NEW YORK
NEW York -Eine Stadt, die niemals schläft
Nach über acht Stunden Flugzeit sind wir unserem Reiseziel ganz nah. In wenigen Minuten wird der Airbus 320 auf dem Newark International Airport landen. Einer der drei Flughäfen New Yorks, neben dem John. F. Kennedy International und dem La Guardia Airport. Die Maschine setzt mit einem Ruck auf. Egal, wir sind froh endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren Wir reihen uns in den Strom der Passagiere ein, die eilig der Passkontrolle zusteuern. Die Halle ist voll von Menschen aller Nationaltäten. Das hat uns gerade noch gefehlt, stöhne ich genervt. Dauert sicher Stunden. Doch wider Erwarten werden die Massen schnell durch die Kontrollen geschleust. Fingerabdruck rechts, Fingerabdruck links, Daumenabdruck rechts und Daumenabdruck links, Foto vom Profil und frontal. Endlich ist das lästige Procedere überstanden. Erleichtert laufe ich zu meinem Mann und meinen Söhnen, die schon vor mir kontrolliert worden sind und am Transportband warten. Unsere Koffer rollen übers Band. Ich sehe wieder etliche, die meinem sehr ähneln. Jedes Mal das gleiche Problem, den richtigen auf Anhieb zu finden. Schließlich haben wir alle unser Gepäck und schnellen Schrittes geht es zum Ausgang.
Draußen warten unzählige Taxen. Gleich die erste ist unsere. „Renaissance Hotel, Times Square", ruft mein Mann unüberhörbar laut dem Fahrer zu. Unsere Koffer werden verladen und wir steigen ein. „Wie lange dauert die Fahrt bis zum Times Square?", frage ich, "ca. 30 Minuten", bekomme ich prompt zur Antwort. Ob wir zum ersten Mal in New York sind und wie lange wir bleiben, will der Fahrer wissen. Wie wir die wirtschaftliche Lage in Deutschland beurteilen und was wir von Obama halten. Bereitwillig geben wir Auskunft. An der Ära Bush lässt er kein gutes Haar, wir auch nicht. Unser Taxifahrer ist Pakistani, erfahren wir und lebt seit 20 Jahren in New York. Acht Millionen Einwohner zählt die Stadt, 40 % der Bevölkerung sind Einwanderer. Sein Onkel sei seit vielen Jahren mit einer Deutschen glücklich verheiratet, berichtet er. Das hören wir doch gern.
Je näher wir unserem Ziel kommen, umso dichter wird der Verkehr. Ich drücke mir fast die Nase an der Scheibe platt. Dicht an dicht stehen Geschäfte und Shops beieinander, Restaurants und Bars säumen die Straße. Manchmal sehe ich in der Ferne riesige Bauwerke. Es sind Wolkenkratzer, die für Manhattan so typisch sind. Menschen hasten hektisch über die Straßen. Es ist Rush Hour und der Verkehr geradezu mörderisch. Kurz vor dem Times Square geht es nur noch im Schritttempo voran. Der Times Square wird als das Herz von New York bezeichnet. Hier kann man New York hautnah erleben. Er wurde nach der Zeitung New York Times benannt und wird aus dem Dreieck, 42nd Street, 7th Avenue und Broadway gebildet. Alljährlich zu Silvester versammeln sich rund 1 Million Besucher hier und feiern in das neue Jahr hinein. Seit 1906 ist es Tradition geworden, zum Jahreswechsel eine Leuchtkugel vom Times Tower herabzulassen. Broadwayviertel und Times Square sind identisch. Über 40 große Theater gibt es. Riesige Leuchtreklamen weisen auf die aufregenden Produktionen hin. Theater, Musicals, Shows und Tanzrevues für jeden Bedarf findet sich ein passendes Angebot. Tickets für die Broadwayshows kann man zum halben Preis ergattern, wenn man bereit ist, stundenlang vor den TKTs Kiosk auszuharren. Jeden Tag kann man dort lange Schlangen von Ticketkäufern beobachten. Der Broadway ist mit über 30 km die längste Straße in New York.
Unser Hotel ist dem Fahrer nicht bekannt. Suchend fährt er in Richtung Times Square und findet es nicht. Für uns ist es noch viel schwieriger zwischen all den vielen Geschäften und Leuchtreklamen, das Hotel zu entdecken. Wir kurven zweimal um den Block, dann ruft mein Sohn: „Da vorne ist es."Tatsächlich wir sehen das große „R" für Renaissance, wir sind am Ziel. In der Lobby des Hotels geht es ziemlich chaotisch zu. Einladend wirkt die Halle nicht auf mich. Koffer an-und abreisender Gäste versperren die Wege. Die Dame an der Rezeption empfängt uns überaus freundlich. Wenigstens etwas. Mein Mann erledigt rasch alle Formalitäten und wir gehen zum Fahrstuhl. Meine Enttäuschung sieht man mir wohl an. Die Zimmer sind bestimmt in Ordnung, versuchen mich Mann und Söhne zu trösten. Ich bin skeptisch. Im 10. Stock steigen wir aus. Die Zimmer liegen zur Straßenseite, sind geräumig und komfortabel. Erst abwarten dann aufregen, bekomme ich zu hören. Neugierig ziehe ich gleich die schweren Vorhänge auf und stoße einen Schrei der Überraschung aus. Da ist ja John Lennon. Eine riesige Video Leinwand mit seinem Poster blickt mich an. Vorsichtig schaue ich nach unten auf die Straße, denn bei der Höhe wird mir fast ein wenig schwindelig. Es wimmelt von Menschen und gelben Fahrzeugen. Die Menschen erinnern mich an Ameisen, die geschäftig hin und her laufen. Bei den gelben Autos handelt es sich um Taxen. Ca. 13000 sind in New York zugelassen. Lange hält es uns nicht auf unseren Zimmern. Wir brennen darauf, New York kennenzulernen. Nach einer erfrischenden Dusche inspizieren wir neugierig das Hotel. Bar und Restaurant befinden sich im 6. Stock. In der Bar sitzen einige Gäste und verspeisen ungeniert ihr Fast Food Essen, dass sie von draußen mitgebracht haben. Es wundert mich sehr, dass so etwas erlaubt ist. Wir betreten das Restaurant und mir stockt buchstäblich der Atem. Es ist mit riesigen Panoramafenstern ausgestattet, nach allen Seiten hin hat man eine Rundumsicht. Wir blicken direkt auf den Times Square. Es leuchtet, flackert und glitzert in allen Farben. Leuchtreklamen mit Werbeflächen wohin wir auch sehen. Sprachlos vor Staunen lass ich mich in die roten Ledersessel fallen. Hier werden wir morgen sitzen und frühstücken. Wunderbar und ein Wahnsinns Auftakt für unsere Reise.
New York umfasst fünf Bezirke: Manhattan, Brooklyn, Bronxx, Staten Island und Queens. Diese gliedern sich in weitere Stadtteile. Die kulturelle Vielfalt in der Stadt ist überwältigend, denn es werden über 200 Sprachen gesprochen. Fast alle Hauptattraktionen New Yorks liegen in Midtown Manhattan und sind in einem Umkreis von 6 km erreichbar. Um New York wirklich kennenzulernen, benötigt man Jahre. Als Tourist kann man nur flüchtige Eindrücke mitnehmen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Stadt zu entdecken. Am schnellsten fortbewegen kann man sich mit der U-Bahn. Auch Busse eignen sich für Entdeckungsfahrten quer durch die Stadt. Sehr beliebt sind die Hop-on/Hop-off-Sightseeingbusse. An jeder Ecke wird man von Ticketverkäufern angesprochen, die eine Tour anbieten wollen. Selbst Regenwetter schreckt viele Urlauber nicht davon ab, im offenen Doppeldecker unterwegs zu sein. Wer keine Lust auf Bahn oder Bus hat, kann sich ein Taxi nehmen. Normalerweise ist es kein Problem ein Taxi zu bekommen, man stellt sich einfach an den Straßenrand und winkt mit dem Arm. Nur zur Rush Hour oder bei Regenwetter kann es schon mal zu Engpässen kommen.
Die beste Art jedoch, NEW York zu entdecken, ist zu Fuß. Auf den Spaziergängen sieht man immer wieder Interessantes und Aufregendes, Superläden, tolle Galerien, architektonisch interessante Bauwerke, und, und einfach vieles, was nicht im Reiseführer beschrieben worden ist und was New York so einmalig macht.
Am nächsten Tag nehmen wir die Fähre nach Staten Island, denn wir wollen unsere Entdeckungstour in New York mit der Besichtigung der Freiheitsstatue beginnen. Das Wetter ist herrlich, für Mitte Oktober nicht unbedingt der Normalfall. Wir können die Jacken auslassen, so warm ist es. Die Fahrt mit der Staten Island Ferry dauert 25 Minuten und ist kostenlos. Die Freiheitsstaue kann man zwar nicht von ganz nahem betrachten, sie ist aber trotzdem sehr gut zu sehen. Auf dem Deck herrscht ein munteres Treiben. Fast alle Touristen halten Fotoapparate in den Händen und knipsen wie wild.
Nach der Überfahrt entscheiden wir uns den Bus nach Richmond Town zu nehmen. In Richmond kann man anhand von restaurierten Häusern sehen, wie die Menschen vor 200 Jahren auf Staten Island gelebt haben. Das historische Zentrum ist eingebettet in eine dörfliche Atmosphäre mit Wiesen und Obstbäumen. Die Fahrt mit dem Bus dauert ca. ¾ Stunde. Er stoppt alle paar Meter um Fahrgäste ein-oder aussteigen zu lassen. Überwiegend handelt es sich um farbige Fahrgäste, einige von ihnen sind sehr ärmlich gekleidet. Wir fahren durch Vororte mit viel Grün und auffallend vielen kleinen Häusern. Teilweise sind sie nicht größer als Garagen, das erstaunt uns sehr. Wir haben uns die Häuser viel größer vorgestellt. Mit dem Bus fahren wir wieder zurück und haben Glück. Die Fähre läuft gerade ein. Wieder an Land genehmigen wir uns erst einmal einen kleinen Snack. Fast Food Lokale findet man in New York an jeder Ecke. Das Essen ist nichts besonders. Man kann sich aber damit begnügen, wenn man wenig Zeit hat, der Geldbeutel schon reichlich geplündert ist oder man einfach zu müde ist, um nach einem besseren Lokal Ausschau zu halten. Eine Alternative sind Bars, in denen man Imbisse aller Art, einschließlich frischem Obst und Gemüse bekommen kann.
Gestärkt schlendern wir durch das Financial Distrikt und sind plötzlich in der Wall Street. Mich überkommt ein eigenartiges Gefühl, während ich durch die legendäre Straße gehe. Hier steht also die Wiege der amerikanischen Wirtschaft, denke ich fast ehrfürchtig, von der wir uns so abhängig machen.
Vor der Börse, einem imposanten Gebäude mit Sternenbanner machen wir halt. An manchen Tagen werden hier bis zu 2 Milliarden Aktien gehandelt. Vorstellen kann ich mir diese Dimensionen nicht. Wir gehen weiter geradeaus und stehen vor der Federal Hall National Memorial mit dem Denkmal von Georg Washington. Die historischen Ausstellungsstücke begutachten wir ausgiebig und wenden uns dann nach rechts. Mir fällt ein schönes, älteres Gebäude mit Verzierungen auf. An der Seite befindet sich ein goldenes Schild. „Tiffany", lese ich. Ganz zufällig haben wir den weltberühmten Juwelierladen entdeckt. Natürlich will ich da hinein. Keine Frage. Nur eine Handvoll Besucher befinden sich in dem Geschäft." Ich möchte mich gerne umsehen", erkläre ich der Verkäuferin. Selbstverständlich gerne, erwidert sie überaus freundlich. Die Atmosphäre beindruckt mich. Die Einrichtung wirkt vornehm durch die vielen Spiegeln und Kronleuchter. Es glitzert und funkelt überall, der Schmuck in den Vitrinen ist wunderschön und sehr ausgefallen Die meisten Auslagen enthalten keine Preise. "Ob man sich als Normalverdiener hier überhaupt etwas leisten kann?" frage ich meinen Mann. Statt einer Antwort, zieht er mich Richtung Ausgang. "Es wird Zeit, wir wollen doch noch die Trinity Curch ansehen."
Draußen warten unsere Söhne schon ungeduldig, Wir sehen uns die Kirche an und gehen dann weiter in Richtung Ground Zero. Dort wo einst die Zwillingstürme gestanden haben, ist jetzt eine riesige Baustelle. Auf dem Gelände stehen große Bagger. In der Gedenkstätte ist der Terroranschlag vom 11.09.2001 dokumentiert. Wiedereröffnet ist der Wintergarden, der bei dem Anschlag beschädigt worden war. Architektonisch interessant daran ist das gewölbte Kuppelglasdach. Im Palmengarten kann man herrlich verweilen und hat einen Superblick auf den New Yorker Hafen. Eine kleine Pause haben wir uns verdient. Wir gönnen uns ein leckeres Eis und setzten uns draußen in die Sonne.
Das Wetter enttäuscht uns auch am nächsten Tag nicht. Schon früh gehen wir los in Richtung Empire State Building. In Sekundenschnelle fährt der Lift nach oben. Vorher werfen wir nicht nur einen, sondern gleich mehrere Blicke auf die beeindruckende Eingangshalle. Durch die Wandverkleidung aus Marmor wirkt sie sehr elegant. Um auf die Plattform im 86th Stock zu gelangen, müssen wir wieder einige Sicherheitschecks über uns ergehen lassen. Klar, lästig sind die schon, aber auch notwendig bei den Massen, die Tag-täglich die Plattform aufsuchen. Ca. 3,8 Millionen Besucher sind es pro Jahr. An klaren Tagen soll man über 80 km weit sehen können. Ein grandioser Ausblick erwartet uns. Einfach Fantastisch! Staunend wandern wir von einer Seite auf die andere. Die Fotoapparate sind im Dauereinsatz. Die Skyline von Manhattan zieht uns lange in ihren Bann. Kein anderer Wolkenkratzer kann es im Hinblick auf Romanik und Aussicht mit dem Empire State Building aufnehmen. Es wird immer voller auf der Plattform, das schöne Wetter nutzen viele Touristen. Wir fahren wieder nach unten und genehmigen uns einen Kaffee bei Starbucks. Bestens gelaunt bummeln wir danach über die 5th Avenue. Hier und da betreten wir einen der Läden, wenn uns etwas besonders reizt. Unglaublich viele Touristen flanieren jeden Tag über die Straße. Man findet international tätige Firmen, zahlreiche bekannte Ketten, Läden der teuersten Modeschöpfer- und Juweliere und Luxusgüter jeder Art. Für die Luxustempel sind Kreditkarten eine echte Herausforderung. Ein Besuch im größten Kaufhaus New Yorks „Macys" darf natürlich nicht fehlen. Bis in die oberste Etage fahren wir mit der Rolltreppe. Die Holzrollentreppe hat wohl schon bessere Zeiten gesehen, kommt mir in den Sinn. Das Warenangebot ist beeindruckend. Preiswert sind hier Jeans.
Auch am nächsten Tag lässt uns die Sonne nicht in Stich. Das Rockefeller Center steht auf dem Plan Mit 19 Gebäuden und einer Bürofläche von 6.5 Millionen Quadratmetern ist es ein großer Businesskomplex. Berühmt geworden ist es für seine Eisbahn, der Prometheus Figur und dem riesigen Weihnachtsbaum, dem größten der USA, der traditionell jedes Jahr hier aufgestellt wird. „Die ist aber klein", hören wir Stimmen sagen. Die Eisfläche ist uns aus diversen Filmen bekannt, da wirkte sie immer bedeutend größer. Das Innere des Rockefeller Centers ist mit dunklem Marmor ausgestattet und sieht sehr nobel. aus. Die Geschäfte interessieren uns weniger.
Unser Weg führt uns weiter zur St. Patricks Kathedrale. Sie ist im neugotischen Stil gebaut und gefällt uns auf Anhieb sehr gut. Eingehend betrachten wir die schönen Glasfenster und die Rosette. In der Kirche haben sich Südamerikanische Gläubige versammelt, um einen Gottesdienst zu Ehren der Heiligen Maria abzuhalten.
"Das Waldorf Astoria können wir uns heute noch anschauen." Ich bin sehr gespannt auf dieses berühmte Hotel. Unverzüglich machen wir uns auf den Weg um das legendäre Haus anzuschauen. Tagestouristen scheinen hier nicht unbedingt willkommen zu sein. Zum Kaffeetrinken will man uns nebenan zu Starbucks schicken. Auf Starbucks und Pappbecher haben wir heute keine Lust. So müssen wir halt dem schönen Haus bye-bye sagen. Ziemlich erschöpft entdecken wir schließlich ein kleines Restaurant, indem wir uns stärken können. Unsere Füße schmerzen bald nicht mehr. Wir sind wieder fit und es geht auf zu neuen Taten.
Nicht nur für Architekturstudenten ist der Grand Central Terminal, ein Muss. Den wunderschönen alten Bahnhof mit den hohen Bogenfenstern, Marmorböden und riesigen Deckengemälden sollte man sich auch als Tourist nicht entgehen lassen. In dem Film „Vorhang auf" von 1953, tanzte Fred Astaire durch die Haupthalle des Bahnhofs.
Einen ganzen Tag fürs Shoppen, das muss sein. Auf geht es nach Soho, in die bekannteste Einkaufsgegend von Lower Manhattan und ins Paradies für erstklassige Designer, trendige Mode, schicke Boutiquen, kleine Galerien und sündhaft teure Schuhgeschäfte. Glamouröse Mode, ausgefallener Modeschmuck, Super Sportgeschäfte, auf unserem Streifzug gibt es viel zu sehen und zu kaufen.
Nach unserer Pleite im Waldorf Astoria versuchen wir es nachmittags im Plaza Hotel mit einer Kaffeepause. Das wunderschöne, alte Hotel wurde 2008 für 400 Millionen Dollar renoviert. Es gehörte einst Ronald Trump. Hier dürfen wir in den gemütlichen Sesseln Platz nehmen und werden sehr freundlich bedient. Preiswert ist das Vergnügen nicht, der Cappuccino kostet 10 Dollar.
Abend fahren wir mit der Taxe nach Greenwich Village. Seit 200 Jahren lehnen die Bewohner dieses Viertes jegliche Veränderung in ihrem Wohngebiet konsequent ab. Man findet dort viele kuriose Läden und überdurchschnittlich gute Restaurants. Wir essen beim Italiener. Das Essen schmeckt sehr gut und der Preis ist angemessen.
Das Wetter bleibt uns treu. Am nächsten Morgen spazieren wir zum Central Park, Man war nicht in New York, wenn man den Park nicht gesehen hat. Fast unvorstellbar groß ist seine Fläche 843 ha. Jedes Jahr zählt der Park ca. 25 Millionen Besucher Viele bekannte Persönlichkeiten joggten schon durch den Park. Jackie Kennedy wohnte nicht weit entfernt in einem Luxus Appartement in der 5th Avenue. Ihr zu Ehren erhielt das Wasserreservoir im Park den Namen, „Jaqueline Kennedy Onassis Reservoir." Über eine große Treppe in der Parkmitte ist der mächtige Springbrunnen mit der Bronzeskulptur „ Angel oft the Waters" erreichbar, der uns sehr beeindruckt hat. Um einen Eindruck von dem Park und seinen Attraktionen zu bekommen, braucht man Stunden. Auf unserem Rundgang haben wir über die vielen putzigen Eichhörnchen gestaunt, die keine Scheu vor den Touristen zeigten.
Treffpunkt für Klassik Freunde ist das Lincoln Center. Das Lincoln Center beherbergt die New Yorker Philharmoniker und die New York City Opera. Weltweit gehört die „Met" zu den führenden Opernhäuser n der Welt.
Für das MoMa haben wir viel Zeit eingeplant. Das Museum of Modern Art präsentiert eine der bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer und moderner Kunst auf rund 125 000 Quadratmetern. Wir können in aller Ruhe durch die Ausstellung gehen, denn der Besucherstrom hält sich in Grenzen. Nur schwer kann ich mich von den einzigartigen Bildern lösen. Auf dem Weg ins Hotel schauen wir uns das Luxus Kaufhaus Bergdorf Goodman an und gehen durch den Bryant Park. Der Park ist besonders liebevoll gestaltet. Eine Allee von alten Bäumen wirkt sehr dekorativ. Überall sind Bänke aufgestellt, ideal für eine kleine Rast oder den Verzehr eines Imbisses.
Am vorletzten Tag unseres Aufenthaltes sehen wir uns noch die Brooklyn Bridge an. Die Brooklyn Bridge verbindet die Stadtteile Brooklyn und Manhattan und war bei ihrer Fertigstellung die längste Hängebrücke der Welt. Man braucht ungefähr eine halbe Stunde um von einem Ende bis zum Anderen zu gelangen. Wir haben keine Eile, das Wetter ist wiedermal herrlich. Von der Brücke aus haben wir immer wieder einen schönen Blick auf die Skyline von Manhattan. Nachmittags machen wir noch einen Abstecher nach Chinatown und Little Italy.
Am letzten Tag fangen wir noch einmal die Stimmung am Times Square ein. Dann heißt es Koffer packen und Abschied nehmen von New York, einer Stadt, die niemals schläft und die ist, wie sonst keine.
"PUEBLA" MEXIKO
"SHANGHAI"
Skyline vonm ShanghaiDER COMERSEE

In den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Comersee in Deutschland sehr bekannt. Konrad Adenauer verbrachte hier regelmäßig seinen Sommerurlaub. In Cadenabbia, einem überaus schönen Ort am oberitalienischen See erholte er sich in der 1899 erbauten Villa la Collina. Das ehemalige Urlaubsdomizil Adenauers wird seit 1977 als internationale Tagungsstätte von der Konrad-Adenauer-Stiftung genutzt. 1990 wurde sie um die Accademia Konrad Adenauer erweitert. An den Boccia spielenden Kanzler erinnert heute eine Bronzestatue mitten im Ort. Mit Caddenabbia hatte sich Adenauer einen der schönsten Orte an der "Riviera Tremazzina" am üppig bewachsenen mittleren Abschnitt zwischen Lenno und Menaggio ausgesucht. In Cadenabbbia und in anderen reizvollen Orten, wie z.B. Bellaggio und Varenna findet man die herrlichen und berühmten Villen, die in der der Zeit vom 16 bis 18 Jahrhundert erbaut wurden und Geschichte geschrieben haben. Besonders die Villa Carlotta in schöner Lage am See mit wunderbarem Park lohnt einen Besuch. Am Comersee gibt es vielfältige Sportmöglichkeiten (Segeln, Motorbootfahren, Wasserskifahren). Er lädt aber auch zu schönen Spaziergängen und Bergtouren ein. Die Bergwelt bietet ein einzigartiges Panorama auf den See.
STRATFORD UPON
Die besondere Reise
William Shakespeare wurde im April 1564 in Stratford-on-Avon geboren. Stratford war zu dieser Zeit ein kleines Landstädtchen, von hügeligem Land und grünen Wiesen umgeben und hatte 1500 Einwohnern.
Der Ort liegt am Avon in der Grafschaft Warwickshire, ca. 130 km von London entfernt. Besonders im Winter versammelten sich die Einwohner von Stratford in dieser Zeit vor den großen
Kaminen um den alten Sagen und Märchen zu lauschen. Gelegentlich kamen auch durchziehende Reisende in den Ort und erzählten vom fernen London.
Heute zählt Stratford ca. 23 700 Einwohner und ist vor allen Dingen als Geburtsstadt Shakespeares zu einem Touristenmagnet geworden. Jährlich kommen über zwei Millionen Besucher um sich die
Hauptattraktionen anzusehen.
Das Geburtshaus Shakespeares steht in der Henley Street und ist sehr gut restauriert. Es ist ein Fachwerkhaus mit braun gestrichenen Holzbalken. Das Haus ist mit Originalmöbeln aus der Zeit
Shakespeares ausgestattet. Möbel, die Shakespeare gehört haben, sind nicht mehr vorhanden.
In der Church Lane ist die Grammar School zu besichtigen. Das Klassenzimmer der Lateinschule blieb so erhalten wie es im 16 Jahrhundert ausgesehen haben soll. Zwar existieren keine eindeutigen
Beweise, dass Shakespeare hier tatsächlich zur Schule gegangen ist, die Vermutung liegt aber sehr nahe.
Das weltberühmte Royal Shakespeare Theatre steht am Ufer des Flusses Avon. Jedes Jahr locken die Shakespeare Festspiele Tausende von Zuschauern an. Die Tradition der Festspiele besteht seit
1879.
New Place, das 1597 erbaute Haus in der Chapel Street, kaufte sich Shakespeare nachdem er ein beträchtliches Vermögen erworben hatte. Es wurde aber bereits 1759 von seinem damaligen Besitzer
abgerissen, weil er sich durch die ständigen Besucherströme belästigt fühlte. Der schöne Garten und die Fundamente können noch besichtigt werden.
Das Grab William Shakespeares mit einem Gedenkstein und einer Steinbüste befindet sich in der Holy Trinity Church innerhalb eines kleinen Friedhofs am Stadtrand von Stratford.
Ca. 2 km außerhalb von Stratford in Shottery, einem kleinen Dorf liegt Anne Hathaway's Cottage, das Geburtshaus von Shakespeares Ehefrau.
Ein Ausflug in die landschaftlich reizvolle Umgebung von Stratford ist sehr zu empfehlen. Schöne Gärten und imposante Schlösser warten auf den interessierten Besucher.
Stratford hat eine gute Verkehrsanbindung und ist per Auto oder Bahn leicht zu erreichen. Vom Flughafen in Birmingham benötigt man ca. 45 Minuten. Stratford verfügt über ein Hotelangebot in jeder
Preisklasse.
Sehr beliebt sind auch die Unterkünfte bei Privatfamilien.
Weitere Informationen
http://www.stratford.co.uk/
http://www.stratford-upon-avon.co.uk/static_1163.htm
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