Essener Philharmoniker spielen Mozart-Programm

4. Sinfoniekonzert am Donnerstag/Freitag, 22./23. November 2018, um 20 Uhr

 

Ganz im Zeichen von Wolfgang Amadeus Mozart steht das 4. Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker am Donnerstag/Freitag, 22./23. November 2018, um 20 Uhr in der Philharmonie Essen (19:30 Uhr Konzerteinführung im Foyer). Gemeinsam mit dem Philharmonischen Chor Essen, der in diesem Jahr sein 180-jähriges Bestehen feiert, bringt das Orchester Mozarts Requiem zur Aufführung. Die Solisten sind Maïlys de Villoutrays (Sopran), Karin Strobos (Alt), Dmitry Ivanchey (Tenor) und Baurzhan Anderzhanov (Bass). Außerdem steht die nicht minder bekannte „Jupiter-Sinfonie“ auf dem Programm. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Tomáš Netopil.

 

Die Sinfonie Nr. 41 zählt zum musikalischen Höhepunkt des sinfonischen Schaffens Mozarts. Der Name „Jupiter-Sinfonie“ bürgerte sich erst nach dem Tode Mozarts ein und stammt von dem Komponisten und Konzertunternehmer Johann Peter Salomon. Sie blieb Mozarts letzte Sinfonie. Sein wirklich letztes Werk ist schließlich das „Requiem“; er starb während der Komposition dieses Stückes. Es enthält Klänge der Verzweiflung, so kraftvoll und stark, dass sie unmittelbar berühren; gleichsam hoffnungslos und hoffnungsvoll. Die menschlichen Qualitäten verleihen dieser Musik ihre Größe; sie gemahnt an die Verstorbenen und spendet den Überlebenden Trost.

 

Um 19:30 Uhr findet eine Konzerteinführung im Foyer statt.

 

Karten (Preise: € 17,00 – 41,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.theater-essen.de.

(ÜPM)

"ICH WAR NOCH  NIEMALS IN NEW YORK"

Essen. Noch nie auf einem Kreuzfahrtschiff gewesen? Und noch nie in News York? Dann wird es aller höchste Zeit! Nur noch bis zum 11.12. 2016 macht der "Musik- Dampfer" im Essener Colosseum Halt. Mit an Bord zwanzig der größten Hits von Udo Jürgens.


2007 feierte das Musical  „Ich war noch niemals in New York“ in Hamburg eine umjubelte Uraufführung. Für Udo Jürgens ging damit ein Traum in Erfüllung. Die Integrierung einiger seiner bekanntesten Hits in das Genre Musical. Von Beginn an begleitete er voller Begeisterung das spannende Projekt und reiste später zu vielen Spielorten, wo »sein Musical« aufgeführt wurde.


Das Werk fasziniert mit einer atemberaubenden Show, einem hervorragenden Ensemble und Songs, die allesamt Ohrwürmer sind. Die erfolgreichen Hits:  „Siebzehn Jahr, blondes Haar, „Ein ehrenwertes Haus“, „Merci Cherie“ oder „Griechischer Wein“, um nur einige zu nennen, bekamen ein neues Arrangement. Denn es erfordert große Anstrengungen, die Texte eines Solokünstlers so zu bearbeiten, dass sie sich nahtlos in die Handlung einfügen.


Die Story ist mitreißend choreografiert. Neben dem fantasievollem Bühnenbild, einem blinkenden Kreuzfahrtschiff, das durch seine vielen Details verblüffend echt wrikt, beeindrucken fetzige Sounds und  zauberhafte Melodien, die unter die Haut gehen. 


Worum geht es in der Revue? Udo Jürgens Leben steht nicht im Fokus, wohl aber  eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt. Nicht bloß unterhaltsam, sondern mit Ironie, die zum zum Nachdenken anregt.

Die Karriere bessene TV Moderatorin Lisa Wartberg lebt nur für ihren Beruf. Sie hofft, den deutschen Fernsehpreis zu erhalten. Lisa schiebt Maria, ihre Mutter ins Altenheim ab, obwohl sie in ihrer Sendung über die Situation der Senioren berichtet. Dort lernt Maria Otto kennen und verliebt sich in ihn. Die beiden Alten leiden unter der Bevormundung der strengen Heimleiterin. Sie wollen weg. Eine Reise mit einem schmucken Kreuzfahrtschiff war schon immer beider Traum. Ihr Ziel heißt ab sofort New York. Unter der Freiheitsstatue will Otto seiner großen Liebe einen Heiratsantrag machen. Geld besitzen sie keines, doch auch dafür findet sich schnell eine Lösung. Sie kaufen Tickets und schicken die Rechnung an Lisa. Als diese davon erfährt, will sie ihre Mutter sofort von Bord holen. Doch so einfach ist das nicht. Und dann ist da auch noch Ottos Sohn Axel und Enkel Florian, der mit flotten Sprüchen, die Gesellschaft aufmischt.


So jung und bereits so viel Lebenserfahrung? Obwohl erst nahe der Pubertät, schmettert Florian temperamentvoll und ohne Scheu, "Mit 66 Jahre, da fängt das Leben an“. Eine Super Idee der Regie. Das Publikum klatscht enthusiastisch und singt schwungvoll mit, voller Erwartung auf den nächsten Hit. Wenn dann noch Maskenbildner und Regisseur als schwules Pärchen über die Bühne wirbeln, und Axel mit wohl klingendem Bariton total verliebt die spröde Lisa anhimmelt, gibt es kein Halten mehr. Vom "ehrenwerten Haus“, erfahren wir, dass Schwule dort noch immer nicht gerne gesehen sind. Da bleibt nur der Weg zurück nach Griechenland, wo so wunderbar »Sirtaki" getanzt wird und der Wein in Strömen fließt.


Die tiefsinnigen Lieder Udo Jürgens sind heute aktueller denn je. Sie verbinden Generationen und haben einen festen Platz im Herzen vieler Menschen. Das Musical ist sein Vermächtnis. Für immer!

 

Mit Standing Ovations wird das begeistert Ensemble gefeiert.

Oberhausen - Metronom

Premiere: 12. November 2015

Andrew Lloyd Webber's Meisterwerk Das Phantom der Oper kehrt zurück.

Paris im Jahr 1881. In den Katakomben der Pariser Oper treibt ein unheimliches Phantom sein Unwesen. Seiner Umwelt flößt das Phantom Angst und Schrecken ein, denn über seine Herkunft ranken sich dunkle Geheimnisse. Es hat ein entstelltes Gesicht und trägt eine Maske. Das einsame Phantom verliebt sich unsterblich in das schöne Ballettmädchen Christine, deren Herz gehört aber schon Roul. Bereits 140 Millionen Besucher weltweit haben die faszinierende Geschichte von der unglücklichen Kreatur und seiner legendären Liebe gesehen.

 
Ab November im STAGE Metronom Theater in Oberhausen.

Info/Tickets: 01805 / 44 44

 

 

Gelsenkirchen

"Der Zauberer von OZ"

Regie : Sandra Wissmann

Musik: Thomas Rimes

Bühne: Britta Tönne

Kostüme: Martina Feldmann

Choreografie: Sean Stephens

Dramaturgie: Stephan Steinmetz

Foto: Pedro Malinowski
Foto: Pedro Malinowski

Feuerwerk der Sinne
Das Musiktheater im Revier zeigt das Erfolgsmusical „Der Zauberer von Oz“. Sandra Wissmann inszenierte den Klassiker. Das Premierenpublikum spendete minutenlangen begeisterten Applaus mit lauten Bravorufen. Ein fulminanter  Erfolg für das Ensemble.


 Jung und Alt sind gleichermaßen begeistert von dem "Zauberwerk". Das Musical eignet sich für die ganze Familie und besticht mit einem Feuerwerk an spritzigen Ideen. "Somewhere over the Rainbow", ist der bekannteste Song. Auch nach Jahren hat er nichts an Beliebtheit verloren. Gleich zu Beginn stimmt Dorin Rahardja in der Rolle der Dorothy die melancholische Hymne an und augenblicklich stellt sich Gänsehaut ein.


Irgendwo da oben über dem Regenbogen ist ein Zauberland, dort ist es viel besser als in Kansas. Davon träumt Dorothy und verlässt ihre Heimat, als ihr der geliebte Hund weggenommen wird. Lyman Frank Baums Märchenbuch »The Wonderful Wizard of Oz« erschien 1900 und lieferte die Vorlage für spätere Adaptionen. Weltruhm erlangte der Film mit Judy Garland im Jahr 1939. Der Titelsong „Somwhere over the rainbow“ wurde als bester Song mit dem Oscar ausgezeichnet. Die Zeitlosigkeit des Stoffes fasziniert bis heute.


Der Zauber der Inszenierung liegt in den ästhetisch schönen Bildern, die das Regieensemble geschaffen hat. Britta Tönne konzipierte über 20 Bühnenbilder, darunter: Stimmungsvolle Wolkenbilder, ein leuchtend, rotes Mohnblumenfeld und den gelben Weg, auf dem Dorothy wandert. Doch auch die  fantasievollen Kostüme (Martina Feldmann) und die schwungvollen Tanzeinlagen sind aufregend und beeindrucken. Aufpoliert wird die Handlung mit ironischen Zitaten und Lebensweisheiten, deren Botschaften heißen: "Zuhause ist es am schönsten" und „Jeder ist seines Glückes Schmied" sowie "Vertraue keinen Autoritäten, glaub an dich!"

 

Mit Zöpfen und kariertem Kleid verkörpert Dorin Rahardja authentisch das unglückliche Landmädchen Dorothy aus Kansas. Sie lebt mit Tante Em (Anke Sieloff), Onkel Henry (Lars-Oliver Rühl) und drei Arbeitern, Hunk (Michael Dahmen), Hickory (E.Mark Murphy) und Zeke (Piotr Prochera) auf einer kleinen Farm. Gleich zu Beginn der Handlung stimmt Dorothy das Regenbogen-Lied an und erobert  damit die Herzen der Zuschauer im Sturm. So hinreißend schön klingt es. Auch vom kleinen Hund Toto sind die Zuschauer begeistert. Zumal  Attribute eines gefährlichen Beißers bei ihm nicht zu beobachten sind.

William Saetre mimt überzeugend die böse Nachbarin Miss Gulch und die unheilstiftende, böse Hexe des Westens.  Miss Gulch veranlasst, dass Dorothy ihren geliebten Hund abgeben muss. Den Verlust Totos verkraftet sie nicht. Sie läuft von zuhause weg. Unterwegs trifft sie auf eine Vogelscheuche, der ein Gehirn fehlt. Das herrliche Bühnenbild zeigt dreiste Krähen, die keine Ruhe geben wollen und der Vorgelscheuche das Leben schwer machen. Sie lernt den Blechmann ohne Herz kennen, der einen exzellenten Stepptanz hinlegt und den Löwen, dem der Mut fehlt. Seine Wandlung vollzieht sich erst ganz allmählich. Sie alle hoffen auf die Hilfe des Zauberers,


Bis zum Schluss bleibt die Handlung spannend, denn es wird zunächst nicht sichtbar, wer sich hinter dem Zauberer verbirgt. Dorothy und ihre Freunde zeigen Mut und stellen sich ihrer Aufgabe. Das Rätsel ist gelöst. Der Zauberer wird als Schwindler entlarvt. Mit Hilfe von Gilda, der guten Hexe, gelangt Dorothy wieder zurück in ihre Heimat. Die Doppelrolle der Tante Em und der Gilda meistert Anke Sieloff bravourös. Sie brilliert als guter Geist, wirbelt über die Bühne und tanzt so verwegen, wie es nur eine Hexe vermag.


Anke Sieloff, Lars-Oliver Rühl, Michael Dahmen, E.Mark Murphy, Piotr Prochera, William Saetre und Joachim Gabriel Maaß agieren in Doppelrollen. Das ist mit viel Stress verbunden. Nahezu im Sekundentakt müssen Kostüme- und Masken gewechselt werden. Doch davon ist ihnen nichts anzumerken, sie erfüllen ihre Aufgabe mit Bravour. Egal ob sie singen, mit dem Besen unterwegs sind, mit dem Fahrrad durch die Lüfte gleiten oder sich als Tänzer austoben.


Chor und Neue Philharmonie Westfalen unter der Leitung von Thomas Reimes entwickeln ein wunderbares, feines Gespür für die Musik von Harold Arlen.

Ursula Harms-Krupp

Das Musical Elisabeth -  Die wahre Geschichte der Sissi von Michael Kunze und Sylvester Levay

Premiere: 26.02.2015

Colosseum Essen

 

Der Musicalwelterfolg „Elisabeth“ die wahre Geschichte der Sissi von Michael Kunze und Sylvester Levay feierte im Colosseum Theater in Essen Premiere. Die Begeisterung am Premierenabend war riesengroß. Mit Standing Ovation bedankte sich das Publikum enthusiastisch für den schönen Abend.

 

Zu erleben ist die mitreißende Show in der Wiener Originalfassung. Inszeniert hat sie der bekannte Opern-Regisseur Harry Kupfer, das originelle Bühnenbild entwarf Hans Schavernoch.

Noch bis zum 22. März 2015 ist das beliebte Musical zu sehen. Danach geht es nach München, Linz, Berlin und Frankfurt.

Als Elisabeth 1992 in Wien aus der Taufe gehoben wurde, gab es jede Menge Skeptiker. Doch die Zweifler täuschten sich, es wurde eine absolute Erfolgsgeschichte. Bis heute zählt das Musical knapp 10 Millionen Besucher in elf Ländern.

 

Das Leben - ein Drama

 

Der Stoff, aus dem das Leben ist. Die tragische Figur der österreichischen Kaiserin Elisabeth und ihr Schicksal dienten Textschreiber und Librettist Michael Kunze als Vorlage für eine große dramatische Geschichte. Mit den Mitteln des Musiktheaters präsentiert er die Figur der Elisabeth. Sie wird zum Symbolcharakter für den Untergang ihrer Epoche und den Übergang in eine neue Zeit.

 

Das Leben der Kaiserin Elisabeth bewegte schon Generationen von Menschen. Als blutjunges Mädchen kommt sie an den Wiener Hof und wird dort mit Kaiser Franz Josef verheiratet. Hofetikette- und Intrigen machen ihr das Leben schwer. Sie wird todunglücklich. Schließlich muss sie sogar ihren eigenen Sohn begraben. In den fünfziger Jahren wurde  Elisabeths Schicksal als Vorlage für die Sissi Filme genommen. Sie wurden allesamt Kassenschlager. Bis heute berührt das Schicksal der unglücklichen Regentin die Herzen vieler Menschen.

 

Rendezvous mit dem Tod

 

Am Premierenabend herrscht im Colosseum eine Superstimmung. Viele Besucher sind nicht zum ersten Mal hier. Gespanntes Warten auf das Ensemble, insbesondere auf die Hauptdarsteller, um die sich in der Inszenierung alles dreht. Elisabeth und der Tod. Und dann erscheinen sie – Elisabeth, zauberhaft und anmutig, exzellent in Gestik und Gesang, verkörpert durch Roberta Valentini und der attraktive, charismatische, verführerische Tod, idealbesetzt mit Mark Seibert. Mit ihm beginnt Elisabeth einen lebenslangen Flirt. Er wird zu ihrem ständigen Begleiter, animiert sie immer wieder ihm zu folgen. Doch sie widersetzt sich seinen erotischen Verführungskünsten. Am Schluss erliegt sie dann doch seinem Charme. Auf den Armen trägt er sie weg in sein dunkles Reich, dort wo sie endlich Ruhe finden kann. Mark Seibert avanciert schnell zum Sympathieträger an diesem Abend, transportiert sein enormes Können in die Figur und zieht stimmlich alle Register, wenn er singt: “Die Schatten werden länger“. Es ist sicher kein Zufall, dass Mark Seibert als personifizierter Tod mit seinem androgynen Aussehen an den jungen Heinrich Heine erinnert. Auch Kurosch Abbasi in der Rolle des Attentäters verweist einige Male auf den Dichter und macht darauf aufmerksam,  dass die Herrscherin Fotos von ihm in der Hand hält. Sie verfasste selber Gedichte und verehrte Heine sehr.

 

Kurosch Abbasi führt mit bissigen Kommentaren durch die Handlung. Er fungiert als Conférenciers und schlüpft in die Rolle des dreist-frechen Attentäters "Luigi Lucheni", der die Kaiserin 1898 in Genf ermordete. Dem Publikum erzählt er die romantische Liebesgeschichte von Elisabeth und dem Tod. In einer Art Retrospektive werden Schreckensvisionen eingeblendet: der Untergang der Habsburger und der Aufmarsch der Nationalsozialisten.


Opulenz der Ausstattung und musikalische Qualität der fast dreistündigen Inszenierung mit Solostücken und Duetten, abwechselnd melancholisch, dann wieder stimmgewaltig und mitreißend, gehen unter die Haut. „Ich gehör nur mir“ „Tanz mit mir“ oder „Wir sind wie zwei Boote“ sind nur einige der schönsten Balladen, die zu hören sind.

 

Die temporeiche Choreographie begeistert mit einem atemraubenden Bilderreigen, 28 Ensemblemitglieder stehen auf der Bühne, 18 Orchestermitglieder setzen die Musik von Sylvester Levay bestens um, rund 290 prunkvolle Kostüme und 150 Perücken sind zu bestaunen. Zusätzlich kommen Lichtinstallationen zum Einsatz. Bevor es zum letzten Tanz geht, entsteht so das Porträt einer Frau, die sich zeitlebens auf der Flucht befand und zur Ikone wurde. Elisabeth kämpfte für ihre Freiheit- gewann- und verlor doch- zuletzt ihr Leben.

 

Unter der Regie des berühmten Opernregisseurs Harry Kupfer entstand ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk mit wunderschöner Musik und einem großartigen Ensemble.

Bereits während der Aufführung gab es immer wieder begeisterten Szenenapplaus. Am Schluss minutenlanger, tosender Beifall.

 

 Karten:

An allen bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet www.semmel.de

Semmel Concerts Ticket -Hotline 01806/570099

 

Weitere Infos zum Musical

www.elisabeth-das-musical.com

 


Dirty-Dancing

Oberhausen. Millionen sahen 1987 den Tanzfilm „Dirty Dancing mit Patrick Swayze und Jennifer Grey. Es ist die Story von Frances „Baby“ Houseman, die sich im Sommerurlaub in den Tanzlehrer Johnny Castle verliebt. Der Film erlangte Weltruhm und Sätze wie „Mein Baby gehört zu mir“ und „Ich habe eine Wassermelone getragen“ wurden Kult. Nach Erscheinen des Films erlebten die Tanzschulen einen wahren Boom, viele Fans wollten Mambo lernen.

 

Gefeierte Premiere mit Paris Hilton

Rund 1800 geladene Gäste strömten zur Premiere von „Dirty Dancing ins Metronom Theater in Oberhausen. Das Musical orientiert sich eng am Filmstoff von 1987 und spielt, wie der Film im Sommer 1963. Frances „Baby“Housmann macht mit ihren Eltern Urlaub und begegnet in Kellermanns Hotel, Johnny, dem smarten Tanzlehrer, der dort mit Penny Johnson, seiner Tanzpartnerin und Gästebetreuerin Unterricht gibt. Hauptsächlich trainiert er wohlhabende Damen, von denen er auch eingeladen wird. Johnny und Frances kommen sich schnell näher: zunächst nur beim Tanzen.

 

Mitreißende Tanzszenen und eine Super-Bühnentechnik

Das Musical präsentiert mitreißende Tanzszenen voller Akrobatik, tolle Hebefiguren, raffinierte Bühnentechnik und einige wunderschöne Songs, u. a., „The Time of my Life“ und „Hungry eyes“. Daneben gibt es noch viel Raum fürs Sprechen, denn „Frances“ steht Penny zur Seite, als diese ungewollt schwanger wird und in einer Abtreibung den einzigen Ausweg sieht, um den Job nicht zu verlieren. „Baby“ ist auch sonst nicht auf den Mund gefallen. So übt sie sich in Sozialkritik, wenn es gilt Johnny zu verteidigen, der nicht zu den Privilegierten in der Gesellschaft gehört, wie sie selbst.

 

Der Film bleibt unvergessen

Dass immer wieder Vergleiche mit dem erfolgreichen Film aufkommen, ist verständlich. Die berührende Liebesromanze hatte mit „Patrick Swayze“, einen Star in der Hauptrolle, der bis heute unvergessen ist. Die Musical-Produzenten haben mit Daniel Ràkasz zwar einen exzellenten Tänzer engagiert, doch fehlt es ihm an Charisma. Wogegen seine Partnerin, Jenny Bach, als“Baby“durch ihre Anmut, Komik und Wandlungsfähigkeit besticht. Herrlich ihre linkischen Versuche zu Beginn, wenn sie die Mambo-Tanzschritte ausprobiert. Und auch später als sie die Übungen perfekt beherrscht und graziös über das Parkett gleitet, ist ihre Ausstrahlung umwerfend. Herzlich gelacht werden darf auch über Johanna Spanzel, die Babys komische Schwester Lisa mimt.

 

Perfekte Illusion

Das Musical punktet mit grandiosen Tanzszenen und einer schönen Bilderwelt. Durch den Einsatz von Videoprojektionen verwandeln sich die Schauplätze immer wieder, egal ob es sich um eine romantische Szene am Meer handelt, ein sattgelbes Weizenfeld oder ein rundherum Panoramabild im Restaurant. Die Illusion wird perfekt wiedergegeben. Weniger geglückt ist der Sprechanteil im Musical: oft zu lang, Dialoge wirken unnatürlich, auch sind manche Redewendungen abgedroschen und von geringem Niveau.

Zum Finale kommt noch einmal richtig Begeisterung auf. Wenn Johnny unmissverständlich erklärt; „Mein Baby gehört zu mir“ wünscht man sich sehnlichst: noch mehr Tanzszenen und mehr von den Songs, die so unter die Haut gehen.

 

Oberhausen Centro

Metronom Theater

Tickets: 01805 44 44

Premiere: 19.10. 2010

 

„Wenn Rosenblätter fallen"

 

Das mehrfach ausgezeichnete Musical kommt nur für wenige Tage ins Ruhrgebiet. Im Zentrum der Handlung steht der 19. jährige Kunst-Student Till, dessen Mutter Rose an einem Hirntumor erkrankt und daran gestorben ist. Damit klarzukommen stellt eine große Herausforderung für den jungen Mann da.

 

In einem Studentenwohnheim lernt er Iris kennen. Ihr unbekümmerter, quirliger Charakter erinnert ihn in schmerzlicher Weise an seine Mutter. Berührende Szenen der Annäherung werden von wunderschöner Musik und tiefen Emotionen begleitet. Dabei kommt es immer wieder zu Rückblicken, in denen Till mit der Krankheit und dem Verlust seiner geliebten Mutter konfrontiert wird. Vergangenheit und Gegenwart sind in der Inszenieung miteinander verwoben. Seine Mutter hat ihm Briefe hinterlassen, die Till schießlich in seiner Verzweiflung liest. Sie sollen ihm helfen, das Leben "danach" zu meistern.

 

In Datteln werden drei Vorpremieren im KATiELLi-Theater gezeigt (Spieldaten: 29. und 30. September und 1. Oktober – jeweils um 19:30). Am 22. Oktober 2011 (20:00) und 23. Oktober (17:00) hat das Musical in Witten Premiere im Saalbau. Die Produktion gastiert hier für nur zwei Tage, deshalb sollten Musical- und Theaterbegeisterte sich rechtzeitig die wenigen verfügbaren Tickets sichern.

 

Star der Produktion ist Carin Filipčić, die Grande Dame der Wiener Musical-Szene (u. a. „Rebecca“, „Romeo und Julia“, Rudolf“.

 

(HA-K)

 

Tickets/Info:

 

www.rosenblaetter-musical.com

John Cale live in der Lichtburg Essen

ESSEN

Sehnsuchtsvolle Melodien und rockige Tonlagen erfüllten am Donnerstag die Essener Lichtburg. John Cale - ehemaliges Mitglied der Kunstrock-Band Velvet Underground – präsentierte sein legendäres Soloalbum „Paris 1919“, das als eines der besten Werke der Popgeschichte und Meisterwerk der Songwriterkunst gilt.

 

John Cale wirkt abgeklärt und ruhig, als er in lila Anzug und Krawatte, passend zum lila gefärbten Haupthaar, auf die Bühne tritt. Es gibt keine Worte der Begrüßung für die Fans in der Lichtburg. Der 69-jährige lässt lieber seine Musik sprechen und begibt sich sofort an sein Keyboard. Ein simples „One, two, three“ eröffnet den Abend.

 

Begleitet von seiner Band und den Bochumer Symphonikern bringt der klassisch ausgebildete Cale sein 1973 erschienenes Meisterwerk routiniert in voller Länge zu Gehör. Großorchestrale Arrangements und die sehnsuchtsvolle Stimme des Walisers verbinden sich zu einer nostalgisch-romantischen Grundstimmung, voller literarischer und historischer Anspielungen auf die Anfänge des letzten Jahrhunderts. Viele wippen mit. Im Anschluss an „Paris 1919“ gibt ein immer lockerer wirkender John Cale weitere, rockigere Höhepunkte seiner Karriere zum Besten und einige Stücke aus seinem neuen Album „Extra Playful“.

 

Die Verbindung zum Buddhismus, das diesjährige Motto der Ruhrtriennale, erschließt sich erst durch einen Blick in die Biografie John Cales. Seit seiner Hinwendung zum Buddhismus sind die Zeiten, in denen Drogenkonsum sein Leben prägten, vorbei. Heute müssen Konzertbesucher nicht mehr damit rechnen, verbal und physisch attackiert zu werden. Das Publikum ehrte den legendären Vermittler zwischen Avantgarde und Rockmusik mit tosendem Applaus. (NJ)

 

 

Eine unverschämte ABBA-Hommage im Grillo-Theater

 

Das Trio: Hanno Friedrich (Gesang), Thilo Nest (Gesang) und Alexander Paeffgen (Klavier) präsentierte am 12. März „ABBA Jetzt“, eine Hommage an die erfolgreiche schwedische Popgruppe. Die drei Künstler begeistern mit ihrem musikalisch-kabarettistischen Programm bereits seit sei 10 Jahren ihr Publikum. 2003 erhielten sie dafür den Kleinkunstpreis des Landes Baden-Würtemberg.

 

Im eleganten Frack bekleidet, betreten die drei Künstler die Bühne. Sie parodieren und verfremden die ABBA SONGS, amüsieren das Publikum mit witzigen Dialogen und heizen in den gut 21/2 Stunden die Stimmung so richtig an. Die abwechslungsreiche Choreografie beinhaltet viele Ohrwürmer der Popgruppe und lässt keine Minute Langeweile aufkommen. Ob Mamma Mia, Waterloo, Super trouper, S.O.S , Dancing Queen oder Chiquitita, alle Songs sind TOP Hits geworden und um die ganze Welt gegangen.

Was das Trio aus den Songs alles herausholt, erstaunt immer wieder aufs Neue, egal ob Hip-Hop, Madrigal, Oper oder Flamenco, die Drei scheinen in jedem Genre zuhause zu sein. Da überrascht es dann doch sehr, als Tilo Nest plötzlich erklärt, Abba gar nicht zu mögen. Das Programm unterfordere ihn, behauptet er, als begnadeter Schauspieler fühle er sich zu Höherem berufen. Den Beweis seines Könnens will er auch sogleich antreten und dem Publikum selbst verfasste Gedichte vortragen. Doch davon will Hanno Friedrich, sein Partner auf der Bühne, absolut nichts wissen. Vehement hindert er ihn daran, sodass Nest schließlich wutschnaubend die Bühne verlässt. Alexander Paeffgen am Klavier wirkt ratlos und auch Hanno Friedrich schaut ziemlich betreten drein. Er setzt jedoch auf Zeit und weiß sich nicht anders zu helfen, als das Publikum erstmal in die Pause zu schicken. In der Hoffnung, dass sich die Wogen bald wieder glätten.

Der Abend verläuft dann doch noch ganz nach Plan, Versöhnung wird auf der Bühne theatralisch gefeiert.

 

Die vermeintliche Auseinandersetzung wird von Hanno Friedrich und Thilo Nest, beides hervorragende Schauspieler, sowie Alexander Paeffgen, der die Kontrahenten temperamentvoll am Klavier begleitet, intelligent und niveauvoll in Szene gesetzt.

 

Das Publikum erfährt noch, dass einer der Herren sich einst in ein "ABBA Girl" verliebt hat. Die dunkelhaarige Anni-Frid soll die glückliche gewesen sein.

 

Langanhaltender Beifall für Alexander Paeffgen, Hanno Friedrich und Thilo Nest.

 

 

 

 

 

 

 

Barockmusik auf dem Hügel

Ein Star der Alten Musik beim Folkwang Kammerorchester – Reinhard Goebel zu Gast auf Villa Hügel

 

Er zählt zu den weltweit bekanntesten und gefragtesten Vertretern der Alten Musik, sei es vormals als Geiger oder nun als Dirigent. 33 Jahre leitete er die Musica Antiqua Köln, deren Konzerte und Aufnahmen immer noch zu den ungeschlagenen Referenzen auf dem Barocksektor zählen, und nun kommt Reinhard Goebel für zwei Konzerte zum Folkwang Kammerorchester Essen. Goebel hat ein überaus spannendes Programm für die Besucher der Villa Hügel ausgesucht, in dem auch drei Geiger aus dem Orchester selbst solistisch tätig werden und das am Ende mit der „großen Symphonie“ von Paul Wranitzky sogar einen Ausblick in die Frühklassik wagt.

 

Eine halbe Stunde vor Beginn findet die Einführung „Musik im Gespräch“ im Konzertsaal statt. Hier werden in lockerer Atmosphäre die Künstler und damit die Menschen hinter der Musik vorgestellt.

 

Freitag, 28. Januar 2011, 20.00 Uhr, Villa Hügel Essen

Samstag, 29. Januar 2011, 20.00 Uhr, Villa Hügel Essen

Jeweils 19.30 Uhr Einführungsveranstaltung „Musik im Gespräch“

 

La Paix du Parnasse

 

Solisten aus dem Folkwang Kammerorchester Essen

Reinhard Goebel, Leitung

 

Georg Muffat Sonata G-Dur aus „Armonico Tributo“

Michele Mascitti Concerto A-Dur

Georg Philipp Telemann Concerto F-Dur „Musique de Table“ für drei Violinen, Streicher und Basso continuo TWV 53:F1

Paul Wranitzky Grande Symphonie caractéristique pour la Paix avec la République Française (üpm)

 


   

Oberhausen

WICKED - DIE HEXEN VON OZ

Wicked" - die Hexen von Oz - Metronom Theater - Oberhausen

8. März 2010


Viel Prominenz begleitete die Premiere von Wicked - die Hexen von Oz, im Metronom Theater in Oberhausen. Darunter Udo Lindenberg, Geraldine Chaplin, Verona Pooth und Ralf Möller. Die Stars zeigten sich begeistert von der zauberhaften Atmosphäre, den faszinierenden Lichteffekten und der opulenten Bühnenausstattung.
Wicked orientiert sich an dem Bestsellerroman von Gregory Maguire, der 1995 erschienen ist. Darin wird die Vorgeschichte zum Zauberer von Oz erzählt. Die Musik und die Songtexte stammen von Stephen Schwartz.
In Wicked prallen die Welt des Guten und des Bösen aufeinander. Im Zentrum der Handlung stehen Glinda und Elphaba, zwei junge Frauen, die die Hexenkunst erlernen sollen und die von ihrem Charakter her nicht unterschiedlicher sein können. Glinda, schön, blond und naiv, Typ Barbie,  kommt aus einem wohlhabenden Haus. Sie nervt die Umwelt mit ihrem Geplapper, denn es ist ohne Substanz. Alles dreht sich nur um sie, glaubt sie. Elphaba ist die Tochter eines Gouverneurs, der aber nichts von ihr wissen will. Denn Elphabas Mutter hat sich einen Seitensprung in der Ehe geleistet. Und ist prompt schwanger geworden. Bei der Geburt ist der Schock groß, das Kind hat eine grüne Hautfarbe. Vom Vater gemieden, von der Gesellschaft als Außenseiterin abgestempelt, kümmert sich Elphaba rührend um ihre Schwester, die im Rollstuhl sitzt. Sie hat keine Ahnung, dass der Gouverneur nicht ihr Vater ist. Auf dem Campus lernen Glinda und Elphaba sich kennen und nach anfänglichen Schwierigkeiten werden die beiden richtig gute Freundinnen. Dass sie sich auch noch in denselben Mann verguckt gaben, fällt zunächst nicht auf. Glinda glaubt fest an eine Zukunft mit Prinz Friyero. Mittlerweile hat Elphaba ihre Hexenkünste entdeckt und driftet immer mehr ab ins Reich der finsteren Mächte. Sie fiebert der Begegnung mit dem Zauberer entgegen.


Das Fantasy Märchen bezaubert durch farbenfrohe Kostüme, eine schillernde Bildersprache und durch die Darsteller. Besonders Joana Fee-Würz und Willemijn Verkailk präsentieren sich in Bestform und singen mit klangschöner Stimme. Auch verstehen es die Beiden durch ihre witzigen Dialoge immer wieder Lacher zu produzieren. Joana Fee Würz spielt das naive Barbie Blondchen sehr authentisch. Dass im Hexenland manches anders ist als vermutet, überrascht nicht. Hier können Intelligente Tiere sprechen und treten als Lehrer auf. Und Hexen sind auch längst nicht so böse, wie man es sonst immer annimmt. Selbst verlieben können sie sich. Eine weitere Auffälligkeit im Hexenland, das Hässliche siegt über das Schöne.

Kurz vor der Pause gibt es den absoluten Highlight für die Zuschauer, wenn Hexe Elphaba von Lichtstrahlen getragen, in die Lüfte steigt. Bis dahin allerdings zieht sich die Handlung. Auch die Musik kann da keinen Ausgleich schaffen. Denn die Songs sind fast alle keine Ohrwürmer. Nach der Pause sind es die fetzigen Tanzszenen, durch die die Handlung spürbar an Dramatik gewinnt. Affen fliegen durch die Luft, die Spannung steigt.

 

Wicked ist mit Sicherheit ein wunderbarer Augenschmaus, musikalisch jedoch eher eine Enttäuschung. (Ha-K)

 

 

 

 

Essen

DAS PHANTOM DER OPER

Grugahalle, Essen
Donnerstag, 04.03.2010

 

Am 04. März gastierte „Das Phantom der Oper" in der gut gefüllten Essener Grugahalle. Unter dem Titel „Das Phantom der Oper kehrt zurück" präsentierte die Central Musical Company eine gesanglich und musikalisch einwandfreie Show. Auch das schauspielerische Talent der Darsteller überzeugte die Zuschauer. Das interessante Bühnenbild und die raffinierten Kostüme rundeten diesen spannenden Abend ab. Die neu komponierte Musik von Arndt Gerber kam gut an beim Publikum, ließ allerdings die bekannstesten Lieder des Originals bzw. dessen berührende Elemente etwas vermissen. Die Geschichte, in der ein Phantom die Pariser Oper in Angst und Schrecken versetzt, spielt vor etwa 100 Jahren. Paul Wilhelm schrieb den deutschen Text für die Schauerstory, die den Zuschauern eine Gänsehaut nach der anderen einjagte. Begeisterte Musicalfans kamen an diesem Abend wieder voll auf ihre Kosten. Am Ende gab es freundlichen Applaus in der für eine derartige Veranstaltung ein wenig zu rustikalen Grugahalle.
(L-We)

 

Gelsenkirchen

MY FAIR LADY

Gelsenkirchen - 13. Februar 2010


Regie:                         Peter Hailer

Musikalische Leitung: Johannes Klumpp

 

 

 

My fair Lady ist eines der schönsten und erfolgreichsten Musicals überhaupt. Die Handlung basiert auf dem Theaterstück „Pygmalion" von George Bernard Shaw und beschreibt, wie ein Mädchen aus der Unterschicht, so dressiert wird, dass sie für eine Lady der Oberschicht gehalten wird. Das Musical wurde 1954 am Broadway uraufgeführt und brach mit über 2717 Aufführungen in nur fünf Jahren alle Rekorde. Die Verfilmung 1964 mit Audrey Hepburn und Rex Harrrison in den Hauptrollen wurde ebenfalls ein grandioser Erfolg.


Was macht nun die Faszination dieses Musicals aus? Es ist die Mischung von Unterhaltung und Satire in Verbindung mit den hinreißenden Songs, die fast jeder kennt, weil er sie schon einmal gehört oder mitgesungen hat. Das Musical hat aber nicht nur Unterhaltungswert, es ist auch gesellschaftskritisch höchst interessant und eine hervorragende Milieustudie.
„Die Sprache formt den Menschen, die Herkunft macht es nicht", so lautet die These von Prof. Higgins, dem eingefleischten, frauenfeindlichen Junggesellen, der sich mit Phonetik beschäftigt. Mit Eliza, einem einfachen Blumenmädchen mit vulgärer Sprache, stellt er ein Experiment an. In nur 6 Monaten will er sie zu einer Lady ausbilden, die akzentfrei spricht und sich in der aristokratischen Gesellschaft sicher bewegen kann. Unerbittlich paukt er mit ihr die Lektionen. Und das Experiment gelingt. Higgins und Oberst Picking beglückwünschen sich gegenseitig. Eliza beachten sie nicht.


In der Gelsenkirchener Inszenierung sind es die stimmungsvollen Bühnenbilder von Etienne Pluss, die schmucke Ausstattung mit Kostümen im Stil der 50er Jahre von Ute Meenen, die hinreißend getanzte Choreographie Kati Farkas und das hervorragende Spiel der Darsteller, die 3 Stunden Musicalerlebnis zu einem großartigen Vergnügen werden lassen. Judith Jakob spielt die sich in jeder Lebenslage behauptende, durch eine harte Schule gegangene Eliza Dolittle. Sie verkörpert das arme, schnoddrig sprechende Blumenmädchen aus der Gosse genauso authentisch, wie die bezaubernde, gebildete Lady der Upper Class. Im kühlen Ambiente seines Arbeitszimmers, es wirkt wie ein Tonstudio, drillt Joachim C. Maß als Dr. Higgins, sehr überzeugend, Eliza, sein Forschungsobjekt mit Sprechübüngen bis in den Morgengrauen. Die egoistische, zur Selbstüberschätzung neigende, emotional kalte Seite des Dr. Higgins, vermag Maß mit seinem Spiel genauso großartig darzustellen, wie die andere Seite seines Charakters, die  hilflos nach Mutter und Pantoffel verlangt.


Mit Inbrunst spielt die Neue Philharmonie Westfalen unter der Leitung von Johannes Klumpp, die bekannten Ohrwürmer von Frederick Loewes.

Ausverkauftes Haus und große Begeisterung beim Publikum für die gelungene Inszenierung.

 

 

DENIS GÄBEL FEAT. JASPER BLOM

Denis Gäbel feat. Jasper Blom - Kulturspeicher Dörenthe -

05. Februar 2010 - 20:00 Uhr

 

Unter dem Zeichen des Jazz stand am Freitag, 05. Februar das 1400 Seelen-Örtchen Dörenthe im Münsterland. Mit seinem Programm „Impressions of Ellington" stationierte das Denis Gäbel Trio feat. Jasper Blom im Kulturspeicher, einem alten Getreidespeicher am Hafen, der mit seiner Atmosphäre den Jazzkellnern von New Orleans in nichts nachstand.

Das Konzert stand ganz im Zeichen des amerikanischen Komponisten und Bandleaders Duke Ellingtons. Saxophonist Gäbel ließ das Werk der Jazz-Größe im Kulturspeicher aufleben. Zum Trio gehören außerdem Henning Gailing am Kontrabass und der Schlagzeuger Hendrick Smock. Unterstützt wurden die drei vom Niederländer Jasper Blom, der zu den führenden Tenor- und Sopransaxophonisten Europas zählt.

An diesem Abend waren die goldenen Zeiten des Jazz spürbar, vereinzelte der zahlreich erschienen Jazzliebhaber ließen sich zu „Yeah"-Rufen hinreißen. Die Begeisterung reichte soweit, dass für die Zugabe Titel aus dem Programm wiederholt werden mussten.

Ein weiteres Konzert des Trios feat. Jasper Blom wird am 19. Februar in Düren sein. (B-A)

 

Essen

BUDDY- die Buddy Holly Story

Seine „Peggy Sue" hat Musikgeschichte geschrieben. Buddy Hollys mitreißende Songs sind bis heute unvergessen. Die Lebensgeschichte des Rock-n- Roll Stars ist jetzt im Colosseum Theater zu sehen. Bei der Premiere gab es Standing Ovations für das gesamte Ensemble.

Buddy Holly war ein begnadeter Musiker. Er experimentierte ständig, begeisterte sich für den Rock -n- Roll und suchte nach immer neuen Techniken um verschiedenartige Klänge in seinen Songs zu verarbeiten. Daneben schrieb er phantastische Hits, mit denen er zu Weltruhm gelang. Aus einfachen Verhältnissen kommend wusste er schon früh, was er wollte. Rock-n- Roll Musik machen. Er gründete eine Band, die Crickets, und stellte mit seinem Sound schon bald die Musikwelt auf den Kopf. Seine Musik war nicht nur unterhaltsam, sie war auch anspruchsvoll. Selbst das schwarze Publikum im Apollo Theater in Harlem tobte und lag ihm zu Füßen, als er dort auftrat. Im März 1958 ging er mit den Crickets auf Englandtournee. Mit im Publikum saßen zwei junge Leute, John Lennon und Paul McCartney, die sich später von seiner Musik inspirieren ließen. Die Trennung von den Crickets erfolgte, nachdem es künstlerisch keine Perspektive mehr für ihn gab. Er begab sich auf Solotournee. Dass er ein Schnellstarter war, bewies Buddy Holly mit seiner Entscheidung seine große Liebe, „Maria Elena", zur Frau zu nehmen. Ganze 5 Stunden benötigte er, um sich darüber im Klaren zu werden. Mit 22 Jahren starb er bei einem Flugzugunglück.

Das Musical „Buddy" erzählt sein kurzes Leben. Es wurde zum absoluten Kassenschlager mit weltweit mehr als 20 Millionen Zuschauern. Das Colosseum zeigt die Story im Stil der 50er Jahre als einen Augenschmaus mit Glitzer und Glamour, Petticoats, Haartollen, Hornbrillen und Cowboystiefeln. Die Bühne ziert eine Jukebox mit einem riesigen Schallplattenteller. Matthias Bollwerk, bis zu seinem 13. Lebensjahr in Essen aufgewachsen und schon als Kind im Aalto Opern Chor aufgetreten, brilliert als Buddy Holly. Äußerlich eher farblos, schmächtig und alles andere als ein Adonis, ist er auf der Bühne nicht wiederzuerkennen. Mit purer Leidenschaft singt, spielt und wirbelt er über die Bühne. Als er die bekannten Hits Hollys anstimmt, „Peggy Sue", „That'll be the day", „Rave on" und „Not fade away"reißt es das Publikum geradezu von den Stühlen. Mit schwarzer Hornbrille, das Markenzeichen von Buddy Holly, bereitet der Musicalstar dem Publikum unvergessliche Stunden. Richtig in Fahrt kommen die Musicalgäste auch durch die farbigen Apollo Sängerinnen, Anastasia Bain, Sidonie Smith und Myrthes Monteiro. Mit frivolen Sprüchen heizen sie nicht nur Buddy ordentlich ein, auch das Publikum begeistern sie mit ihrem überschäumenden Temperament. Im Colosseum endet das Leben des Rockstars dann auch längst nicht so traurig, wie einst in der Realität. Die Regie schickt Buddy nach dem Flugzeugabsturz noch einmal auf die Bühne und lässt ihn ein letztes Mal spielen, was das Zeug her gibt. Das Idol ganzer Generationen von Musikbegeisterten stirbt zwar auch in dieser Inszenierung, aber seine Songs leben hoffentlich noch lange weiter. (HA-K)

 

 

 

 

 

Essen

Oberhausen

Oberhausen

Tanz der Vampire

Premiere:  Metronom Theater

7. November 2008

 

Die unstillbare Gier nach frischem Menschenblut treibt Graf von Krolock durch die Jahrhunderte. Er flieht vor dem Tag und streift durch die Nächte, immer auf der Suche nach geeigneter Beute. Jetzt ist er im Metronom Theater in Ober hausen angekommen. Das Böse ist dort nun allgegenwärtig, sogar im Zuschauerraum

!967 hatte Roman Polanskis Film Satire „Tanz der Vampire“ Premiere. Der einzigartige Erfolg des Filmes setzt sich bis in die heutige Zeit fort. Der Film besitzt schon lange Kultstatus. 1997 schuf Polanski und sein hauseigenes Kreativteam eine Musicalfassung, die sich zwar an dem Filmklassiker orientiert, aber auch neue Wege geht. Die Uraufführung des Musicals „Tanz der Vampire“ war 1997 in Wien zu sehen. Es war ein grandioser Erfolg.

Von Wien aus gastierte das Musical dann in vielen Städten. Ein Erfolg reihte sich an den anderen. Auch in Oberhausen hatte es jetzt eine viel umjubelte Premiere. Die Musicalfans hatten schon lange sehnsüchtig auf die Parodie der Vampirstory gewartet. Oscarpreisträger Polanski war bei der Premiere persönlich anwesend, ebenso viele Prominente, die mit den Fans bis in die Nacht hinein feierten.

Die Inszenierung des international  erfolgreichen Kreativteams beinhaltet bekannte Elemente aus dem Film, zeigt aber auch neues. Trotzdem kann man der Handlung jederzeit mühelos folgen. Die Story ist  von den Songs her leicht verständlich. Der überaus erfolgreiche Komponist „Jim Steinmann“, schrieb die Musik zum Musical und orientierte sich dabei an bereits erfolgreichen Songs von Bonny Tylor und Meadloaf. Er produzierte schon viele Welterfolge für so bekannte Stars wie z.B. Celine Dion und Barbara Streisand. Typisch für seine Produktionen sind die Mischung aus ekstatischem Rock und Theatralik, die man oft bei Operninszenierungen vorfindet. Dr. Michael  Kunze, vielseitiger Schriftsteller und Dramatiker, aus dessen Feder so bekannte Musicalerfolge wie „Elisabeth“, „Mozart“ und „Rebecca“ stammen, schrieb die anspruchsvollen Texte für Tanz der Vampire.

Für die unglaublich präzise und temporeich ausgeführte Choreographie von Dennis Callahan gibt es immer wieder spontanen Applaus. Das Ensemble ist überragend in seiner Darbietung. Komik wechselt ab mit Temperament, dazu furiose Tanzszenen und Songs, die mal dramatisch, mal einfühlsam das Genre der geheimnisvollen Vampirwelt widerspiegeln. Gernot Kranner in der Rolle des schrulligen Professors Abronsius rezitiert pausenlos. Er war schon in Wien dabei und ähnelt sehr seinem Vorgänger im Film. Krisha Dalke verkörpert die Rolle des verliebten  „Alfred“ hervorragend und ist auch als redlich bemühter „Assistent von Professor  Abronsius“ überzeugend,

Nele-Liis Vaiksool beeindruckt als schöne Wirtstochter „Sarah“ und Linda Konràd fällt auf durch ihre glutvolle Stimme. Florian Fetterle parodiert gekonnt den schwulen Vampirsohn „Herbert“. Umwerfend ist jedoch Jan Ammann als Graf von Krolock. Welche Frau möchte ihm nicht gerne auf sein Schloss folgen, um bereitwillig den Hals zum Kuss hinzuhalten. Er besitzt eine magische Anziehungskraft und singt dazu noch wunderbar mit einem mal leidenschaftlichen, mal lyrisch klingenden  Bariton. Da überrascht es dann auch nich tmehr, dass der "betagte Graf" in jeder Hinsicht zeitgemäß ist und über den Zustand der Welt bestens Bescheid weiß. Wenn er singt:" Doch die wahre Macht, die uns regiert ist die schändliche, unendliche, verzehrende, zerstörende und ewig unstillbare Gier“.

 
Karten/Infos www.musicals.de