Niederlanden.

 

Das Ruhrmuseum und das Folkwangmuseum profitierten ebenfalls vom Kulturhauptstadtjahr. Ins Ruhrmuseum kamen im Jahr 2010

500 000 Besucher, das Folkwangmuseum freute sich über 800 000 Gäste. Auch die Kulturtouren (historische (Straßenbahn, Kulturlinie 107 und Stadtrundfahrt mit dem Doppeldeckerbus), wurden sehr gut angenommen und erwiesen sich als äußerst spannende Angelegenheit. Viele Bürger (50 % der Mitfahrenden kamen aus Essen) nahmen zum ersten Mal bewusst die Kulturschätze ihrer Stadt wahr. Bisher waren sie oft achtlos an ihnen vorbeigegangen.

 

200 Jahre Krupp soll 2011 gefeiert werden. Die Stadt Essen hofft auf viele Besucher.

 

VIEL OPTIMISMUS BEI DER RHEINOPER

RHEINOPER STELLT SPIELPLAN FÜR DIE SAISON 2010/2011 VOR

Das Leitungsteam der Rheinoper stellte auf der Jahres Pressekonferenz am 26. April 2010 den neuen Spielplan vor.

Generalintendant Christoph Meyer strahlte Zufriedenheit aus, sein Haus sei auf einem guten Weg, betonte er. Die tolle Stimmung im Haus werde auch nach aussen getragen. Dadurch seien  neue Sponsoren angelockt worden, die Eintrittspeise bleiben in der kommenden Spielzeit stabil. 

 Die Auslastung des Hauses liegt bei 75%. Der neuen Saison sieht  man deshalb sehr optimistisch entgegen. Wesentlichen Anteil am Erfolg des Hauses hat  Martin Schläpfer, der Ballettdirektor der Rheinoper. Seine Inszenierungen errregten große Aufmerksamkeit. Als Open Air Veranstaltung wird am 9. Juli auf dem Burgplatz die komplette Oper   "LA Boheme" zu sehen sein. Es wird neun Premieren und 22 Wiederaufnahmen geben. Und die bekannten Galas. International tätige Künstler werden in der Rheinoper gastieren.

NEUER SPIELPLAN FÜR DAS AALTO THEATER

Generalmusikdirektor Stefan Soltesz und Ballettdirektor Ben Van Cauwenbergh stellten ihre Pläne für die Spielzeit 2010/2011 im Essener Aalto Theater der Presse vor. Mit der Auslastung des Hauses zeigten sie sich sehr zufrieden,  die Tendenz sei weiter steigend. der Zenit sei noch längst nicht erreicht,
Angesichts ständig neu aufkommender Hiobsbotschaften, sei es allerdings nicht immer leicht, den Spielbetrieb in der bisherigen Form aufrecht zu erhalten, sagte Generalmusikdirektor Stefan Soltesz vor Journalisten.

Dass Damoklesschwert der Haushaltsdeckelung hat ohne Zweifel Auswirkungen auf die Kulturangebote der Stadt. Die TUP, Theater und Philharmonie der Stadt Essen, kann davon ein Lied singen. Ihr Geschäftsführer Berger Bergmann, zollte Stefan Soltesz höchstes Lob, da er es fertiggebracht habe, trotz enormer Schwierigkeiten einen interessanten und abwechslungsreichen Spielplan aufzustellen. Stefan Soltesz hatte sich vor einiger Zeit in einem offenen Brief an die Stadtspitze gewandt und seinen Standpunkt im Hinblick auf die Sparmaßnahmen deutlich gemacht. Den Willen zum Sparen habe er, bekundete er während der Pressekonferenz, auch wenn das von einigen Politikern der Stadt bezweifelt werde. Statt ursprünglich sechs geplanter Premieren gäbe es deshalb in der neuen Spielzeit nur fünf. Trotz der schwierigen Lage sei er jedoch sehr froh, einen Spielplan vorstellen zu können, der dem hohen Niveau des Hauses entspräche. Denn darin sehe er nicht nur seinen großen Ehrgeiz, dafür kämpfe er auch mit aller Kraft.
Derzeit liegt die Auslastung des Hauses bei 88 %, elf Mal wurde allein die „Lulu" gespielt, insgesamt sind 150 000 Besucher gekommen.
Für die neue Saison sind 5 Premieren geplant, vier szenische Aufführungen und eine Konzertante. Mit der ersten Premiere am 10. Oktober 2010 „Götterdämmerung" von Richard Wagner wird der Ring der Nibelungen vollendet. Inszeniert wird die Oper von Barrie Kosky, dirigieren wird Stefan Soltesz. Kosky soll 2012 neuer Intendant der komischen Oper in Berlin werden. Zurzeit erlebe der Regisseur einen Höhenflug, führte Soltesz aus. Sein „Coming out", so Soltesz, habe Kosky in Essen mit den viel beachteten Inszenierungen, „Don Giovanni", dem „fliegenden Holländer" und „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagony" gehabt. Letztere sei allerdings von der ortsansässigen Presse überwiegend negativ kommentiert worden. Georg Friedrich Händels szenisches Oratorium „Hercules" folgt als zweite Premiere der neuen Spielzeit. Die Inszenierung übernimmt Dietrich Hilsdorf, die Musikalische Leitung wird in den Händen von Jos von Veldhoven und Alexander Eberle liegen. In diesem Zusammenhang wies Soltesz auf die Barockoper "Semele" hin, die einen großen Erfolg im Aalto Theater zu verzeichnen hatte. Dem Opernpublikum etwas „Nettes" oder wie Soltesz es konkret formulierte, etwas  „Liebliches" antun, will er mit der Aufführung der "Madame Butterfly". Mit den bisherigen Inszenierungen der Butterfly habe er sich ziemlich unwohl gefühlt, bemerkte Soltesz. Der Experte für pittoreske asiatische Inszenierungen sei Tilmann Knabe," ihn habe er für die „Butterfly"verpflichten können. Dirigieren wird die Oper: Stefan Soltesz.
Donizettis „L'elisir d'amore" („Der Liebestrank") wird erstmalig im Aalto Theater am 2. Juli 2011 aufgeführt. Andreas Baesler wird Regie führen, Guillermo García Calvo dirigiert. Die konzertante Aufführung I Caupuleti E I Montecchi von Vincenzo Bellini wird GMD Stefan Soltesz dirigieren. Die Premiere ist am 6. März 2011.
!6 Wiederaufnahmen werden in der neuen Saison angeboten, darunter Cosi fan tutte, Don Giovanni, Luisa Miller, die Czardasfürstin und Aida. Aida wird in einem neuem Kleid präsentiert, das Buhnenbild war stark renovierungsbedürftig.
Stolz ist Soltesz über das große Repertoire an Konzerten, die in der neuen Spielzeit angeboten werden. Sein besonderer Anspruch ist es, dem Publikum eine große Palette von Werken zu bieten, darunter sind sowohl Klassiker als auch Raritäten.
Orchester und Solisten des Aalto seien brillant, hebt Soltecz hervor. Schon vor einigen Jahren habe er "Mahlers siebte" in Essen gespielt, Schönbergs Klavierkonzert und das Orgelkonzert von Francis Paulenc, Richard Strauß,  „Eine Alpensinfonie" und ein reines Ravel-Programm sind in dieser Saison ebenfalls mit dabei.
Sechs der zwölf Konzertprogramme werden von Stefan Soltesz dirigiert, Gastdirigenten sind Sébastien Rouland, Michael Schønwandt, Alexander Joel, Jiří Kout, Vladimir Fedoseyev sowie der Komponist Christian Jost, der u.a. eigene Werke dirigiert. Zu den Solisten zählen Lise de la Salle, Michaela Selinger, Jérôme Pernoo, Iveta Apkalna, Viviane Hagner und Gerhard Oppitz.

 

Ab sofort können die Ringzyklen als Komplettangebot gebucht werden und das Neujahrskonzert mit den Philharmonikern, geleitet von Heinrich Schiff.

Ein Highlight ist außerdem der Beethoven Marathon am Ostersonntag. Der Pianist Rudolf Buchbinder und Stefan Soltesz spielen an diesem Tag alle fünf Klavierkonzerte des großen Meisters.
Ballettdirektor Ben Van Cauwenbergh zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit seiner zweiten Spielzeit im Essener Aalto Theater. Die erste Ballett-Premiere der neuen Spielzeit wird "Udine" sein, das Aalto Ballett beteiligt sich am Henze Projekt der „Ruhr 2010. Der belgische Choreograph Stijn Celis wird die Inszenierung übernehmen, Volker Perplies wird dirigieren. Als weitere Ballettpremieren stehen „Carmen" von Georges Bizet und der „Bolero" von Maurice Ravel auf dem Programm. Am 28. 05. gibt es  im Aalto „Irish Soul" mit einer Live Band .
Fünf Wiederaufnahmen sind im Repertoire, darunter die Publikumsmagneten Tanzhommage an Queen" und „La vier en rose", sowie die beliebten Klassiker „Coppélia" und „La Sylphide.

 

www.aalto-theater.de

 

 

 

 

KANALGLÜHEN: NON STOP CITY

Kanalglühen: Non Stop City -
Premierenfahrt am 17. April 2010

 

Bei strahlendem Sonnenschein legt ein Schiff der Weißen Flotte Duisburg vom Anleger Duisburg-Meiderich ab. Leinen los: eine Fahrt durch das nächtliche Ruhrgebiet, durch die endlose Stadt, die NON STOP CITY.

 

So eine Fahrt wirft Fragen auf: In der Nähe von Bottrop: „Würden Sie gerne im Tetraeder wohnen?" und „Wohin bringen Sie Besucher Ihrer Stadt?" - „Wann waren Sie zum letzten Mal im Rhein-Herne-Kanal schwimmen?" und nicht zuletzt: „Können Sie sich eine endlose Stadt vorstellen?". Diese Fragen werden mit Scheinwerfern an das Kanalufer projiziert. Auf dem Schiff werden Filme auf einer Leinwand gezeigt, die öfter eingeklappt werden muss, aus demselben Grund, wie auch die Besucher ihre Köpfe einziehen müssen: einige Brücken sind sehr niedrig. Der Rhein-Herne-Kanal diente vor der Kulturhauptstadt eher der Beförderung von Frachtschiffen, weshalb das Schiff durch zwei Schleusen fährt.


Doch zurück zu den Filmen: Sie zeigen, was sich in den Binnenhäfen und Siedlungen abspielt, an denen das Schiff vorbeifährt: Am Gasometer vorbei, das im Sonnenuntergang ein wunderschönes Bild bietet, durch die Stadthäfen Essen, Gelsenkirchen, Herne bis nach Recklinghausen. Das Ruhrgebiet hat eben nicht nur die Ruhr, sondern auch diesen Kanal. Diese Fahrt zeigt, dass es eine Industrieregion war und ist. Die letzte Stunde bietet Zeit und Platz zum Tanzen. Während an Deck aktuelle House-Musik aus Südafrika gespielt wird, findet unter Deck eine Weinprobe eines neuen Recklinghäuser Weines statt. Für die Konzeption des Projektes nahm sich das raumlabor Berlin ein Jahr Zeit, um in der Region zu recherchieren. Es schadet nicht, Leute von außen einen Blick auf diese Metropole werfen zu lassen. Was Einheimischen schon normal erscheint, z.B. dass es zwischen den Städten des Ruhrgebietes keine Grenzen gibt, wirft für Außenstehende Fragen auf, wie z.B.: Warum geht man im Rhein-Herne-Kanal schwimmen oder Wie kann man an der Autobahn A3 wohnen? Die Veranstalter versuchen, ihre Annäherung an diese Region auf konzeptkünstlerische Weise umzusetzen. Antworten gibt es keine, die muss jeder selber finden. Aber vielleicht hilft dabei eine nächtliche Kanalfahrt, die zeigt, dass Kunst überall stattfinden kann. Sogar hier, auf dem Rhein-Herne-Kanal.

 

Die restlichen Fahrten sind leider bereits ausverkauft. Doch auch ein anderes Ereignis hatte letzte Woche Premiere: die Weisse Flotte Baldeney fährt nun auf diesem Gewässer und bietet ihren Gästen Schiffsfahrten an. (Anna Dettmer)

 

 

 

Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv ist eröffnet

 

Nachdem Ruhr Museum und dem Folkwang Museum wurde nun eine dritte museale Einrichtung eröffnet. Das Haus der Essener Geschichte und das Stadtarchiv fanden eine neue Heimat in der ehemaligen Luisenschule am Bismarckplatz. Die Mitarbeiter hoffen auf großes Interesse, nicht nur der Essener Bürger. Die Historiker freuen sich  schon jetzt.

 

Das neue Haus der Essener Geschichte /Stadtarchiv soll multifunktional genutzt werden und sieht seine Aufgabe in einer zentralen Dokumentationsstelle für alle Fragen und Informationen, die mit der Stadtgeschichte in Zusammenhang stehen. Es bewahrt die Archivalien des Stadtarchivs, (die älteste Urkunde stammt aus dem Jahr 1244 und besiegelt einen Grundstücksverkauf in Essen-Schonnebeck), die stadtgeschichtliche Abteilung der Stadtbücherei, eine Personenstandskartei (interessant auch für die Ahnenforschung), das Archiv von Dr. Ernst Schmidt zum Thema: "Widerstand und Verfolgung im dritten Reich" und die Vereinsbestände von Rot-Weiß-Essen.

Noch vor den Sommerferien, ist beabsichtigt, die Dauerausstellung „Essen im 20 Jahrhundert," mit dem Schwerpunkt „Nationalsozialismus", zu präsentieren. Auch Wechselausstellungen und eine Ausstellung über die franz. Besatzung sind in Planung. Der historische Verein der Stadt Essen wird ab März hier seine Vortragsreihe abhalten.

 

Die Luisenschule bekam ihren Namen von der preußischen Königin Luise und wurde 1866 als höhere Töchterschule gegründet. 1906 bezog sie ihren Platz am Bismarckplatz und steht heute unter Denkmalschutz. Ab 1942 diente die Schule als Unterkunft für 750 Zwangsarbeiter. Bei einem Luftangriff 1945 wurden einige Teile des  Gebäudes durch Bombeneinschläge schwer getroffen und zerstört. Weitgehenst original erhalten ist der Luftschutzkeller. 2004 erfolgte die Schließung der Schule.

 

Ein neues Gebäude war notwendig geworden, weil die Kapazitäten des Stadtarchivs an der Steeler Straße erschöpft waren und die Bestände aufgrund enormer Temperaturschwankungen in den Räumen nicht mehr sachgemäß gelagert werden konnten. Die Stadt Essen plante deshalb die Errichtung eines Neubaus an der Segeroth Straße, in unmittelbarer Nähe der Uni Essen. Aus Kostengründen verweigerte die Landesregierung jedoch die Zustimmung zu dem Projekt und forderte eine preiswertere Alternative. Die Räumlichkeiten der Luisenschule boten sich an. Das Architekturbüro Ahlbrecht/Scheidt aus Essen überzeugte die Jury mit ihrem Entwurf des Magazin-Neubaus und der Planung für die Altbaurestaurierung

Im Mai 2008 erfolgte die Grundsteinlegung. LESESAAL, Seminar- und Vortragsräume wurden im Erdgeschoss des Altbaus eingerichtet. Für die Dauer Ausstellung „Essen im 20 Jahrhundert," wurden die ehemaligen Luftschutzräume im Keller des Hauses in die Planung mit einbezogen. Der Neubau des Magazins, ein monolithisch anmutender Baukörper wegen seiner Cortenstahl Fassade, fügt sich problemlos in das vorhandene Gebäudensemble ein.  Ein Sinnbild unserer Zeit, betonte Dr. Klaus Wisotzky, der Leiter des Hauses, Stahl schütze das Gedächnis der Stadt wie ein Tresor. Stahl verändere sich permanent, korrosiere und setze Patina an. Letzten Endes sei dies auch ein Indiz für den Wandel der Zeit. Auch impliziere Stahl die Nahe zu Krupp, womit sich der Kreis dann wieder schließe. Denn Krupp und Essen seien eins.

 

Vom Bismarckplatz aus hat man einen schönen Blick auf das historische Gebäude mit dem repräsentativen Haupteingang. Beeindruckend das Entree und die Empfangshalle im neugotischen Stil. Sie wurde wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt.

 

Besucher, die bereits einen Ausweis für die Stadtbibliothek besitzen, können diesen auch für für das Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv benutzen. (Ha-K)

 

Öffnungszeiten von Montag - Freitag 10-15:3, Donnerstag bis 18:00

Tel. 0201-88-41300

Stefan Soltecz, der Intendant des Aalto Theaters in Essen hat sich in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Essen, Herrn Reinhart Paß, an Herrn Jürgen Büssow, den Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Düsseldorf und an den Kämmerer der Stadt Essen, Herrn Lars Martin Klieve gewandt. Er könne es nicht mehr hinnehmen, dass hauptsächlich der  Kultur angelastet werde, für die Misere der Kommunen verantwortlich zu sein. Gerade sein Haus ginge sorgfältig mit öffentlichen Geldern um  Den Vorwurrf der Verschwendung weise er in aller Entschiedenheit zurück.

Den vollständigen Brief können Sie hier lesen

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Düsseldorf

Deutsche Oper am Rhein

BALLETT B01

Premiere: 15. Oktober 2009

 

Es ist nicht nur die erste Ballettpremiere dieser Spielzeit, sondern auch die erste für das Ensemble Ballett am Rhein unter der Leitung von Martin Schläpfer.

Das Ballett besteht aus drei Teilen, die jeweils von einer Pause unterbrochen werden. So unterschiedlich wie die Komponisten der drei Stücke sind auch die Inszenierungen selbst.

Das „Wien-Ballett“  „Marsch, Walzer, Polka“ nach Musik der Strauß-Familie wird so verspielt und ironisch dargestellt, dass  es zum Schmunzeln verleitet. Faszinierend ist die Sichtweise auf die traditionellen bekannten Musikstücke. Für Martin Schläpfer hat Tanz Theater zu sein und nicht eine Pflege des Gewesenen. Nicht das dominante stakkato - hafte des Marschs wird hier dargestellt, sondern das ängstliche taktvolle Weglaufen. Den Tänzern gelingt es, „das Militaristische zu zertrocknen“ (Schläpfer). Spielerisch bilden Kostüme - Satin-Nachthemden bei den Tänzerinnen und Unterhemden bei den Tänzern – und dezentes Licht eine Einheit. Tosender Beifall.

Ernster wird es bei den Frank Bridge Variations nach der Musik von Benjamin Britten und der Choreographie von Hans van Manen. Als einer der bedeutendsten lebenden Choreographen  ist er an diesem Abend anwesend und nimmt anschließend den frenetischen Beifall persönlich entgegen. Wie schillernde Geckos, die auf der Jagd sind und sich anpirschen, wirken die Tänzer in ihren schillernden Kostümen. Die Frauen in Rot, die Männer in Grün geben der spätromantischen Musik Brittens gekonnt Ausdruck. Das drei-lagige Bühnenbild unterstützt durch seinen Wechsel die Übergänge der einzelnen Abschnitte. Der Dirigent an diesem Abend, der junge Christoph Altstaedt, bezeichnet die „Frank Bridge Varitions“ als ein Paradestück für die Streicher. In der Tat, komprimiert auf 25 Minuten, geben sie, wie auch das gesamte Orchester bei dieser Premiere, bei diesem Stück alles.  

Eine Premiere stellt die Uraufführung der 3. Sinfonie des polnischen Komponisten Witold Lutoslawski dar, der als Vater der polnischen Moderne bezeichnet wird. Die von 1972 und 1983 entstandene Sinfonie wird von Martin Schläpfer erstmals choreographisch umgesetzt. Sie bildet einen kraftvollen Gegenpol zu der anderen Musik. Die klassische Ballett-Technik bildet hier einen interessanten Kontrast zur nicht eingängigen Musik und dem extravaganten Bühnenbild. In drei Käfigen, die an der Decke befestigt sind, befinden sich Tänzer, von denen einer im Laufe der Inszenierung befreit wird. Ein großer Stahlträger ist über die gesamte Bühne gespannt, im Hintergrund befinden sich rote leuchtende Mohnblumen. Alles wirkt steril, zumal zu Beginn keine Musik zu hören ist. Doch diese ertönt und steigert sich, um wieder ruhig abzuschließen. Die Kostüme, kurze Wollteile und dunkles Augen-Make-Up, unterstreichen die Düsternis. Nicht allen Zuschauern gefällt diese moderne Inszenierung, vereinzelt gibt es Buh-Rufe. Doch diese können sich wenig Gehöhr verschaffen und gehen im minutenlangen Beifall nach der gesamten Aufführungen unter. Eine gelungene Premiere für Martin Schläpfer, das Ensemble Ballett am Rhein, sowie das Orchester unter der Leitung von Christoph Altstaedt.

(Anna Dettmer)

www.rheinoper.de

 

 

Bayreuth

Mit sehr langen Wartezeiten muss man rechnen, wenn man Tickets für das Festspielhaus haben möchte.

Hier können Sie vorab einen Blick auf die Festspiel- und Universitätsstadt "Bayreuth" werfen

http://bayreuth.bayern-online.de/die-stadt/webcams/