Ruhrmuseum Bochum von Schließung bedroht
Das Kunstmuseum Bochum ist Mitglied der RuhrKunstMuseen. 20 Häuser haben sich zu den RuhrKunstMuseen zusammengeschlossen. Sie kooperieren in den Bereichen Ausstellung, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit. Das außergewöhnliche Engagement der Mitglieder dieses Verbundes belohnte die Regierung vor einiger Zeit mit Fördergeldern. Vom Land NRW und und von der EU gab es für die Vermarktung 800 000 Euro.
Große Sorge herrscht derzeit bei den Direktoren und Direktorinnen der Ruhr Kunst Museen. Wieder steht ein Museum zur Disposition. Bereits 2010 sollte das "Post Museum" in Mülheim geschlossen werden. Nun ist Bochum von den Sparmaßnahmen der Stadtverwaltung und der Bezirksregierung Arnsberg betroffen. Der kulturelle Reichtum der Region, so der Appell der Leiter und Leiterinnen der RuhrKunstMuseen, dürfe den rüden Sparmaßnahmen der Landes-und Komunalpolitik nicht zum Opfer fallen. Die zunehmende Ökunimisierung des gesamten Lebens zeige, dass Entscheidungen über Schließungen kultureller Einrichtungen viel zu leichtfertig gefällt werden. Als Vorwand diene der Vorwurf, sie seien nicht rentabel. Mittlerweile sei diese Argumentation gängige Praxis.
Haushaltsdefizite können durch Schließungen kultureller Institutionen jedoch nicht beseitigt werden. Dem künstlerischen Leben werde ein unheilbarer Schaden zugefügt. In Wahrheit sei diese Vorgehensweise ein Angriff auf die Kultur. Die Botschaft heißt: "Weg mit der Kultur! Weg mit dem, was nicht stromlinienförmig ist! Weg mit der Kunst!"
Das Kunstmuseum Bochum hat seit seiner Gründung mit zeigenössischer Kunst, Sammlungen und Ausstellungen dem kulturellen Leben in der Region wichtige Impulse gegeben.
Autorentage im Schauspiel Essen
2012 führt das Schauspiel Essen erstmals Autorentage durch. Die Autorentage vom 13.04. bis 15.04. stehen unter dem Motto „Widerstehen“. Schriftsteller und Dramatiker jeden Alters sind aufgerufen, ihre Stücke einzureichen.
Von den eingereichten Stücken werden acht ausgewählt. Die Dramatiker werden eingeladen, ihre Stücke der Fachwelt und dem Publikum vorzustellen. Eines davon wird prämiert und in der Spielzeit 2012/13 im Schauspiel Essen uraufgeführt. Die Skala des Widerstandsverhaltens beinhaltet sowohl die neue erwachte Protestkultur, die seit einiger Zeit in aller Munde ist, als auch das Demokratieverständnis in unserem Staat, Formen des zivilen Ungehorsams und des Volkszornes, ebenso die Auseinandersetzung zwischen den Kulturen und Generationen.
Eine weitere spannende Frage, die sich aus den Themenfeldern ergbt, ist die Frage: welche Rolle die Kunst in Bezug auf die neu erwachte Widerstandskultur einnimmt. Denn Widerstandsaktionen wirken oft sehr theatralisch und haben direkten Einfluss auf die Gesellschaft. Inwieweit auch das Theater und die Kunst über diesen Einfluss verfügt, darüber soll nicht nur auf den Autorentagen diskutiert werden, sondern bereits in der Spielzeit 2011/2012 ist dieses Thema Gegenstand von Überlegungen im Schauspiel Essen.
Bedingungen
Da es sich um einen Förderwettbewerb handelt, dürfen nicht mehr als drei Stücke eines Autors zur Uraufführung gelangt sein. Wird das Stück durch einen Theaterverlag eingereicht, darf es nicht älter als zwei Jahre sein. Außerdem muss es in deutscher Sprache verfasst worden sein. Die acht besten Stücke werden vom 13.-15. 04. in szenischen Lesungen vorgestellt. Eine Fachjury verleiht den Preis (5000 Euro) für das prämierte Stück am 15.04. Der Autor muss bei der Preisverleihung persönlich anwesend sein. Das Projekt wird von der Kulturstiftung Essen für drei Jahre mit 25 000 Euro pro Jahr gefördert.
Die Autorentage werden als Präsenzfestival angeboten. Die Anwesenheit der Autoren wird gewünscht, damit ein reger Austausch zwischen Schauspielern, Regisseuren, Dramatikern und dem Publikum stattfinden kann.
Einsendeschluss: 15. 09. 2011
Info: Schauspiel-essen.de
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