WDR Kulturambulanz ist online

 

Theater und Philharmonie Essen beteiligt sich mit der szenisch-musikalischen Lesung „Liebesweichen“

 

 

 

Essen. Seit heute hat der WDR ein neues Programm speziell für die kulturelle Durststrecke in der aktuellen Corona-Zeit im Angebot: Auf seinem Online-Portal www.wdr3.de präsentiert das Kulturradio WDR 3 die „Kulturambulanz“. Hier werden eigens erstellte Aufzeichnungen von künstlerischen Beiträgen ausgestrahlt, die unterschiedliche Theater dem Sender zum Mitschnitt angeboten haben. Auch die Theater und Philharmonie Essen beteiligt sich an dieser Aktion: In der szenisch-musikalischen Lesung „Liebesweichen“, die in der vergangenen Woche im Foyer des Aalto-Theaters aufgezeichnet wurde, stehen die Schauspielerin Lotte Lenya und der Komponist Kurt Weill im Mittelpunkt. Die Mezzosopranistin Marie-Helen Joël vom Essener Aalto-Musiktheater, der Grillo-Schauspieler Thomas Büchel und der Aalto-Pianist Oliver Malitius lassen die beiden Künstlerpersönlichkeiten mit Briefauszügen und Musik lebendig werden. Lotte Lenya und Kurt Weill begegneten sich 1924 und verliebten sich sofort ineinander. Es war der Beginn einer turbulenten Beziehung: Besessenheit, tiefe Freundschaft, Trennung, Heirat, Scheidung, Neuanfänge. Das Programm zeichnet die Biografien von Lenyas und Weills Jugendzeit bis zum Tod des Komponisten nach. Zu den musikalischen Beiträgen gehören Stücke aus der „Dreigroschenoper“ und „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“, aber auch weniger bekannte Lieder wie „Schickelgruber“ und „Der Abschiedsbrief“.

 

 

 

Direkt zu Beginn interviewt der Theaterkritiker Stefan Keim den für das Aalto-Musiktheater, die Essener Philharmoniker und die Philharmonie Essen zuständigen Intendanten Hein Mulders. In diesem Gespräch erläutert Mulders, was er und sein Team derzeit an Aufgaben zu bewältigen haben, damit bei Wiedereröffnung des Spielbetriebs alles wieder wie am Schnürchen laufen kann.

 

 

 

Die Aufzeichnung kann hier kostenlos gesehen werden:

 

https://www1.wdr.de/mediathek/video/radio/wdr3/video-liebesweichen-im-aalto-musiktheater-essen-100.html

 

 

 

 

 

Sopranistin Nina Stemme, Foto: Tanja Niemann
Sopranistin Nina Stemme, Foto: Tanja Niemann

 

Beethovens Oper „Fidelio“ in der Philharmonie Essen

 

Nina Stemme singt am Samstag, 29. Februar, um 20 Uhr in der Philharmonie Essen.

Ludwig van Beethovens einzige Oper „Fidelio“ ist jetzt mit prominenter Besetzung in der Philharmonie Essen zu erleben.

Die schwedische Star-Sopranistin Nina Stemme singt die Titelpartie in der halbszenischen Aufführung. Sie gilt seit Jahren als führende Interpretin im dramatischen Stimmfach.

Die Oper spielt zur Zeit der Französischen Revolution: Leonore, der Frau des politischen Häftlings Florestan, verkleidet sich als Mann und dringt unter dem Namen Fidelio in das Gefängnis ein.

 

Karten (€ 30,00-65,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

 

Essen

Aalto Theater

Kain und Abel

Premiere: 25.01.2020

Scarlatti schildert in seinem 1707 in Venedig uraufgeführtem Oratorium in packender dramatischer Form den ersten Mord der Menschheitsgeschichte, der bei weitem nicht der letzte bleiben sollte. Denn nach biblischer Überlieferung stammen alle Menschen von einem Mörder ab: Kain, dem ersten Menschen, der auf der Erde geboren wurde. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Abel wird er von seinen Eltern Adam und Eva gottesfürchtig erzogen, aber als eines Tages Abels rituelle Opfergaben vorgezogen werden, brechen sich düstere Triebe Bahn: Kain tötet Abel und fordert damit den Zorn Gottes heraus.

 

 (ÜPM)

 

Tickets 0201 8122 200

 

 

Rimini Protokoll setzt prominente Reihe zeitgenössischer Aufführungen an der Oper Wuppertal fort.

 

PLAY* Europeras 1&2

von John Cage

*von Daniel Wetzel / Rimini Protokoll

 

Eine Produktion von Rimini Protokoll und der Oper Wuppertal

Am kommenden Samstag, den 2. Februar, um 19:30 Uhr feiert ein selten aufgeführtes Avantgarde-Werk Premiere: Mit John Cages bahnbrechendem Werk ›PLAY* Europeras 1&2‹ führt die Oper Wuppertal ihre Reihe experimenteller Opernproduktionen fort, in denen sich historische Musik und zeitgenössische Kompositionen begegnen. Bislang waren in der Reihe ›AscheMOND oder the Fairy Queen‹ und ›Surrogate Cities/Götterdämmerung‹ zu sehen.

 

Für die Inszenierung konnte das international renommierte Theaterkollektiv Rimini Protokoll gewonnen werden, das für seinen dokumentarischen Zugang zum Theater bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Opern-Intendant Berthold Schneider freut sich, dass Rimini Protokoll an der Oper Wuppertal erstmals eine Arbeit im Musiktheater vorlegt.

 

»Bei der Frage, wer John Cages radikalen und überraschenden Blick auf das Opernschaffen der vergangenen Jahrhunderte heute, im Jahr 2019, in konkretes Theater umwandeln könnte, war für uns Rimini Protokoll die spannendste Option,« so Schneider. »Rimini Protokoll schafft kein Theater um des Theaters Willen, sondern ist immer der Realität zugewendet. Das passt sehr gut zur Oper Wuppertal. Wir wollen Oper in der Lebenswelt des 21. Jahrhunderts verortet sehen.«

 

In ›PLAY* Europeras 1&2‹ ‹ werden per Losverfahren Versatzstücke aus dem Opernrepertoire der letzten 200 Jahre miteinander zu einem neuen Hörerlebnis korreliert. Die Oper ist in zwei Teile von 45 und 90 Minuten unterteilt, mit einer Pause. Zum Einsatz kommen neben Sängern und Statisten auch Videos aus verschiedenen Städten Europas.

 

Premiere: Sa. 2. Februar 2019, 19:30 Uhr, Opernhaus, mit anschließender Premierenfeier im Kronleuchterfoyer

Weitere Termine: So. 10. Februar 18 Uhr, Fr. 1. März 19:30 Uhr, Sa. 6. April 19:30 Uhr

Werkeinführungen jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn

Künstlerisches Team:

Musikalische Leitung: Johannes Pell

Inszenierung: Rimini Protokoll (Regie: Daniel Wetzel)

(üPM)
 

Ticket- und Abo-Hotline: 0202 563 76 66

KulturKarte Wuppertal, Kirchplatz 1

 

 

Mozarts „Zauberflöte“ im Aalto-Theater

Wiederaufnahme am Freitag, 16. November 2018, um 19:30 Uhr

 

„Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart gehört Jahr für Jahr zu den meistgespielten Opern an deutschen Theatern. Auch am Aalto-Theater erfreut sich die Produktion großer Beliebtheit: Am Freitag, 16. November 2018, um 19:30 Uhr findet die erste von sechs Vorstellungen in dieser Spielzeit statt. Weitere Termine: 2., 26. Dezember 2018; 3., 13. Januar; 21. April 2019). Unter der musikalischen Leitung von Friedrich Haider bzw. Johannes Witt sind viele Sängerinnen und Sänger des Aalto-Ensembles beteiligt, darunter Tijl Faveyts als Sarastro, Dmitry Ivanchey als Tamino und als neues Aalto-Ensemblemitglied Tamara Banješević als Pamina. Als Königin der Nacht ist die Sopranistin Emily Hindrichs zu erleben, seit 2015 Ensemblemitglied an der Oper Köln.

 

„Die Zauberflöte“ ist Mozarts letzte Oper, die 1791 nur wenige Wochen vor seinem Tod in Wien uraufgeführt wurde. Bis heute hat dieses Werk, das Märchen und Mythos, Freimaurerweisheit und vitale Komödie, Ernst und Spaß, Liebe, Lust und Eifersucht, Rätsel und Aufklärung, adelige Geisteshaltung und unterhaltsame Volkstümlichkeit, Feuer und Wasser, Tag und Nacht vereint, nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt. Der Mozart-Forscher Alfred Einstein brachte es auf den Punkt: „Die Zauberflöte gehört zu den Stücken, die ebenso ein Kind entzücken wie den Erfahrensten der Menschen zu Tränen rühren, den Weisesten erheben können. Jeder einzelne und jede Generation findet etwas anderes darin.“ Über die Wiederaufnahme der Oper am Aalto-Musiktheater dürfen sich daher junge Menschen ebenso freuen wie erfahrene Opernbesucher.

 

Karten (€ 11,00 – 55,00) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de.